19-Jährige bloggt über ihren künstlichen Darmausgang

19 jaehrige kuenstlicher darmausgang
Die 19-jährige Hattie bloggt über ihr Leben mit künstlichem Darmausgang!
Foto: morethanyourbag.com

Leben mit Stoma-Beutel

Eine Darmerkrankung und ein künstlicher Darmausgang veränderten ihr Leben und das nicht nur zum Negativen: Der Teenager wurde zufrieden mit sich selbst.

Sie war ein ganz normaler Teenager aus Südengland, doch im Februar 2015 musste sie notoperiert werden: Hattie Gladwell litt an der Darmerkrankung Colitis Ulcerosa. Seit ihrer Operation hat sie einen künstlichen Darmausgang und geht damit total offen um.

Ende Januar wurde der 19-Jährigen der Blinddarm entfernt, aber ihre Schmerzen blieben und wurden sogar noch schlimmer: Es war nicht der Blinddarm, sondern der Darm das Problem. Hattie Gladwell litt unter starken Schmerzen und Krämpfen trotz starker Medikamente. Nach fünf Tagen im Krankenhaus verschlechterte sich ihr Zustand enorm. Die Britin musste notoperiert werden. Ihr Dickdarm wurde entfernt. Als sie aus der Narkose erwachte, sah sie eine große Narbe, einen Schlauch und diesen Beutel: Seit diesem Tag muss Hattie mit einem Stoma-Beutel leben. "Es brach mir das Herz. Es machte mir Angst. Ich fühlte mich anormal. Ich kann nicht mehr wie ein normaler Mensch zur Toilette gehen, ich kann nicht mehr wie ein normaler Mensch essen", sagt sie heute über diesen Moment. Dabei hat die Operation ihr das Leben gerettet und dafür ist sie heute sehr dankbar.

Der Teenager möchte nicht zulassen, dass die Krankheit ihr Leben bestimmt und versucht daher so normal wie möglich weiterzuleben. Über ihr Leben mit dem Stoma-Beutel schreibt sie auf ihrem Blog "More Than Your Bag" , dort beschreibt sie auch wie es ist mit dem Beutel Sex zu haben oder im Bikini schwimmen zu gehen!

Hattie selbst hat erkannt, dass ihr Leben das Wichtigste ist. "Es ist eine Schande, dass ich fast mein Leben verlieren musste, damit ich es richtig wertschätzen kann", sagt sie. Sie ist jetzt viel zufriedener mit sich selbst und von ihrem Motto können wir uns alle eine Scheibe abschneiden: "Ich lebe im Augenblick und nehme jeden Tag, wie er kommt."

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