7 Dinge, die Sie NIE von anderen erwarten sollten

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„Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von anderen. So wird dir viel Ärger erspart bleiben.“ Konfuzius (chinesischer Philosoph)
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Diese Erwartungen können Sie sich getrost sparen

Schon Benjamin Franklin – einer der Gründerväter Amerikas – wusste: „Nichts schmerzt so sehr, wie fehlgeschlagene Erwartungen.“

Doch bis heute erwarten wir ständig etwas von unseren Mitmenschen – und werden nicht selten enttäuscht. Wir erwarten, dass unsere Kinder von allein ihr Zimmer aufräumen und dass unser Partner immer für uns da ist. Wir erwarten, dass unser Chef unsere Leistung mit Geld würdigt und unsere Freunde immer Verständnis für uns haben.

Irgendwo lauert nun mal immer eine Erwartung in uns, die viel zu häufig unerfüllt bleibt. Das frustriert, schmerzt, enttäuscht uns – wir sind schlicht unzufrieden mit der Gesamtsituation, wie es so schön heißt.

Doch das muss nicht sein! Eine Erwartungshaltung aufzubauen, können wir uns abgewöhnen. Im Grunde sind es bloß 7 Grund-Situationen, in denen wir Erwartungen stellen:

1. ERWARTEN SIE NICHT, dass jeder ihren Standpunkt vertritt!

Jeder hat es verdient, ein Leben zu führen, an dem er sich erfreut. Sie sollten Ihr Leben also niemals nach der Meinung anderer richten. Sie sind nicht auf der Welt, um die Erwartungen anderer zu erfüllen – genauso wenig, wie andere Menschen dafür da sind, Ihre Erwartungen zu erfüllen. Je mehr Sie von Ihrem eigenen Standpunkt, ihrer eigenen Lebensweise überzeugt sind, desto weniger werden Sie dafür die Bestätigung anderer brauchen. Folgen Sie Ihrer eigenen Intuition, gehen Sie Ihren eigenen Weg – ganz gleich, wie verrückt es sich auch anfühlen mag (oder sogar wirklich ist). Lassen Sie sich nicht von anderen dadurch entmutigen, dass sie Ihre Meinung nicht teilen oder auf ganz andere Weise als Sie ihre Ziele erreichen. Halten Sie an Ihrem Standpunkt fest – aber ohne zu erwarten, dass Sie dadurch die Meinung anderer jemals ändern werden.

2. ERWARTEN SIE NICHT, dass andere Sie mehr respektieren, als sie sich selbst respektieren!

Wahre Größe kommt von Innen, wie es so schön heißt. Soll heißen: Glauben Sie selbst an sich, vertrauen Sie sich. Erwarten Sie nicht von anderen diese Liebe, Aufmerksamkeit und diesen Respekt, den nur Sie sich selbst geben können. Klar sollte man mit anderen respektvoll umgehen – aber viel wichtiger ist es, sich selbst respektvoll gegenüber zu treten, einfach nett zu sich selbst zu sein. So werden Sie fröhlicher sein (und es auch ausstrahlen). Sie werden bemerken, dass Ihre Mitmenschen es entweder a) Ihnen gleich tun oder b) aus Ihrem Leben verschwinden werden. Fakt ist: Beide Möglichkeiten werden dafür saorgen, dass es Ihnen gut geht!

3. ERWARTEN SIE NICHT, von anderen gemocht zu werden!

Es gibt wohl keinen Menschen auf der Welt, den jeder mag. Jeder kennt mindestens eine Person, die es eben nicht tut – möge jemand noch so nett sein. Doch genauso wenig gibt es einen Menschen, der nicht von mindestens einem anderen gemocht, wenn nicht sogar geliebt wird. Von jemandem nicht gemocht zu werden, ist also kein Grund, sich weniger wertvoll zu fühlen. Verbringen Sie viel Zeit mit den Menschen, die Sie mögen, statt an die zu denken, die Sie nicht mögen, Sie womöglich kritisieren. Die Devise lautet: Lächeln, ignorieren, weitergehen. Es mag schwer erscheinen in einer Welt, die vor Mainstream nur so wimmelt und jeder, der aus dem vorgegeben Schema F herausfällt, rasch belächelt oder kritisiert wird. Lassen Sie sich davon nicht verunsichern und versuchen Sie schon mal gar nicht, Ihre Individualität dafür ans Kreuz zu hängen. Diese Eigenschaften, die Sie von anderen unterscheiden und womöglich dazu beitragen, dass Sie bei einigen Menschen anecken, sind gerade diejenigen Eigenschaften, die Sie für andere so liebenswert machen!

