5 Dinge, die Sie über Saftdiäten wissen müssen

5 dinge die sie ueber saftdiaeten wissen muessen
5 Dinge, die Sie über Saftdiäten wissen müssen
Foto: Thinkstock
Inhalt
  1. Höchstens zwei Wochen fasten
  2. Säfte liefern kaum Nährstoffe
  3. Muskelmasse wird angegriffen
  4. Mangelerscheinungen können noch Jahre später auftreten
  5. Unterstützung vom Experten holen

Saftdiät: Das sollten Sie wissen!

Wer in Nullkommanichts schlank sein will, greift oft zu radikaleren Maßnahmen. Dabei kann extremes, unkontrolliertes Fasten – etwa mit einer Saftdiät – dem Körper dauerhaft schaden. Die 5 wichtigsten Fakten über Saftdiäten erklärt unsere Ernährungsexpertin.

Schlank sein im Handumdrehen, das wäre doch was! Um in kürzester Zeit mit möglichst wenig Aufwand abzunehmen, schwören viele auf extreme Diäten , bei denen meist die Devise gilt: Wer nichts isst, nimmt ab. Doch solche radikalen Fastenkuren wie beispielsweise Saftdiäten, bei denen vollkommen auf feste Nahrung verzichtet wird, können im schlimmsten Fall tödlich enden.

Veronika Meier, Leiterin der Abteilung „Ernährung und Sport“ des Center of Genetic Analysis and Prognosis in Köln, verrät fünf Dinge, die Sie unbedingt über eine Saftdiät wissen sollten.

Höchstens zwei Wochen fasten

Ab welchem Zeitraum eine Saftdiät gefährlich werden kann, kommt auf die körperliche Verfassung des Abnehmwilligen an. Trotzdem sollte eine Fastenkur auf Tee- oder Saft-Basis nicht länger als zwei Wochen dauern, empfiehlt Veronika Meier.

Säfte liefern kaum Nährstoffe

„Saft liefert dem Körper außer etwas Fruchtzucker und zugesetztem Vitamin C keinerlei Nährstoffe“, erklärt die Ernährungsexpertin. So fehlen dem Körper bei einer Saftdiät nicht nur überlebenswichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, „sondern auch Energie aus Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten“.

Muskelmasse wird angegriffen

Bekommt unser Körper durch eine radikale Saftdiät dauerhaft zu wenig Eiweiß, greift er unsere natürlichen Eiweißreserven in der Muskulatur an. „Besonders gefährlich wird es, wenn auch der Herzmuskel zur Energiegewinnung herangezogen wird“, warnt die Expertin.

Mangelerscheinungen können noch Jahre später auftreten

„Mangelerscheinungen können vom Körper relativ lange kompensiert werden, ohne dass man davon etwas merkt“, erklärt die Ernährungsexpertin. Dabei reicht das Spektrum der Symptome von einem leichten Schwächegefühl bis hin zu Herz”Kreislauf-Erkrankungen, Organ- und Rückenmarksschädigungen. Sind die Nährstoffspeicher des Körpers völlig geleert, kann das sogar tödlich enden.

Unterstützung vom Experten holen

„Auf eigene Faust sollte man keine Fastenkur machen“, empfiehlt Veronika Meier. Holen Sie sich Rat beim Arzt oder Ernährungsexperten. Mithilfe einer DNA-Analyse lässt sich beispielsweise bestimmen, welche Stoffe Ihr Körper am besten verarbeiten kann. So können Sie Ihr Essverhalten dauerhaft auf gesunde Weise umstellen und obendrein dem typischen Jojo-Effekt von Extrem-Diäten vorbeugen.

Expertin

Veronika Meier (27) studierte von 2005 bis 2012 Ökotrophologie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Mittlerweile leitet sie in Köln die Abteilung „Ernährung und Sport“ des Center of Genetic Analysis and Prognosis.

Gesunde Abnehmmethoden finden Sie hier >>

Kategorien: