5 Fragen zu Naturkosmetik: Welches Siegel taugt was?

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Auf der „grünen Welle“ wollen viele mitschwimmen. Dabei ist nicht immer klar, ob man echte Bio-Qualität vor sich hat oder nicht
Foto: Corbis

Kleiner Wegweiser

Die Zukunft ist grün. Zumindest was den Kosmetikmarkt betrifft. Denn je mehr unsere Umwelt mit Schadstoffen belastet ist, umso größer wird unsere Sehnsucht nach etwas Natürlichem und Echtem. Naturkosmetik tut Haut und Seele gut. Doch nicht immer steckt in allem, was sich „Bio“ nennt, auch Bio drin: Drei Tropfen Bio-Olivenöl machen eben noch keine nachhaltige Pflege aus. Hier die wichtigsten Fakten rund um die „Grünen“ und natürlich die Naturkosmetik-Siegel.

Woran erkennt man echte Naturkosmetik?

Der Begriff „ Naturkosmetik“ ist nicht geschützt. Man unterscheidet zertifizierte Naturkosmetik mit Prüfsiegel, naturnahe Kosmetik (so viel Bio wie möglich, so viel Chemie wie nötig) und klassische Kosmetik mit Bio-Anteil. Eine gute Orientierung bieten Öko-Siegel (siehe unten). Trägt ein „Bio-Produkt“ kein Naturkosmetik-Siegel, hilft nur der Blick auf die Zutateliste.

Sie führt auf, welche Inhaltsstoffe in einem Produkt enthalten sind. Dabei entspricht die Reihenfolge der Inhaltsstoffe ihr emAnteil. Was also ganz vorn steht, von dem ist am meisten drin.

Ist vegane Kosmetik auch Naturkosmetik?

Nein, „vegan“ bedeutet nur, dass diese Kosmetikprodukte frei von tierischen Substanzen wie z. B. Bienenwachs sind. Manchmal können aber auch synthetische Rohstoffe enthalten sein. Dann handelt es sich nicht um zertifizierte Naturkosmetik.

Wo liegen die Stärken von Bio-Kosmetik?

Naturreine Öle bestehen aus einer Vielzahl von Einzelsubstanzen, die zusammen eine vielfältige Wirkung haben. So wirkt Lavendel gleichzeitig beruhigend und antiseptisch. Außerdem haben viele Öle eine hautähnliche Struktur und können daher besser von der Haut aufgenommen werden. Bio-Kosmetik punktet außerdem damit, dass sie keine Parabene (künstliche Konservierungsstoffe), Silikone oder Mineralöl enthält.

Und wo sind die Grenzen der „Grünen“?

Bei Cremes und Lotionen bleiben keine Wünsche offen, auch im Anti-Aging-Bereich. Doch aufgrund der strengen Auswahl von Rohstoffen s ind einige Produkte noch nicht machbar, wie z. B. wasserfeste Mascara, stark aufhellende Haarcolorationen oder Sonnenschutzmittel mit extra hohem Lichtschutz.

Ist Pflanzenkosmetik besser verträglich?

Bio-Pfle ge enthält zwar keine synthetischen Duft- oder Konservierungsstoffe, die Allergien auslösen könnten. Dafür aber natürliche Inhaltsstoffe , die ebenfalls ein Allergiepotenzial haben. In diesem Fall auf Serien für empfindliche Haut achten.

Naturkosmetik-Siegel: Auf diese drei ist Verlass

NATRue: Das Siegel unterscheidet drei Qualitätsstufen, je nach Bio-Anteil: Bio-Kosmetik, Naturkosmetik mit Bio-Anteil und Naturkosmetik.

eCOCeRT: Internationales Prüfsiegel, das synthetische Rohstoffe, Farb- und Duftstoffe, Tierversuche und Rohstoffe vom toten Tier verbietet.

BDIH: Das Siegel verbietet Erdölprodukte, synthetische Konservierungs-, Farb- und Duftstoffe, Tierversuche sowie Rohstoffe von toten Tieren.

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