22 Ideen & Tipps für den perfekten Sonntag

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Hängematte, Sonnenschein - ein Super-Mix, um den Sonntag zu genießen.
Foto: WESTEND61/Westend61/Corbis

Viele Tipps, die den schönsten Wochentag noch schöner machen!

Kein anderer Tag hat so viel Verständnis für unsere Faulenzerei, unsere kleinen Sentimentalitäten und unsere Abenteuerlust. Danke, Kumpel!

Man könnte mal wieder die Plattensammlung durchstöbern. Und zu "Paradise City" von Guns N'Roses durch die Wohnung headbangen, Luftgitarren-Solo inklusive. Oder zur Radtour mit Picknick aufbrechen. Oder mit dem Auto übers Land fahren, an Feldern entlangstreifen und Kornblumen pflücken ... Der Sonntag ist wie ein guter Kumpel, der jeden Quatsch mitmacht. Den man im Schlabber-Shirt mit Gurkenmaske ebenso empfangen kann wie im (Sonntags)-Kleid. Er ist so etwas wie der Anarcho-Typ der Woche. Ein auf den ersten Blick entspannter Zeitgenosse, der dank Lionel Richie und Faith No More sogar seine eigene Hymne hat, die in einem Wort beschreibt, wie er sich anfühlt: easy - like Sunday Morning eben.

Nur ... dieser Morgen bleibt kein Morgen. Spätestens um 13 Uhr ploppt da dieser eine Gedanke vor der rosaroten Wochenend-Brille auf: Verdammt! Der Sonntag hat auch bloß 24 Stunden. Gerade eben, beim Lauschen des Sonntagsrätsels (Deutschlandradio Kultur, 10.15 Uhr) breitete er sich noch wie ein riesiges Zeitmeer vor einem aus. Doch wenn man jetzt nicht in die Hufe kommt, ist die Sache eigentlich schon wieder gelaufen. Der Sonntag steht schließlich auch für die Vergänglichkeit des Wochenendes. Das verleiht ihm einen Hauch Melancholie.

Deshalb schnell in den eigenen Sehnsuchtsladen schauen und sich fragen: Wonach ist einem eigentlich? Nach etwas Abenteuer? Okay, ein Huckepack-Fallschirmsprung ist jetzt ein bisschen spontan, aber eine Kanu-Tour auf dem nächstbesten Fluss tut es bestimmt auch. Alternativ kann man sich natürlich auch mit einer "Indiana Jones"-DVD begnügen.

Darf's ein bisschen Nostalgie sein? Dann nichts wie hinauf auf Omas Dachboden. Zwischen Super-8-Filmen und Fifties-Möbeln lagern ja vielleicht noch alte Liebesbriefe. Oder doch lieber der Langeweile frönen? Dieses kostbare Gefühl schaut eh zu selten bei uns vorbei. Und macht sich zum Beispiel prima breit, wenn man einfach mal drei Stunden im Ohrensessel abhängt und aus dem Fenster guckt - was entspannender ist als ein Cluburlaub am Mittelmeer .

Rausgehen könnte man natürlich auch - zumindest bis zur nächsten Konditorei . Unter der Woche würde man die zwar niemals betreten, aber am Sonntag gelten seltsamerweise andere Regeln. Und schon hört man sich "ein Stück Frankfurter Kranz, einen Butterkuchen und einen Florentiner, bitte" sagen - je nostalgischer das süße Zeug klingt, desto besser.

Damit lassen sich dann auch die kleinen Unannehmlichkeiten des Sonntags bewältigen: die Steuererklärung zum Beispiel. Die sich einbildet, an diesem Tag endlich mal ihren großen Auftritt zu haben. Oder Verwandtenbesuche der unliebsamen Art. Ach, was soll's. Nächste Woche ist ja wieder Sonntag.

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