6 Zeichen dafür, dass du dich zu sehr aufopferst - und wie du damit aufhörst

zu sehr aufopfern
Schneid die Fäden ab, du bist niemandes Marionette
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Schluss mit Aufopfern: Jetzt bin ich mal dran!

Merkst du, dass es in deinem Leben mehr um andere geht, als um dich selbst? Dass du dich zu sehr aufopferst? Dass du ausgenutzt wirst? So befreist du dich davon.

Wenn einem etwas wichtig ist, dann zeigen wir gerne Einsatz. Natürlich. Doch wenn von den anderen irgendwie gar nichts kommt und es einem auch keiner dankt, beginnen wir zu zweifeln: "Mach ich zu viel?"

Immer wieder sind wir für andere da, helfen, wo wir nur können - bis wir gar nicht mehr wissen, wo uns der Kopf steht. "Wo bleibe ich selbst eigentlich? Wer kümmert sich um mich?"

Sich immer wieder für andere aufzuopfern macht auf Dauer krank.

Aber warum opfern wir uns eigentlich so auf? Weil sich nur zu oft eine Stimme in uns zu Wort meldet, die Psychologen den "inneren Richter" nennen. Er sagt Dinge wie "Du bist doch nicht so wichtig. Du musst eine liebevolle Mutter, eine gute Hausfrau, die beste Freundin, eine vorbildliche Kollegin sein!" Oder "Du musst das jetzt machen, sonst mögen dich die anderen nicht mehr." Doch wie geht man mit dieser inneren Stimme um?

6 Zeichen dafür, dass du dich zu sehr aufopferst - und was du dagegen tun kannst

1. Du setzt die Bedürfnisse der anderen über deine eigenen

Die Situation: Du hältst die Tür vom Fahrstuhl so lange für andere auf, bis du selbst keinen Platz mehr darin hast. Du schneidest solange anderen ein Stück vom Kuchen ab, bis für dich selbst kein Stück mehr übrig bleibt. Du bist immer darauf bedacht, dass es allen gut geht. Allen? Nein, denn du vergisst dich selbst. Du bist so sehr damit beschäftigt, dass es allen gut geht, dass dein eigenes psychisches und körperliches Wohlbefinden mit der Zeit darunter leidet.

Die Lösung: Du musst dir selbst klar machen, dass es nicht selbstsüchtig ist, wenn du deine eigenen Bedürfnisse mal den Vorzug gibst. Wenn du dich selbst immer klein und mit der Zeit auch schwach machst, kannst du anderen auch nicht helfen. Um anderen helfen zu können, musst du zuerst dir selbst helfen.

2. Du hast Angst vor Zurückweisung

Die Situation: Die Meinung der anderen ist dir sehr wichtig, du möchtest möglichst allen gefallen, nicht anecken. Du möchtest nicht ausgeschlossen werden und mit deiner Hilfsbereitschaft ein wichtiger Bestandteil der Gruppe sein. Du hältst deine Meinung lieber zurück, bevor du jemand anderem auf die Füße trittst.

Die Lösung: Menschen, die keinen Wert auf deine Meinung legen, sind deine Freundschaft nicht wert. Menschen, die sich lieber mit Menschen umgeben, die ihnen keine Widerworte geben, sind kein guter Umgang - und sie werden dir auch nichts bringen. Denn egal wie hilfsbereit du bist, irgendwann, wenn du deine Grenzen erreicht hast, reichst du nicht mehr und wirst von ihnen ersetzt. Suche lieber Menschen, die deinen wahren Wert als individuelle Persönlichkeit erkennen und zu schätzen wissen. Keine Angst, du wirst nicht alleine enden: Wenn du Ballast abwirfst und das Leben genießt, ziehst du ganz schnell die richtigen Menschen an. Denn andere möchten mit Menschen zusammen sein, die das Leben genießen können - denn das steckt an.

3. Wenn jemand dir einen Gefallen tun möchte, lehnst du ab

Die Situation: Es gibt sie noch: Menschen, die deinen Wert erkennen und dir etwas zurückgeben, bzw. abnehmen möchten. Doch du lehnst ab. Du hast das Gefühl, das nicht verdient zu haben. Oder du möchtest nicht die Kontrolle verlieren - denn wenn jemand anderes etwas für dich tut, dann gibst du Kontrolle ab.

Die Lösung: Verrenne dich nicht in einen Kreislauf. Einerseits merkst du, dass du dir zu viel aufbürdest, andererseits möchtest du aber nichts an der Situation ändern. Hier ist die Erkenntnis der erste Weg zur Besserung. Lass los. Schenke Vertrauen.

4. Hilfsbedürftige Menschen fühlen sich von dir angezogen

Die Situation: Es liegt in der Natur des Menschen, dass er sich von denjenigen angezogen fühlt, die ihm geben, was er braucht. Darum suchen sich hilfsbedürftige Menschen auch hilfsbereite Menschen. Und darum bist du ein Magnet für sie. Menschen, die sich gerne von anderen Menschen "bedienen" lassen, möchten sich nicht ändern. Sie bekommen doch, was sie wollen und damit super durchs Leben - wenn sie so hilfsbereiten Menschen wie dir begegnen. Diese Menschen saugen dich aus, bis nichts mehr übrig bleibt, das ihnen nützt.

Die Lösung: Stelle Grenzen auf, die du anderen klar vermittelst. Ja, ich helfe dir dabei deine Geburtstagsfeier zu organisieren, aber nein, sie wird nicht in meiner Wohnung stattfinden. Ja, ich kann einen Kuchen zur Betriebsfeier mitbringen, aber die Getränke kann jemand anderes besorgen. Du stellst diese Grenzen aus Gründen auf, die dir wichtig sind und es ist nicht fair, wenn diese Grenzen nicht respektiert werden.

5. Deine Hilfe wird als selbstverständlich angesehen

Die Situation: Kein Wunder, dass man von dir immer wieder Einsatz und Aufopferung erwartet. Denn die anderen werden von dir ja nie enttäuscht. Vollkommen selbstverständlich wirst du ausgenutzt und immer wieder um etwas gebeten (wenn es sich nicht sogar "ganz selbstverständlich" einfach genommen wird).

Die Lösung: Mache darauf aufmerksam, was der Gefallen für ein Aufwand für dich war. Hilft nichts? Dann distanziere dich von so rücksichtslosen Menschen. Du brauchst Kraft, um zu wachsen und wenn man sie dir raubt, kannst du es nicht.

6. Du weißt gar nicht, wie du Nein sagen kannst

Das Problem: Du erkennst dich in den Punkten oben wieder, du merkst, wie sehr du dich für andere verausgabst und selbst dabei auf der Strecke bleibst. Doch aller Anfang ist schwer. Wie sagst du richtig nein?

Die Lösung: Eine Absage fällt leichter, wenn du sie freundlich begründest. Nenne ruhig, was du eigentlich anderes zu tun hast. Und wenn du nur sagst "Ich hatte echt stressige Tage, ich brauch mal Zeit für mich." dann hat dein Gegenüber das zu verstehen. Oder verneine nur teilweise: "Heute geht's zwar nicht, nächste Woche aber vielleicht." So zeigest du anderen Schritt für Schritt deine Grenzen.

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Stärke dein Selbstbewusstsein, indem du häufiger mal etwas nur für dich machst. Mehr dazu im Video:

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