Alkoholismus7 Anzeichen dafür, dass Dein Partner wohlmöglich ein Alkoholproblem hat

Genuss oder Abhängigkeit?
Genuss oder Abhängigkeit?
Foto: iStock // mihailomilovanovic

Du fragst Dich öfter, ob die Trinkgewohnheiten Deines Partners normal oder vielleicht doch ein Zeichen für größere Probleme sind? Es gibt ein paar Schlüsselfaktoren, die Dir helfen können, den Alkoholkonsum Deines Partners besser einschätzen zu können und wir verraten Dir, welche es sind!

Menschen, die eine gesundes Verhältnis zum Alkohol haben, trinken nicht allzu oft und vor allem nicht im exzessiven Stil. Alkoholiker verhalten sich deutlich anders. Sie sind sowohl physisch als auch psychisch abhängig vom Konsum und können, sobald sie einmal angefangen haben, nicht mehr aufhören zu trinken. 

Prinzipiell kann jeder - egal wie gesund und glücklich das Leben ansonsten sein mag - zum Alkoholiker werden. Wenn Du das Gefühl hast, dass Dein Partner eventuell ein Alkoholproblem hat, Du dir aber unsicher bist, ob Du mit deiner Vermutung richtig liegst, dann können Dir die folgenden 7 Anzeichen für einen Alkoholismus möglichweise dabei helfen, Dir Klarheit zu verschaffen.

1. Er trinkt, um glücklicher zu sein

Kein Zweifel, ein bisschen Alkohol hebt auf angenehme Art die Stimmung. Wenn sich Dein Partner allerdings auf ein ganzes Six Pack stürtzt, um sich besser zu fühlen, dann kann es gut sein, dass er größere Probleme hat.

2. Er trinkt, um betrunken zu werden 

Wenn Du feststellst, dass es Deinem Partner ständig darum geht, sich bis zum Rausch zu betrinkt und er häufig den Wunsch äußert, möglichst schnell betrunken zu werden, dann ist das ein Zeichen für das Verhalten eines Alkoholikers.

3. Er hat eine alamierend hohe Toleranzgrenze

Für die meisten Menschen bestimmen Geschlecht, Gewicht und Ernährung, wie viel Alkohol sie konsumieren können. Die Toleranzgrenze eines Alkoholikers wächst hingegen mit dem Alkoholkonsum. Das kann zu schwerer Abhängigkeit, Organschäden und sogar zum Tod führen. Wenn Dein Partner also eine relativ große Menge Alkohol trinken kann und dabei immer noch relativ normal wirkt, kann das ein Zeichen dafür sein, dass der Körper die Toleranzgrenze bereits auf das Niveau eines Alkoholikers angepasst hat.

4. Trinken steht für ihn an erster Stelle

Seine erste Priorität ist es, sich zu betrinken. Außerdem bleibt er lieber alleine, um zu trinken anstatt Zeit mit seinen Freunden oder Dir, seiner Partnerin, zu verbringen. Wenn das so ist, spricht das ziemlich eindeutig dafür, dass er ein Alkoholproblem hat. Dieses Zeichen signalisiert die Notwendigkeit einer professionellen Hilfe. Sprich deinen Partner behutsam auf deine Sorgen an und biete ihm Deine Unterstützung an, wenn er sich dazu bereit erklärt, sich seinem Problem zu stellen. 

5. Er schleicht umher

Wenn er Dir sagt, dass er länger bei der Arbeit bleiben muss, dann aber völlig betrunken nach Hause kommt, dann ist er wohlmöglich auf dem Weg zum Alkoholismus - oder bereits angekommen. Die Unerhlichkeit Deines Partners über die Häufigkeit und die Mengen, die er trinkt, kann viel mehr kaputt machen als seine ausufernden Besäufnisse, weil dadurch das Vertrauen zwischen Euch extrem leidet. Sprich Deinen Partner darauf an und frag ihn, warum er unehrlich zu Dir ist und teile ihm Deine Bedenken mit.

6. Er zeigt Symptome des Entzugs

Wenn dein Partner Entzugserscheinungen, wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Zittern, Angst, Reizbarkeit, Halluzinationen oder Krämpfe aufweist, weil er seinem Körper keinen Alkohol zugeführt hat, dann solltest Du sofort Hilfe suchen. Krampft oder halluziniert er, ruf unbedingt einen Krankenwagen.

7. Er gibt nicht zu, dass er ein Problem hat

Einen Fortschritt kann es nur geben, wenn Dein Partner dazu bereit ist, sich sein Problem einzugestehen. Wenn er das nicht tut, musst Du Dir klar machen, dass es nicht in deiner Verantwortlichkeit liegt ihm zu helfen, wenn er nicht will. Es ist Dein Partner, der den ersten Schritt aus freien Stücken machen muss. Ist er gar nicht dazu bereit an sich zu arbeiten, sollte über eine professionelle Intervention nachgedacht werden.

Wenn Du dir eine fachkundige Meinung einholen möchtest, wende Dich an die BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung). Dort kannst Du nach einer Suchtberatungsstellen in Deiner Nähe suchen und Kontakt aufnehmen, um Dich beraten zu lassen und Deine Ängste und Sorgen offen zu legen.

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