No body Shame CampaignA fat girl dancing: "Mit 113 Kilo höre ich mit dem Abnehmen auf"

a fat girl dancing
Foto: instagram/Whitney Way Thore

Whitney Thore ist eine UNGLAUBLICHE Tänzerin. Trotz ihres starken Übergewichtes, das sie wegen des PCO-Syndroms hat. Sie möchte anderen Übergewichtigen Mut machen.

Whitney Thore steht ihren dünnen Kolleginnen in nichts nach. Die 31-Jährige bewegt sich fast so grazil wie eine ausgebildete Ballerina. So eine, wie sie immer werden wollte - bis sie quasi über Nacht 45 Kilo zunahm. Ihre Träume - verloren. Ihr Selbstbewusstsein - auch. Heute, 13 Jahre später, ist sie so glücklich wie nie. "Ich habe mich so oft geschämt und zehn Jahre lang unter Depressionen gelitten. Heute bin ich endlich glücklich. Aber nur, weil ich gelernt habe, mich selbst zu lieben." Und das, obwohl sie unbedingt ein paar Kilos verlieren muss. Nicht, weil sie es will, sondern weil sie muss.

Whitney Thore leidet unter dem PCO-Syndrom. Eine hormonelle Störung, die mit einer verminderten Fruchtbarkeit einhergeht. Ein großes Problem. Denn die 31-jährige Whitney ist frisch verliebt, wünscht sich später einmal Kinder. "Ich bin verliebt. Ich bin 31 Jahre und möchte irgendwann einmal Kinder haben", erzählt sie der dailymail. Die logische Konsequenz: Whitney muss abnehmen. "Ich muss abnehmen, aber nur aus gesundheitlichen Gründen. Und nicht, weil ich es will." Sie weiter: "Sobald ich mein Wunschgewicht von 113 Kilo erreicht habe, höre ich sofort mit dem Abnehmen auf", so die junge Frau. Eine Aussage, die die Nation spaltet.

Gerade hat die Hobbytänzerin mit ihrer neuen TLC's Fat Girl Dancing Premiere gefeiert. Dass sie nun sagt, sie wollte nicht weniger als 113 Kilo wiegen, stößt auf Unverständnis. Kein Wunder. Mit ihrem neuen Gewicht würde Whitney immer noch einen BMI von 44,1 haben. Zum Vergleich: Ab einem BMI von 40 gelten Frauen als krankhaft dick. Die 31-Jährige sieht das anders: "Der BMI ist ziemlicher Blödsinn." Sie weiter: "Ich sehe gut aus. Und mein Freund findet das auch."

Die ehemalige Radioproduzentin erzählt von einer Freundin. Sie möchte deutlich machen, dass dünne Menschen nicht automatisch gesund und dicke Menschen nicht automatisch krank sein müssen. "Ich habe eine dünne Freundin, die an einer Vorstufe von Diabetes erkrankt ist. Sie ist nicht gesund. Aber wenn sie zu McDonald's geht, macht sie niemand doof von der Seite an. Niemand fragt sie, ob sie weiß, was sie ihrem Körper gerade antut. Niemand schickt sie nach Hause. Bei mir würden sie es machen."

Zehn Jahre lang hat Whitney unter ihrem Übergewicht gelitten. Niemand konnte ihr helfen - kein Arzt, kein Spezialist. "Ich habe auf dem College 45 Kilo in acht Monaten zugenommen. Am Ende habe ich 91 Kilo gewonnen. Ich bin zu mehreren Ärzten gegangen und kein Arzt konnte herausfinden, was mir fehlt. "Du nimmst Hormone, du trinkst zu viel Alkohol, du bist nun auf dem College, dein Alltag hat sich verändert", haben sie gesagt." Die Folge: Whitney zieht sich zurück. Die junge Frau wird zum Einzelkämpfer, ihr Selbstbewusstsein schwindet immer mehr - bis sie die Diagnose PCO erhält. "Mir hätten zehn Jahre voller Traurigkeit und Depressionen erspart bleiben können, wenn man das PCO-Syndrom früher erkannt hätte", erzählt sie.

Die Symptome - eigentlich eindeutig. Eine unregelmäßige Periode, starker Haarwuchs im Gesicht und Übergewicht. Jetzt muss Whitney abnehmen - nicht weil sie es will, sondern damit sie irgendwann einmal Kinder bekommen kann. Denn heute, ein paar Jahre nach der Diagnose, fühlt sie sich endlich wohl in ihrer Haut. Und das wünscht sie auch allen anderen - mit ihren Videos und diesen Worten: "Seid glücklich. Liebt euch und ihren Körper!"

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