11-Jährige bekommt Kind nach Vergewaltigung

11 jaehrige vergewaltigung
Symbolfoto: Dieses kleine Mädchen schützt ihr Gesicht mit den Händen
Foto: Istock

Sie ist erst elf, aber wurde gezwungen das Kind einer Vergewaltigung auszutragen. Trotz massiver internationaler Proteste hat eine 11-Jährige in Paraguay jetzt das Baby per Kaiserschnitt zur Welt gebracht. Sie wurde vom Freund der Mutter vergewaltigt.

Im erzkatholischen Paraguay ist eine Abtreibung nur legal, wenn das Leben der werdenden Mutter bedroht ist. Selbst bei einer Vergewaltigung wird keine Ausnahme gemacht. So auch im Falle der Elfjährigen. Sie bekam das Kind ihres Vergewaltigers am Donnerstag in einer Klinik. Das Kind wurde per Kaiserschnitt geholt, weil das Mädchen körperlich noch nicht weit genug entwickelt war, um das Kind auf natürliche Weise zur Welt zu bringen.

Amnesty International betonte mehrfach, dass durch das Verbot einer Abtreibung die Menschenrechte des Mädchens verletzt wurden. Das Mädchen sei noch ein Kind, die Schwangerschaft extrem gefährlich gewesen.

Der Vater des Babys wurde im Mai festgenommen. Der 42-Jährige wartet auf sein Urteil. Er soll das kleine Mädchen schon länger missbraucht haben. Die Mutter meldete den Missbrauch schon vor der Schwangerschaft der Polizei, aber lebte noch weiterhin mit dem Mann zusammen. Auch sie wurde verhaftet.

In vielen Ländern in Südamerika herrschen strenge Abtreibungsgesetze. Peru spricht sich inzwischen für eine Lockerung aus. Auch in Chile gibt es ein Umdenken. Frauen sprechen sich hier öffentlich dafür aus, selbst entscheiden zu können, ob sie abtreiben wollen oder nicht.

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