Wichtige Tipps und Infos6 Fakten über Hämorrhoiden, die du noch nicht wusstest

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Hömorrhoiden sind noch immer ein Tabu-Thema.
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Tabu-Thema Hämorrhoiden

Jeder von uns hat sie, doch sprechen tut keiner über sie: Hämorrhoiden. Wir räumen mit dem Tabu-Thema auf und verraten dir 6 Fakten, die du garantiert noch nicht über Hämorrhoiden wusstest!

1. Jeder hat sie!

Hämorrhoiden. Allein das Wort bereitet vielen Frauen schon ein unangenehmes Gefühl. Dabei hat sie jeder von uns, denn bei Hämorrhoiden handelt es sich zunächst einmal schlichtweg um die normalen Gefäßpolster aus Venen und Adern. Diese dienen am Ende des Mastdarms dem Feinverschluss unseres Afters – und sind damit prinzipiell nützlich. Erst wenn die Hämorrhoiden anschwellen und sich daraufhin nach außen stülpen, werden sie für uns zum schmerzhaften Problem.

2. Fast jedem bereiten sie einmal Probleme

Mehr als 70 Prozent der Deutschen bereiten die Hämorrhoiden mindestens einmal in ihrem Leben Beschwerden, doch fast keiner von ihnen spricht unbefangen über sein Leiden. Vorzustellen sind sich die Gefäßpolster wie Krampfadern – und wie bei ihnen sind Frauen deutlich häufiger betroffen als Männer. Hauptursache für vergrößerte Hämorrhoiden ist nämlich eine Bindegewebsschwäche. Doch auch Übergewicht, Bewegungsmangel, Verstopfung und Ernährung spielen eine Rolle.

3. Zaubernuss wirkt Wunder

Vergrößerte und nach außen gestülpte Hämorrhoiden verursachen unangenehme Beschwerden. Es juckt und brennt, der Stuhlgang wird zur Tortur. Wenn die Gefäße bei zu großem Duck platzen, kommt es zudem zu Blutungen. Es ist also klar, dass jeder Betroffene die Symptome so schnell wie möglich wieder loswerden möchten. Hier kann die Zaubernuss helfen, die genauso magisch wirkt, wie sie klingt. Die in ihrer Hamamelisrinde enthaltenen Gerbstoffe haben eine entzündungshemmende Wirkung und sorgen für schnelle Linderung. Des Weiteren bilden die pflanzlichen Wirkstoffe eine Schutzschicht am After, stillen Juckreiz und Blutung und wehren Bakterien ab – ein Wundermittel also!

Zu erhalten ist das Präparat als Salbe oder Zäpfchen in der Apotheke. Weiterhin helfen können Sitzbäder und Ringelblumensalbe, sowie eine ballaststoffreiche Ernährung, die die Verdauung fördert und unangenehmes Pressen vermeidet.

 

4. Ignorieren hilft nicht

Hämorrhoiden lassen sich nicht gedanklich verdrängen. Unbehandelt verschlimmern sie sich sogar. Spätestens jetzt, nachdem wir wissen, dass die Gefäßpolster etwas ganz Natürliches sind, sollten wir uns nicht mehr vor dem Ganz zum Arzt scheuen. Ihr könnt euch sicher sein: Für Mediziner sind geschwollene Hämorrhoiden mehr als alltäglich und kein Grund zur Scham. Klingen die Beschwerden nach Eigenbehandlung nicht ab, sollte ein Termin beim Hausarzt oder Proktologen vereinbart werden. Dieser hat verschiedene Möglichkeiten: Er kann überschüssiges Gewebe mittels Ultraschall, Kälte oder Erwärmung veröden.

5. Es gibt Anal-Tampons

Ja, Tampons sind nicht nur etwas für Frauen während ihrer Periode . Es wurden spezielle Produkte entwickelt, die mit dem Wirkstoff Lidocain gegen Brennen und Juckreiz helfen. Die Tampons werden bei geschwollenen Hämorrhoiden in den After eingeführt, wo sie vor Ort wirken können.

6. Beckenbodentraining hilft

Auch wenn wir nun wissen, dass Hämorrhoiden ganz normal und damit eigentlich kein Tabu-Thema sind, wünscht sich trotzdem keiner die vergrößerten Gefäßpolster. Zur Vorbeugung kann Beckenbodentraining helfen! Deswegen nehmen wir uns diesem Workout sogar gerne an: Zehnmal täglich den Schließmuskel einige Sekunden kräftig anspannen und anschließend wieder lockern.

(ww4)

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