5 Dinge, die einem niemand über Sex nach den Wechseljahren sagt

sex wechseljahre
Mit den Wechseljahren verändert sich auch der Sex.
Foto: iStock

Sex nach den Wechseljahren

Auch in puncto Sex ändert sich mit den Wechseljahren so einiges - auch wenn niemand darüber spricht! So verändert die Menopause das Sexleben wirklich.

1. Sex kann schmerzhaft sein

Das Östrogen-Level sinkt. Das hat nicht nur auf Haut, Haare und Stimmung eine Auswirkung, sondern auch auf das Sex-Leben. Viele Frauen leiden darunter, wenige sprechen darüber: Wenn Sex nach den Wechseljahren plötzlich weh tut. Der Grund dafür liegt in der sogenannten vaginalen Atrophie, umgangssprachlich besser bekannt als Scheidentrockenheit. Hormone sorgen normalerweise für die Befeuchtung und Elastizität der Vagina. Mit dem Östrogenabfall bildet sich die Schleimhaut jedoch zurück. Aus diesem Grund verspüren viele Frauen nach den Wechseljahren plötzlich Schmerzen beim Sex. Es ist daher wichtig, nur Geschlechtsverkehr zu haben, wenn man auch wirklich erregt ist – sonst drohen Verletzungen der Schleimhäute - denn dann werden die Drüsen wieder angeregt, Feuchtigkeit zu produzieren. Die gute Nachricht: Sexuelle Aktivität verringert dadurch die Schmerzen auf Dauer wieder. Zudem kann ein Arzt mit Befeuchtungsmitteln helfen.

2. Du hast weniger Lust

Leider hat der Östrogenmangel nicht nur körperliche Folgen, wie die vaginale Atrophie. Auch die Libido kann unter der Menopause leiden. Der Stoffwechsel fährt herunter, viele Frauen nehmen schneller zu und fühlen sich dadurch weniger wohl in ihrer Haut. Eine geringere Lust auf Sex ist da eine natürliche Folge. Sport und eine ausgeglichene Ernährung sind hier besonders wichtig, um ein gesundes Körpergefühl beizubehalten. Gleichzeitig sollten Frauen sich nicht unter Druck setzen – denn dann leidet die Libido erstrecht. Gib deinem Körper Zeit, sich an die Veränderungen zu gewöhnen und die Lust kommt von allein zurück.

3. Man kann auch zu Beginn der Wechseljahre noch schwanger werden

Von der Menopause spricht man ab dem Ausbleiben der Periode für 12 Monate. Viele Frauen gehen jedoch davon aus, dass sie nicht mehr schwanger werden können, sobald ihre Monatsblutung einmal ausbleibt. Dem ist nicht so – in vielen Fällen kehrt die Periode im ersten Jahr – wenn auch unregelmäßig – noch einmal wieder zurück. Dann ist die Frau auch weiterhin fruchtbar.

4. Das Sexleben kann mit den Wechseljahren auch besser werden

Die Wechseljahre werden nicht grundlos als zweite Pubertät beschrieben. Der Körper verändert sich, was sich wiederum auch auf die Psyche der Frau auswirkt. Es ist kaum verwunderlich, dass Frauen eine Zeit lang keine Lust auf Sex haben und sich mit erst einmal an die Veränderungen gewöhnen müssen. Doch dann erleben viele Frauen tatsächlich eine neue Hochphase ihrer Sexualität: Sie entdecken sich und ihre Weiblichkeit neu. Das Ende der Fruchtbarkeit muss keinesfalls das Ende des Sex-Lebens sein. Vielmehr fällt für viele Paare die Last der Verhütung ab und sie können den Geschlechtsverkehr offener und freier genießen und entdecken sogar neue Vorlieben.

5. Sex spielt eine untergeordnete Rolle

Bei manchen Frauen sinkt sie, bei anderen steigt die Libido. Die Auswirkungen der Wechseljahre sind so individuell wie jeder Mensch selbst. So oder so: Die Menopause verändert die eigene Beziehung zu Sex. Manche Menschen entdecken neue Vorlieben und Erregungen, andere hingegen haben weniger Sex und stören sich auch nicht daran. Es ist legitim, sich für ein ruhigeres Sex-Leben zu entscheiden – denn Liebe äußert sich auch in vielen anderen Dingen. Wenn Sex nach den Wechseljahren eine untergeordnete Rolle im Leben der Frau spielt, stehen andere Dinge an erster Stelle, die nicht weniger wichtig sind.

 

Weiterlesen:

Vorzeitige Menopause: Wenn die Wechseljahre mit 35 kommen

Hitzewallungen? Natürliche Hilfe in den Wechseljahren

Wechseljahre: Wir klären die wichtigsten Fragen

(ww4)

 

Kategorien: