6 Dinge, die Sie über die TomTom Multi-Sport Cardio wissen sollten

6 dinge die sie ueber die tomtom multi sport cardio wissen sollten
6 Dinge, die Sie über die TomTom Multi-Sport Cardio wissen sollten
Foto: PR
Inhalt
  1. Der Pulsmesser
  2. Die Bedienung
  3. Der Lauf-Modus
  4. Der Rad-Modus
  5. Der Schwimm-Modus
  6. Die App
  7. Mein Fazit

SHAPE-Test: Fitness-Tracker

Schwimmen, Radfahren, Laufen ... Der Fitness-Tracker TomTom Multi-Sport Cardio will mich bei all diesen Sportarten begleiten. Wir haben die Uhr angelegt und sie dem Härtetest unterzogen. Alles, was Sie über die Multi-Sport Cardio wissen müssen, erfahren Sie hier.

Auf die Plätze, fertig, los! Ich gehe mit der TomTom Multi-Sport Cardio an den Start . Das Nachfolgemodell der TomTom Multi-Sport, die 2013 auf den Markt kam, misst nun auch den Puls beim Sport. Was die Uhr alles kann und wo es noch hakt, verrate ich hier.

Der Pulsmesser

Wer bislang beim Sport seinen Puls messen wollte, musste sich meist zusätzlich zum Fitness-Tracker mit einem Brustgurt ausrüsten. Doch das lästige Band, das schon mal rutschen, jucken und kratzen konnte, ist für einige Hersteller bereits Geschichte. So auch für TomTom. Die Multi-Sport Cardio misst den Puls direkt am Handgelenk. Zwei LEDs an der Unterseite des Geräts durchleuchten meine Haut und die darunter liegenden Adern. So können sie über den Blutvolumenfluss meinen Puls berechnen. Experten bestätigen, dass die Uhr dabei so exakt ist wie andere Messgeräte aus der Medizin.

Unter anderem ermöglicht die Puls-Funktion ein Zonentraining, das mir genau anzeigt, bei welcher Geschwindigkeit ich meine Ausdauer trainiere oder eher Fett verbrenne. So kann ich mein Tempo dem gewünschten Effekt anpassen.

Die Pulsmessung ist aber auch unabhängig von sportlichen Aktivitäten reizvoll. Wo liegt mein Ruhepuls? Wie hoch steigt der Puls bei Start und Landung im Flugzeug? Wenn ich die TomTom Cardio trage, fällt mein Blick immer wieder interessiert auf die Pulsanzeige.

Die Bedienung

Was zunächst kompliziert aussieht, ist schnell durchschaut. Denn jeder Sport-Modus – ob Laufen, Radfahren, Schwimmen oder Laufband – ist gleich aufgebaut. Durch das Menü navigiere ich mit einer Vier-Wege-Taste unter dem Bildschirm. Durch Auf und Ab zeigt mir die Uhr bei jeder Sportart die Uhrzeit, Trainingsdauer, zurückgelegte Distanz, das aktuelle Tempo, die Durchschnittsgeschwindigkeit, verbrannte Kalorien und den aktuellen Puls an.

Während des Workouts kann ich mir Trainingsdauer, Distanz und einen individuell wählbaren dritten Wert gleichzeitig auf dem Bildschirm anzeigen lassen. So habe ich meine Leistung immer im Blick, denn der Bildschirm schaltet sich nie ab.

Der Lauf-Modus

Laufband- und Laufen-Modus unterscheiden sich in der Verwendung des GPS. Bewege ich mich innerhalb von Räumen, wo ich kein oder nur ein schwaches Signal habe, verwende ich den Laufband-Modus. Draußen habe ich mit GPS im Laufen-Modus die Möglichkeit, meine Strecke aufzuzeichnen und sie mir später auf einer Karte in der App anzuschauen.

Los geht's mit dem Training! Ich lege die Uhr an und bestimme mein Ziel: Möchte ich einfach drauflos laufen? Oder eine bestimmte Strecke oder Laufdauer erreichen? Möchte ich eine bestimmte Anzahl an Kalorien verbrennen oder durchgehend in einem vorher von mir festgelegten Tempo- oder Pulsbereich trainieren? Ich entscheide mich dafür, meine Ausdauer zu trainieren und laufe los.

Ab jetzt gibt mir die Uhr akustisch, optisch und haptisch Feedback, ob ich zu langsam oder zu schnell laufe. Anfangs werfe ich noch bei jedem Vibrieren einen Blick auf die Uhr und sehe anhand eines Pfeils oder Kreises, ob ich das Tempo steigern oder zügeln muss oder ob ich in der richtigen Geschwindigkeit unterwegs bin. Nach einer Weile weiß ich aber auch die unterschiedlichen akustischen Signale für „zu langsam“, „zu schnell“ und „genau richtig“ zu deuten und spare mir den Blick aufs Display.

