5 Gründe, warum der Münster-Tatort ohne Professor Boerne unvorstellbar wäre

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Jan Josef Liefers ist im Doppelpack mit Axel Prahl am allerbesten . Aber stellen Sie sich mal den Kommissar ohne ihn vor!
Foto: Foto: WDR/Markus Tedeskino

Professor Boerne, darum lieben wir Sie!

Professor Karl-Friedrich Boerne ist nicht nur das Beste am Tatort aus Münster, sondern auch das Beste am Tatort überhaupt. Warum ein Fall ohne den Gerichtsmediziner möglich, aber sinnlos wäre

Ein Glück. Jan-Josef Liefers höchstpersönlich hat entwarnt. Die Gerüchte über das Aus des Münster-Tatorts, die kürzlich durchs Netz getratscht wurden , waren nur Gerüchte. Ein Ende des Tatorts aus Münster wird bestimmt irgendwann kommen. Aber eben nicht in absehbarer Zukunft. Hoffentlich heißt das genauso, dass uns Jan-Josef Liefers als Gerichtsmediziner Karl-Friedrich Boerne erhalten bleibt. Ein Münster-Tatort ohne ihn wäre möglich - aber sinnlos. Wer Fan des Gerichtsmediziners mit Garantie zu Redeüberfluss ist, kann das nur so sehen.

Wir belegen das für alle nicht ganz so Verliebten gerne mit 5 Gründen:

1. Wir brauchen Boerne, weil er als einziger im deutschen Fernsehen beweist, wie nah Arroganz und Herzenswärme beieinander liegen. Liegen können, zugegeben, denn in den meisten Tatort-Minuten sehen wir den Gerichtsmediziner von seiner erfreulich unerfreulichen Seite. Er besserwissert, doziert, nörgelt, selbstverliebt sich durch Münster. Umso schöner anzusehen, wenn Karl-Friedrich Boerne mit seinem eigenen Charakter bricht und sich als guter oder sogar verletzlicher Mensch zeigt. In der Folge "Tempelräuber" macht er die Geige eines begabten Musikschülers kaputt, weil er aus Genervtheit in ein Handgemenge mit dem Jungen gerät. Später in diesem Film schenkt er denn andererseits dem Schüler seine eigene, sehr wertvolle Geige.

2. Kommissar Thiel müsste ausziehen. Karl-Friedrich Boerne ist sein Vermieter. Einer weg, alle weg.

3. Ohne Boernes Extravaganz hätte es den erfolgreichsten Tatort seit der Wiedervereinigung nicht gegeben. Mit einer Einschaltquote von 12,99 Millionen lag im März 2013 der Fall "Summ, Summ, Summ" vor allen anderen Tatort-Folgen. Merkwürdig und in diesem Zusammenhang kurz erwähnenswert: Die zweithäufigste gesehene Folge war das Schweiger-Debüt in Hamburg, ebenfalls 2013. Jedenfalls schleppt Boerne in "Summ, Summ, Summ" ernsthaft zwei hochgiftige Bananenspinnen in seine Wohnung / sein Haus ein. Und durch die dadurch entstehenden Wohnungs-Notlösungen kommt die Handlung erst so richtig ins Rennen.

4. Wir brauchen Boerne, weil Jan Josef Liefers nicht Till Schweiger ist? Der Gag ist zu naheliegend. Tatsächlich verdanken wir viel von Boernes Glanz natürlich dem Schauspieler Liefers. Wahrscheinlich fragt er sich mittlerweile als Privatperson, wie er das Schrullige-Gerichtsmediziner-Stigma jemals wieder loswerden soll. Wussten Sie, dass ursprünglich Ulrich Noethen für die Rolle vorgesehen war? Warum genau es dann doch Liefers wurde, ist leider nicht überliefert. Nach eigener Auskunft hat Jan Josef Liefers sogar im echten Leben bei 13 Obduktionen zugesehen.

5. Seine Frau ist mit einem Therapeuten durchgebrannt. Das ist natürlich in erster Linie traurig für ihn. In zweiter aber eben sympathisch. Wir haben ein Herz für sitzen gelassene Männer. Erst recht, wenn der Trennungsgrund so psychologisch daher kommt. Außerdem sind wir uns ziemlich sicher: Wäre Karl-Friedrich Boerne ein echter Mensch, wäre er auch ein echter Mann. Und auf den stehen bekanntlich eine ganze Menge Frauen.

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