4 Gründe, warum wir so an unseren Gewohnheiten hängen

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Manche Gewohnheiten begleiten uns durch unser ganzes Leben - deswegen hängen wir so an ihnen.
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Warum wir unsere Gewohnheiten so lieben

Jeder kennt sie – die kleinen oder größeren Gewohnheiten und Macken, die uns durch den Tag tragen. So unsinnig sie auch sein mögen, trennen können wir uns selten - aus diesen Gründen hängen wir so an unseren Gewohnheiten:

Erst Zähne putzen, dann duschen (und niemals andersherum), ohne Kaffee gehen wir nicht aus dem Haus, die Schlüssel gehören in die linke Jackentasche, das Smartphone in die rechte – und wird nur einer dieser Abläufe gestört oder verdreht, fängt der Tag schon schlecht an. Wenn dann in der Bahn auch noch der rechte Platz in Fahrtrichtung am Fenster besetzt ist fühlen wir uns tatsächlich ein wenig verloren. Dabei ist eigentlich nichts geschehen – einzig und allein unsere täglichen Gewohnheiten wurden durchkreuzt.

Jeder hat sie – kleinere oder größere Macken und Ticks, die uns durch den Alltag begleiten. Wir haben diesen einen Lieblingspullover, der schon uralt ist, von dem wir uns aber doch nicht trennen können. Genauso wenig wie von unseren Gewohnheiten. Und aus diesen Gründen hängen wir auch so an ihnen:

1. Gewohnheiten geben uns ein Gefühl von Kontrolle

Stichwort Routine. Manchmal fühlt man sich überfordert. Manchmal läuft das Leben anders als man denkt. Und wenn wir gerade das Gefühl haben, nichts mehr selbst in der Hand zu haben, helfen uns unsere Gewohnheiten, den Überblick zu behalten. So lange wir bestimmte Abläufe noch unter Kontrolle haben, ist die Welt in Ordnung. Gewohnheiten stützen uns in einem geregelten Alltag – sie fühlen sich einfach richtig an.

2. Sie stecken voller Erinnerungen

Der Lieblingspulli hat die besten Zeiten lange hinter sich, die Nähte an den Ärmeln lösen sich auf, die Wolle fusselt und das Muster ist ausgewaschen. Trotzdem greifen wir im Kleiderschrank immer als erstes nach ihm. Und das nicht, weil der Pullover so gemütlich ist, sondern weil er –so unsinnig es auch klingen mag - irgendwann in den letzten Jahren zu einem Teil unseres Lebens geworden ist. Gekauft wurde er im ersten Spanienurlaub, gebraucht wurde er um die Tränen der letzten Trennung zu trocknen, gewärmt hat er uns im Winter. Viele unserer Gewohnheiten lassen sich auf ganz bestimmte Erinnerungen zurückführen, von denen wir uns einfach nicht trennen wollen. Ähnlich ist es mit Gegenständen, die uns geliebte Menschen geschenkt haben. Da mag die geerbte Halskette noch so altmodisch aussehen – sie gefällt uns, weil sie uns etwas bedeutet.

3. Gewohnheiten schenken uns Sicherheit

Gewohnheiten tragen uns durch den Tag. Denn irgendwie sind sie es, die uns ein Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit schenken, auch in Zeiten, in denen uns die Welt über den Kopf wächst. Sei es der Lieblingsplatz oder die Kaffeetasse – sie begleiten uns durch stressige Tage und sind irgendwie immer da. Selbst in turbulenten Zeiten bleiben Gewohnheiten unsere Konstante.

4. Macken machen uns einzigartig

Jeder hat Gewohnheiten, jeder hat Macken und irgendwie sind die schrulligsten Marotten doch die, die eine Person so liebenswert macht. So lange unsere Gewohnheiten uns nicht im Alltag einschränken und sich zu einem Tick entwickeln, stören sie auch nicht, oder? Wieso sie sich also abgewöhnen? Sei es der Lieblingsplatz, der abgewetzte Pulli oder der geregelte Duschablauf – die kleinen Konstanten mögen alleine unwichtig klingen, doch irgendwie schaffen sie es, uns ein Gefühl der Geborgenheit zu schenken.

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(ww4)

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