5 Gründe, warum es so schwer ist, Ordnung in der Handtasche zu halten

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Foto: Privat

Müllberge in der Handtasche: Warum wir nicht aufräumen können

Sie ist unser ständiger Begleiter: die Handtasche. Doch viele Frauen tragen nicht nur Portemonnaie oder Schlüsselbund darin, sondern auch jede Menge Müll...

Jemand Fremdes in meine Handtasche blicken lassen? Lieber nicht! Denn ich beichte es nicht gerne, aber ich bin ein echter Handtaschen-Messie! Sonst ist in meinem Leben immer alles wirklich super doll geordnet. Jedes noch so kleine Teilchen hat in meiner Wohnung seinen Platz. Akribisch räume ich fast jeden Abend auf, sodass wirklich nichts in meinen eigenen vier Wänden am falschen Ort liegt - und ich es möglicherwise nicht mehr wiederfinde...

Doch meine Handtasche wird von diesen allabendlichen Aufräumaktionen kategorisch ausgeschlossen. Dort, neben der Haustür auf einer Kommode, fristet sie ihr Dasein als private Müllhalde. Und ein schneller Blick hinein verrät: Hier wurde auch schon eine ganze Weile nicht mehr ausgemistet. Zigarettenpapier neben dem Lippenstift, durch die Wärme klebrig gewordene Bonbons neben dem Portemonnaie, alte Kassenbons zusammengeknüllt auf dem Handy. Ein jämmerliches Bild, finde ich, doch schon ist der nächste Termin (egal, ob beruflich oder privat) dran und alles Benötigte wird schnell, schnell einfach obendrauf in die Tasche gestopft...

So geht es nicht nur mir, dass weiß ich - aber warum fällt es uns Frauen oft so schwer, die simple Aufgabe zu lösen, seine Handtasche auf Vordermann zu bringen?! Hier kommen fünf Erklärungsansätze:

1. Beim Handtaschenwechsel bleibt immer Restmüll liegen. Die Handtasche passt nicht zum Outfit?! Mist, also schnell ein neues Modell her. Natürlich wird nur das Nötigste mit umgezogen. Der Müll bleibt in Handtasche Nummer 1, während Nummer 2 ausgeführt wird. Zur Arbeit am nächsten Morgen muss Handtasche 1 wieder dran glauben. Natürlich wird sie nicht ausgemistet, nur alles Wichtige von 2 in 1 gepackt. Doch in Modell 2 bleibt der Müll des Abends wieder liegen - bis sie erneut gebraucht wird...und alles Wichtige dann auf den überflüssigen Müllmist gestopft wird.

2. Die eigenen Kinder nutzen deine Handtasche als Mülleimer - aber du lebst es ihnen ja vor. Die lieben Kleinen sind echte Entdecker und Sammler. Eine Kastanie, ein hübsches Steinchen, eine schöne Blume - und schwupps verschwinden die tollen Fundstücke aus der Natur mit einer Extraladung Sand in der Handtasche. Schließlich sollen sie alle mit nach Hause in die Sammlerbüchse kommen. Doch, das tun sie natürlich nie...Monate später findet man dann die gesammelten Kunstwerke - und wird erfüllt von nostalgischen Gefühlen. Wegwerfen ist also nicht - und so bleiben Stein, Stock und Co. einfach dort, wo sie sich schon so lange wohlfühlen...

3. Die Tasche wird nie zu schwer, um sie mitzunehmen. Das Handtaschen für den Rücken nicht das Gesündeste der Welt sind, ist mittlerweile klar wie Kloßbrühe. Doch irgendwie schert sich kaum eine von uns darum. Ohne Handtasche fühlen wir uns wie nackt, irgendwas fehlt da in der Hand und man hat den ganzen Tag den Eindruck etwas Wichtiges vergessen zu haben (gerne mal ausprobieren - es ist echt schräg). Daher ist es uns egal, wie schwer und eben zugemüllt die Handtasche doch ist. Sie MUSS mit! Und dabei fühlen wir uns kein bisschen genötigt, die ein oder andere Unnötigkeit zu entfernen.

4. Wir leiden unter chronischer Zeitknappheit. Immer am Puls der Stadt, immer auf Achse, Freunde hier treffen, ein schnelles Mittagsdate mit Mama, kurz zuhause gewesen, um bequeme Schuhe anzuziehen und hin zum Mädelsabend. Ja wir sind unter Dauerfeuer - und da unsere Zeit immer knapp bemessen ist, bleibt einfach kein Platz mehr für schnöde Aufräumaktionen. Es sei denn es geht um die eigene Wohnung, diesen Termin nehmen wir uns fest vor - und setzen ihn dann auch in die Tat um.

5. Wir müssen immer und überall auf ALLES vorbereitet sein. Schließlich könnte ja eine Notfall-Situation eintreten, in der man trotzdem gut vorbereitet sein will. Wir haben dabei: Die Strumpfhose bei einer Laufmasche. Den Regenschirm, falls es doch anfängt zu tröpfeln. Mascara bei einem möglichen Heulanfall. Eine Extratüte, wenn man mehr kauft als geplant...und, und, und... Klar, dass wir die Strumpfhose auch noch mitnehmen, wenn wir gar keinen Rock tragen, den Regenschirm schleppen, obwohl kein Unwetter vorrausgesagt ist und die Extratüte dabei haben, wenn wir nicht zum Einkaufen gehen.

Mein guter Vorsatz für die Zukunft: Öfter mal die Tasche leeren, sie auch mal umdrehen und ausschütteln (unfassbar, was da manchmal noch herauspurzelt - ich dachte diesen Lippenstift hätte ich verloren), bewusst Zeit einplanen, um sie gut zu behandeln. Denn: Handtaschen sind wirklich zuverlässige Begleiter für jeden Tag, denen wir vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit schenken sollten. Sie haben es verdient!

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