4. ERWARTEN SIE NICHT von anderen, dass sie sich Ihnen anpassen!

Jemanden zu lieben und zu respektieren heißt, ihm zu gewähren, er selbst zu sein. Erst wenn man aufhört, den anderen ändern zu wollen, lernt man ihn so wert zu schätzen, wie er ist. Respektieren Sie die Menschen dafür, dass sie so sind wie sie sind – und nicht dafür, wie Sie sie haben wollen. Jeder ist einzigartig, hat seine eigenen Macken und Eigenheiten – doch gerade die machen ihn außergewöhnlich und bemerkenswert. Nehmen Sie sich die Zeit, jemanden näher kennen zu lernen. Je besser Sie jemanden kennen, desto besser können Sie hinter seine Fassade schauen und ihn (und seine Eigenheiten) nachvollziehen.

5. ERWARTEN SIE NICHT, dass andere Ihre Gedanken lesen!

Menschen können keine Gedanken lesen – basta! Niemand ausser Ihnen weiß, was in Ihrem Kopf (oder Herzen) vorgeht, wenn Sie es nicht laut aussprechen. Ihr Partner weiß nicht, dass sein letzter Kommentar Sie verletzt hat und Ihr Chef nicht, dass Sie an einer neuen Herausforderung interessiert sind, wenn Sie Ihre Gedanken nicht offenbaren. So einfach es auch klingen mag – so einfach ist es auch: Das Leben in einer Gesellschaft dreht sich um (regelmäßige) Kommunikation. Machen Sie bei Bedarf ruhig den ersten Schritt, seien Sie es, die etwas als Erste an- oder ausspricht. Sie werden überrascht sein, auf wie viel positive Resonanz Sie stoßen werden.

6. ERWARTEN SIE NICHT, dass sich jemand ändert!

In 99 Prozent der Fälle gilt: Sie können einen anderen Menschen nicht ändern – und Sie sollten es gar nicht erst versuchen! Und was, wenn eine Eigenheit Sie so extrem stört, dass Sie es nicht mehr aushalten? Die Lösung ist ganz einfach: Entweder Sie lernen, mit der Marotte des anderen zu leben, oder Sie leben ohne diese Person. Es klingt härter als es ist. Denn es gilt: Menschen verändern sich nur aus sich selbst heraus. Wenn Sie jemanden darin bestärken so zu sein, wie er ist, wird er sich auf seine Weise zum Besseren verändern – aber eben nicht, wie SIE es wünschen, sondern eben so, wie sich jeder Mensch im Laufe der Zeit nun mal verändert. Das einzige, was Sie selbst an jemand anderem ändern können, ist Ihr eigenes Bild von ihm.

7. ERWARTEN SIE NICHT, dass es anderen immer gut geht!

Alle Menschen haben ähnliche Träume und Bedürfnisse, stellen sich ähnlichen Konflikten und Problemen im Leben. So zufrieden andere Menschen auf Sie auch wirken mögen: Sie leben das gleiche Leben wie Sie. Sie kämpfen mit den gleichen Alltagsproblemen wie Sie. Und schlechte Erfahrungen haben auch andere Menschen im Leben schon gemacht.

Der Unterschied zwischen dem zufrieden wirkenden Menschen und Ihnen ist womöglich nur der, dass er seine Nöte und Unsicherheiten besser bewältigt. Nur weil jemand lächelt, heißt es noch lange nicht, dass es ihm gut geht, geschweige denn, besser als Ihnen. Diese Menschen, die wir für ihre Zufriedenheit bewundern, schaffen es nicht etwa, keine Probleme zu haben – sie lösen sie womöglich nur anders oder verstecken sie hinter einem freundlichen Lächeln und gescheitem Auftreten, statt ihr Unwohlsein nach außen zu tragen.

Wie können auch Sie es schaffen, fragen Sie sich? Indem Sie sich – wie diese Menschen – auf das Gute fokussieren. Bieten Sie anderen Menschen Ihre Unterstützung an und nehmen Sie die anderer dankend entgegen. Wenn Ihnen das klar wird, antworten Sie auf die Floskel „Wie geht es dir?“ nicht mehr mit der Floskel „Gut.“ Sondern vielleicht auch mal mit „Im Moment nicht so gut, weil…“. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Gegenüber sich ähnlich fühlt oder schon mal fühlte, ist höher als Sie denken.

Und denken Sie immer daran, was Oscar-Preisträger und Drehbuchautor Mel Brooks gesagt hat:

„Hoffe das Beste, erwarte das Schlimmste. Das Leben ist ein Theaterstück, und wir haben alle nicht geprobt.“

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