Coole Zusatzfunktion: Ich kann gegen mich selbst zum Wettrennen antreten. Hierzu wähle ich die Daten eines früheren Laufs aus und los geht’s. Auf dem Display erkenne ich anhand zweier Pfeile (Ich und früheres Ich), ob ich mehr Gas geben muss, um meinen alten Wert zu schlagen, oder ob ich im Hier und Jetzt die Nase vorn habe.

Der Rad-Modus

Der Radfahr-Modus ähnelt dem Laufmodus. Hier gebe ich erst mal die Größe meines Rads ein und starte dann ebenfalls im gewünschten Trainingsprogramm. Auch diesmal weckt die Wettkampf-Option meinen Ehrgeiz und ich versuche, mich im Rennen gegen mein früheres Ich kontinuierlich zu steigern. Wie im Lauf-Modus ist auch hier besonders praktisch, dass ich die Aufnahme pausieren kann – wenn ich zum Beispiel an einer Ampel halte.

Bin ich zu einem Treffen oder zur Arbeit unterwegs und will nicht verschwitzt und abgehetzt ankommen, gebe ich einen bestimmten Pulsbereich an. So achtet die TomTom Multi-Sport Cardio darauf, dass ich mich beim Fahren nicht zu sehr anstrenge.

Der Schwimm-Modus

Beim Test in der Schwimmhalle zeigt die TomTom Multi-Sport Cardio ihre Schwächen. Am Ende meiner ersten Testphase stehen stolze 120 Bahnen auf dem Display der Uhr. Dabei bin ich ehrlich gesagt nur 20 geschwommen. Auch die Distanz-Anzeige ist fehlerhaft. Durch Vibration soll mir die Uhr signalisieren, wenn ich einen Kilometer zurückgelegt habe. Das habe ich allerdings laut Multi-Sport Cardio schon nach zwölf Bahnen, also 600 Metern, geschafft. Schön wär’s …

Letzte Chance: Der Fitness-Tracker soll mir anzeigen, wann ich 500 Kalorien verbrannt habe. Allerdings zählt er schon fleißig los, wenn ich nur am Beckenrand stehe und mich nicht bewege. Verbrannte Kalorien? Leider nur auf dem Display. Somit fällt der Schwimm-Modus in meinem Test durch. Älteren Testberichten zufolge hatte er bereits im Vorgängermodell so seine Macken. Schade, dass hier keine echten Verbesserungen vorgenommen wurden.

Die App

Für eine übersichtliche Darstellung übertrage ich meine Trainingsdaten via Bluetooth oder Kabel an die „TomTom MySports“-App auf meinem Smartphone oder Tablet. Dort veranschaulicht mir eine Karte meinen zurückgelegten Weg, drei Kurven-Diagramme zeigen jeweils mein Tempo, den Anstieg und meinen Puls.

Tippe ich beispielsweise auf die höchste Stelle meiner Puls-Kurve, zeigt mir die App auf der Karte genau an, an welcher Stelle mein Puls in die Höhe geschossen ist. So kann ich mein Training im Nachhinein perfekt analysieren. Leider kann ich die App nur online und nicht offline verwenden.

Mein Fazit

Empfehlenswert! Trotz umfangreicher Funktionen lässt sich die TomTom Multi-Sport Cardio in kürzester Zeit intuitiv bedienen. Da sich der Bildschirm beim Sport nicht abschaltet, kann ich durch einen kurzen Blick aufs Handgelenk sofort die wichtigsten Werte ablesen. Dank Pulsmessung lässt sich das Training noch besser an meine Bedürfnisse anpassen und im Nachhinein mithilfe der App analysieren.

Die Multi-Sport Cardio trage ich nicht wie einen Schrittzähler den ganzen Tag, sondern setze sie gezielt bei sportlichen Aktivitäten ein. Ein Blick auf den Puls kann aber auch zwischendurch interessant sein.

Leider ist der Fitness-Tracker für Schwimmer meiner Meinung nach ungeeignet. Wer die Uhr nicht unbedingt fürs Radfahren braucht, legt sich am besten die günstigere Variante TomTom Runner Cardio um 270 Euro zu, die sich auf die Funktionen „Laufen“ und „Laufband“ beschränkt. Die Multi-Sport Cardio gibt’s um 300 Euro.

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