10 Tipps wie Deine Wohnung Dich schlank macht!

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Zu Hause nebenbei abnehmen? Geht klar.
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So verwandelst Du deine Wohnung in eine Schlankheitsoase

Bis zu neun Stunden des Tages verbringen wir auf der Arbeit – den Großteil des restlichen Tages zu Hause. Wie sollen wir zu Hause schlank werden?

Eigentlich ein geeigneter Ort, um schlank zu werden, schließlich gibt es hier (meist) keine Eismaschine, kein Fast Food-Restaurant und keine Konditoreien.

Trotzdem lauert zu Hause die größte Gefahr: Die Gewohnheit. „Man kann die Wohnung aber so umstrukturieren, dass sie dazu anregt, abzunehmen“, sagt Prof. Dr. Sherry Pagoto von der University of Massachusetts Medical School. Und so geht’s:

1. Vorräte aussortieren!

In deinem Tiefkühlfach, deiner Speisekammer und in den Schränken stapeln sich Vorräte? Einmal durchchecken bitte: Abgelaufene Lebensmittel wegschmeißen, kalorien- und fettreiche Lebensmittel verbannen. „Allein schon das Wissen, dass sich eine Packung Chips oder Tafel Schokolade in greifbarer Nähe befindet, regt schon zum Naschen an“, begründet Pagoto. Verstärkt wird dieses Bedürfnis, wenn das Lebensmittel sich auch noch in Sichtweite befindet. Wenn Du nicht alles wegschmeißen und verschenken möchtest, kannst Du auch die weniger radikale Variante wählen: Den Vorrat im Keller oder Dachboden aufbewahren. Allein die örtliche Distanz kann schon Wunder bewirken.

2. Obst und Gemüse umstellen!

Aus dem 1. Punkt ergibt sich logischerweise dieser: Platzieren wir kalorienarme, gesunde Lebensmittel in unserer Reich- und Sichtweite, greifen wir eher zu. Tipp: Lagere Obst, das nicht gekühlt werden muss, wie z.B. Äpfel nicht im Kühlschrank, sondern in ihrem Blickfeld. Wenn dich das nächste Mal die Lust zu Naschen packt, greifst du eher zu dem Apfel. Was auch hilft: Mach es dir zur Gewohnheit, Obst schon mundgerecht geschnitten in transparenten Boxen im Kühlschrank zu lagern – am besten ganz vorne, sodass du es direkt siehst, sobald du den Kühlschrank öffnest. Der Grund: Bei Naschanfällen soll es möglichst schnell gehen, wir wollen nicht erst Schnibbeln müssen, sodass wir eher zu Chips und Keksen statt zu (großem) Obst greifen.

3. Thermostat runterstellen!

Sind wir ständig von wohlig warmer Temperatur umgeben, muss unser Körper keine Energie darauf verwenden, den Körper zu heizen. Die Folge: Der Stoffwechsel wird kaum angeregt. Besser: Den Thermostat um einige Grad runterdrehen. Wenn uns kühl ist, verbrennt der Körper das sogenannte braune Fett, das den Stoffwechsel ankurbelt. Dafür musst du nicht von heute auf morgen von den gewohnten 28 Grad auf 15 runterdrehen. Lass es Tag für Tag um ein bis zwei Grad kälter werden. Studien bewiesen, dass sich mit der Zeit der Körper an die kühlen Temperaturen gewöhnt. Die Macht der Gewohnheit…

4. Jegliche Sportgeräte ent-stauen!

„Jeder verstaut seine Sportgeräte für den Fall, dass unerwarteter Besuch kommt. Doch wie oft passiert das schon?“, gibt Pagoto zu denken. Wenn das Laufband im Keller steht und die Couch vor dem Fernseher, ist es nicht verwunderlich, für was man sich (viel) öfter entscheidet. Pagotos Ratschlag: Die Hanteln neben die Couch platzieren, die Yogamatte vor das Fenster mit der schönen Aussicht, der Heimtrainer an den Lieblingsort in der Wohnung. Wenn wir es sehen, benutzen wir es öfter – was für Nahrungsmittel gilt, gilt eben auch für Sportgeräte – die Macht der Psychologie.

5. Die richtigen Leute einladen!

„Zeig mir deine Freunde, und ich sag dir wer du bist“ – dieser Spruch scheint in vielerlei Hinsicht zutreffen, wenn es nach James Hill geht, Direktor des Colorado Nutrition Obesity Research Center. „Wenn Du dich mit Leuten umgibst, die rumsitzen und Chips essen, wirst du dich ähnlich verhalten“, so seine Beobachtungen. Natürlich rät er niemandem dazu, aufgrund der Freizeitbeschäftigungen die Freunde zu wechseln. Aber: „Such Dir (zusätzliche) Freunde, die aktiver sind, sich gesünder ernähren – und lade sie zu dir ein“, sagt Hill. Deren guten Gewohnheiten färben mit der Zeit auf dich ab. Man kann zusammen (gesund) Kochen, spazieren gehen – und kompensiert so die Zeit, die man mit ‚gemütlicheren‘ Freunden auf der Couch verbringt.

