7 Tipps zum Schön-Schlafen: So einfach geht's

schlafen macht schoen
Schlafen macht uns schön. Aber warum eigentlich?
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Eigentlich weiß jeder: Schlafen macht schön. Aber warum ist das eigentlich so? Und stimmt dieser Mythos so tatsächlich oder muss man auch beim Schön-Schlafen etwas beachten? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen udn erklären Ihnen wie Sie Ihre Zellen nachts unterstützen können.

1 Warum macht Schlafen eigentlich schön?

Schlafen ist ein Zustand äußerer Ruhe, im Inneren des Körpers herrscht jedoch reger Betrieb. Die Hautzellen sind stärker durchblutet, die Zellteilung läuft um ein Vielfaches schneller. Die Haut ist auf Regeneration getrimmt. Jetzt sind andere Gene angeschaltet als während des Tages. Insofern ist die Aufnahme von Wirkstoffen aus Pflegeprodukten nachts begünstigt.

Wer eine glatte, unkomplizierte Haut hat, darf sie abends auch mal leer ausgehen lassen. Fettarm-trockene Haut ist dagegen besonders dankbar für Nachtpflege.

2 Kann man als Nachtpflege auch die Tagescreme verwenden?

Wenn die Tagescreme zum Hauttyp passt, kann man sie natürlich auch abends vorm Schlafengehen verwenden. Zu beachten ist jedoch: Tagescremes mit integriertem UV-Schutz sind als Nachtpflege nicht zu empfehlen. Dieser chemische Filter ist während der Nacht nicht nur überflüssig, sondern kann die Haut zudem unnötig belasten, da er durch die größere Durchlässigkeit der Hautbarriere in tiefere Schichten eindringt. Viele Pflegeserien bieten deshalb für Tag und Nacht Variationen mit und ohne UV-Schutz an (z. B. "HydraphaseIntense" von La Roche-Posay, ca. 20 Euro).

3 Worin besteht der Unterschied zwischen Tag- und Nachtpflege?

Die Tagespflege hat die Aufgabe, die Haut während eines Tages optimal zu schützen und allen internen und externen Belastungen (UV-Strahlen, Umweltverschmutzung, freie Radikale) standzuhalten. Die Nachtpflege hingegen enthält eine speziell abgestimmte Wirkstoffkombination, die darauf ausgelegt ist, die Regeneration zu fördern. Das heißt, die Schäden des Tages zu korrigieren und neuen vorzubeugen. In der Nacht ist die Hautbarriere durchlässiger und besonders empfänglich für jegliche Unterstützung.

4 Wie viele Stunden Schönheitsschlaf braucht man?

Das ist individuell verschieden. Als allgemeiner Richtwert gelten 7,5 bis 8 Stunden. Dass der Schlaf vor Mitternacht der bessere ist, stimmt übrigens nicht. Richtig ist, dass die extrem regenerierenden Tiefschlafphasen in den ersten fünf Stunden nach dem Einschlafen liegen. Der Körper schüttet nachts das Wachstumshormon Somatotropin aus, das die Bildung neuer Hautzellen anregt, Schäden repariert. Bei Schlafmangel wird die Haut nicht ausreichend regeneriert, wirkt blass und müde. Chronischer Schlafmangel beschleunigt erwiesenermaßen die Hautalterung. Genügend Schlaf ist also Anti-Aging pur.

5 Wie schläft man am besten, damit man strahlend aufwacht?

Am besten auf dem Rücken. Denn beim Liegen mit dem Gesicht im Kopfkissen bilden sich sogenannte Schlaffalten. Auf der Seite schlafen verursacht Falten am Kinn und an den Wangen. Mit der Stirn auf dem Kopfkissen liegen fördert Stirnfalten. Außerdem bleibt beim Liegen auf dem Rücken auch das Dekolleté knitterfrei. Wichtig sind außerdem Dunkelheit und ein gut gelüftetes Schlafzimmer. Achten Sie auf die Raumtemperatur. Je wärmer das Zimmer, desto eher können wir am nächsten Tag mit geschwollenen Lidern aufwachen. Schlafforscher empfehlen eine kühle Schlaftemperatur von etwa 16 Grad.

6 Was ist dran am Anti-Aging-Tipp "Dinner-Cancelling"?

Unsere Großmütter sagten schon immer: "Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler." Und dieser Tipp ist auch gut für die Schönheit. Die moderne Variante sieht so aus: ein- bis zweimal die Woche ganz aufs Abendessen verzichten und nur Gemüsebrühe und Kräutertees trinken. Dadurch wird die Produktion der Hormone Somatotropin und Melatonin angeregt und der biologische Alterungsprozess verzögert. Und auch generell sind leichte Speisen für den Abend und einen guten, erholsamen und tiefen Schlaf besser geeignet als schwere.

7 Eignet sich Nachtpflege auch für empfindliche Haut?

Ja, allerdings sollte die Creme wie auch tagsüber speziell auf den Hauttyp abgestimmt sein. Für empfindliche oder trockene Haut empfiehlt sich eine intensiv regenerierende und zugleich wohltuende, beruhigende Creme, die für lang anhaltende Feuchtigkeit sorgt, etwa mit Thermalwasser (z. B. "Substiane" von LaRoche-Posay, ca. 30 Euro). Unreine oder fettige Haut verwöhnt man hingegen besser mit einer leichteren Nachtpflege, die speziell für fettige Haut, verstopfte Poren oder ein unregelmäßiges Hautrelief entwickelt wurde (z. B. "NormadermNuit" von Vichy, ca. 19 Euro).

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