7 Fakten, die Sie über Soja wissen sollten

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Gesund essen

Drei Millionen Frauen verzichten in Deutschland mal mehr, mal weniger auf Fleisch, Milch- und Käseprodukte. Und gemäß dem Prinzip, dass die Nachfrage das Angebot bestimmt, hat die Lebensmittelindustrie darauf reagiert und das Alternativangebot auf pflanzlicher Basis, wie z.B. mit Soja vergrößert.

Das Besondere an Sojabohnen ist ihr hoher Eiweißgehalt (38%), dessen Qualität mit dem von tierischem Eiweiß vergleichbar ist. Aufgrund der hohen Nachfrage wurden 2010 bereits circa 261 Millionen Tonnen produziert, während es 1960 noch ca. 17 Millionen Tonnen Soja waren. Tendenz weiter steigend.

Der deutsche Vegetarierbund gibt als beliebteste Ersatzprodukte Tofu (Sojaquark) und Tempeh (fermentierte Sojamasse) an. Und auch die Sojamilch ist u.a. für Allergiker (z.B. Laktoseintoleranz) ein willkommener Ersatz, da die Milch keinen Milchzucker enthält und damit besser verträglich ist.

Wie bereits erwähnt, haben Sojabohnen einen hohen Eiweißgehalt (38%), dessen Qualität mit dem von tierischem Eiweiß vergleichbar ist.

Damit ist Soja ein sehr nahrhafter und sättigender Fleischersatz und die in Soja enthaltenen Ballaststoffe wirken sich gesund auf unseren Darm aus.

Trotz der Nahrhaftigkeit und der gesunden Wirkung wollen neue Studien belegen, dass Soja doch nicht so gesund ist, wie behauptet wird. Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) empfiehlt den Verzehr von max. 25 g Sojaprotein täglich nicht zu überschreiten.

Soja enthält die sogenannten Isoflavone, die zur Gruppe der sekundären Pflanzenfarbstoffe (Flavonoide) gehören. Flavonoide stehen im Verdacht, sich auf die Schilddrüsenhormonproduktion negativ auszuwirken und Kröpfe auszulösen. Und auch die bisherige Annahme, dass sich Flavonoide positiv auf Wechseljahres- und Altersbeschwerden auswirkt, ist nach derzeitigem, wissenschaftlichen Stand nicht ausreichend gesichert.

Sojamehl hat aufgrund seines hohen Eiweiß- und Fettgehaltes den Vorteil wie normales Weizenmehl beim Backen verwendet werden zu können.

Bitte unbedingt im Kühlschrank aufbewahren, da es ansonsten schnell ranzig wird!

Hohe Lebenserwartung und geringes Brustkrebsrisiko - seit Langem besteht die Annahme, dass Asiatinnen, die häufig bzw. vermehrt auf Sojaprodukte zurückgreifen, gesünder und länger leben. Warum? Neben den Flavonoiden enthält die Sojabohne Phytoöstrogene.

Diese sekundären Pflanzenstoffe besitzen die strukturelle Ähnlichkeit des weiblichen Sexualhormons Östrogen und können wegen ihrer Ähnlichkeit an die sog. Estrogenrezeptoren binden. Aufgrund dieser Eigenschaft wird Phytoöstrogenen die Fähigkeit nachgesagt als Hormonersatztherapeutika einsetzbar zu sein und u.a. das Osteoporose-Risiko zu senken.

Doch es soll auch negative Wirkungen geben. Unfruchtbarkeit, Entwicklungsstörungen, Allergien, Menstruationsproblematiken und die Steigerung für bestimmte Krebsarten aufgrund der Einnahme von Phytoöstrogenen sind mögliche Gesundheitsrisiken.

Die Berliner Charité hat gerade eine Studie herausgegeben, die beweist, dass die antioxidative, entzündungshemmende Wirkung der Tee-Katechine durch Kuhmilch gehemmt wird.

Da Sojamilch das Milchprotein Kasein fehlt, ist diese Milchsorte die beste Alternative, wenn Sie gern Schwarztee mit einem Schuss Milch genießen.

Sollten Sie auf Birkenpollen allergisch reagieren, dann passen Sie bei Sojaprodukten besser auf. Denn das wichtigste Allergen der Birkenpollen ist einem in Soja enthaltenen Protein sehr ähnlich. Aufgrund dessen kann es für Allergiker bei dem Genuss von Soja zu Atemnot, Ausschlag, Erbrechen oder sog. einem anaphylaktischem Schock (Akutreaktion des menschlichen Immunsystems auf chemische Reize mit tödlichem Kreislaufversagen) kommen.

Deshalb empfehlen wir allen Allergikern, den Verzehr von Eiweißpulvern und Getränke mit Sojaprotein-Isolat zu vermeiden. Hier ist die Proteinkonzentration sehr hoch. Stark erhitzte Sojaprodukte dagegen enthalten nur wenig davon.

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