6. (Natürliches) Licht herein lassen!

Das erste, das du morgens tun solltest ist: Vorhänge aufreißen, Licht herein lassen, Lampen einschalten! Dadurch wirst du nicht nur schneller wach, sondern auch schlanker. Studien belegen, dass Menschen, die morgens zu wenig Licht abbekommen, weniger Leptin produzieren – dasjenige Hormon, das zur Regulierung des Körperfetts beiträgt. Also: Licht rein, Fett raus!

7. Das Essen nicht in den Schüsseln platzieren!

Und schon gar nicht auf dem Esstisch! Natürlich ist es praktisch, die Schüssel mit Kartoffeln, die mit den Hähnchenkeulen und die mit der Soße auf dem Esstisch zu platzieren, damit jedes Familienmitglied sich so viel auf den Teller löffeln kann, wie viel er mag. Das Manko daran: Man tut es dann tatsächlich – auch wenn man schon satt ist. Eine Studie der Cornell Universität hat gezeigt, dass man rund zehn Prozent weniger isst, wenn das ganze Essen nicht auf dem Tisch steht. Besser: Die Portionen in der Küche schon auf die Teller verteilen, den Rest in der Küche stehen lassen. So ist man weniger versucht, Nachschlag zu holen, sagt auch Dr. Pagoto.

8. Mach es dir nicht zu gemütlich!

Klingt erst mal seltsam, ist aber einleuchtend – und einfach umzusetzen. In der Regel sieht es ja so aus: Man kommt nach Hause, ersetzt die enge Jeans durch eine bequeme Jogginghose, macht nach dem Essen das Licht aus, den Fernseher an und kuschelt sich auf die Couch. Das Problem dabei: Der Körper kommt so schon in Schlaf-Stimmung, bevor du überhaupt schlafen gehst. Das heißt: Der Energieverbrauch des Körpers wird runtergekurbelt. Was dagegen hilft, ist einfacher als gedacht: Licht anlassen, keine zu legere Kleidung anziehen und am besten statt dem Fernseher, Musik einschalten – mit lebhaften Klängen. Das zusammengenommen kurbelt den Energieverbrauch an, weil man sich automatisch mehr bewegt, wacher ist. Zudem hat eine belgische Studie bewiesen, dass man dabei noch motivierter bleibt, einen Verdauungsspaziergang zu machen.

9. Weniger Fernsehen!

Klar könnte man vor dem Fernseher auch Sit-Ups machen. Aber seien wir mal ehrlich: Wer macht das schon? (Und wenn ja. Wie oft?!) „Wenn wir fernsehen, sitzen oder liegen wir“, sagt Dr. Hill. Und dabei schauen wir uns oft Sendungen an, die wir eigentlich gar nicht sehen wollen – wir sind einfach irgendwie dort hängen geblieben oder haben Langeweile. Auch hier gilt: Keiner will dir das Fernsehen verbieten. Es geht nur darum, es seltener zu tun. Was hilft, geht schnell und einfach. Schritt eins: die Anzahl der Fernseher und Bildschrime in der Wohnung minimieren (einer im Wohnzimmer reicht, der Rest lässt sich sicherlich gut verkaufen). Schritt zwei: Nur noch die Sendungen schauen, die man wirklich liebt oder dringend gucken will (z.B. die Lieblingsserie, die Abendnachrichten oder der Blockbuster am Wochenende). Warum das helfen soll? Ganz einfach: Sobald wir nicht fernsehen, sitzen wir nicht (nur). Frei dem Motto: Jeder Gang macht schlank.

10. Aus kleinen Tellern und Schüsseln essen!

Großes Geschirr verführt zu großen Speisen – schließlich passt ja auch mehr auf den riesigen Teller. Es ist reine Psychologie: Der Platz der vorhanden ist, kann ja auch gefüllt werden. Eine Studie der Cornell Universität hat bewiesen, dass Menschen – sowohl Kinder als auch Erwachsene – bis zu 44 Prozent mehr Kalorien zu sich nehmen, wenn sie ihr morgendliches Frühstück aus einer großen Schüssel essen, statt aus einer kleinen. Tipp: Iss von Tellern, die die einen Durchschnitt von etwa 20 Zentimetern haben, und Suppentellern, die maximal einen halben Liter fassen.

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