2 Vaginas - Frau wird trotz Spirale schwanger

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Ungewollt schwanger trotz Spirale - Klage!

Eine Frau ließ sich die Spirale einsetzen und wurde trotzdem schwanger. Der unglaubliche Grund: Sie hat zwei Vaginas. Jetzt verklagte sie ihren Frauenarzt auf Schadensersatz.

Die Frau aus Bad Oeynhausen wollte mit ihrem Partner noch keine Kinder. Daher ließ sie sich von ihrem Frauenarzt die Spirale einsetzen. Doch dann die Überraschnung: Die Frau wird plötzlich schwanger. Doch wie kann das sein, fragt sie sich?! Bei genaueren Untersuchungen kommt dann heraus: Sie hat zwei Vaginas - und nur eine hatte die Spirale. Sie entscheidet sich für ihr Baby, ihre Tochter wird 2007 geboren.

Daraufhin verklagt die Nordrhein-Westfälin ihren behandelnden Frauenarzt auf Schadensersatz, weil dieser trotz Ultraschalluntersuchung die körperliche Anomalie nicht erkannte und sonst von der Methode der Spirale hätte abraten können. Sie fordert Schmerzensgeld in Höhe von 5.000 Euro, Verdienstausfall für sie und ihren Partner in Höhe von 28.000 Euro sowie Unterhalts- und Betreuungsgeld für das Kind bis zum vollendeten 18 Lebensjahr.

Doch das Landgerichts Bielefeld weist ihre Klage ab und gibt dem Gynäkologen Recht. Jetzt bestätigte das Oberlandesgerichts Hamm in einer zweiten Instanz dieses Urteil. Die Begründung: Es handle sich nicht um einen "haftungsbegründenden Diagnosefehler". Dass eine Frau zwei Vaginas hat ist eine extrem seltene Anomalie. Man könne dem Frauenarzt nicht vorwerfen, dass er von einer einfachen Anlage der Geschlechtsorgane ausgegangen sei. Alle medizinischen Untersuchungen zum Einsätzen des Verhütungsmittels wurden von dem Mediziner korrekt durchgeführt.

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