Achselhaare: Wieder okay oder ewiges No-Go?

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Serienstar Jemima Kirke trägt Achselhaare zum Abendkleid.
Foto: Getty Images

Immer mehr Frauen zeigen sich offen unrasiert unter den Achseln

Achselhaare hat jeder, doch trägt fast keiner. Bis jetzt. Denn: Immer mehr Frauen zeigen sich unrasiert unter den Armen. Ist Wildwuchs also wieder schön?

Huch, plötzlich sind Achselhaare bei den Promi-Frauen wieder angesagt. Miley Cyrus und Madonna präsentierten sich bereits mit Unterarm-Busch auf Instagram . Auch Supermodel Daria Werbowy zeigt sich mit behaarter Achsel vor der Kamera. Hollywood-Beauty Julia Roberts rasiert sich schon seit vielen Jahren nicht mehr. Und "Girls"-Star Jemima Kirke trug gerade erst Achselhaar zum Abendkleid auf dem roten Teppich. Und stößt damit die Diskussion um weibliche Körperbehaarung erneut an.

Rasieren oder nicht? Zu sagen, dass die Körperbehaarung einer Frau ein sensibles Thema ist, scheint untertrieben. Ob bunt gefärbte Achseln , Beine, die monatelang keinen Rasierer gesehen haben, oder ein wild wuchernder Busch im Intimbereich, wenn es haarig wird, meint so gut wie jeder seine Meinung äußern - und durchsetzen - zu müssen. Selbst, wenn es gar nicht um den eigenen Körper geht. Aktuellen Diskussionsstoff bieten die gut 600 Achselhaare, die jede Frau im Durchschnitt hat. Bei allem darf man wählen: Brille oder Kontaktlinsen, blonde oder braune Haare. Aber beim Achselhaar gibt es keine Diskussion. Bis jetzt?

Als Jemima Kirke (Foto oben) direkt auf dem roten Teppich auf ihr Achselhaar angesprochen wurde, antwortete sie: "Ich habe das bei meiner Schwester gesehen und dachte 'Hey, das sieht gut aus! Das will ich auch'." Die Schauspielerin züchtet bereits seit einem Jahr ihren Unterarm-Flaum und fühle sich damit "sehr französisch". In sozialen Netzwerken wurde ihr Auftritt diskutiert, jedoch weniger negativ als vielleicht erwartet.

Der "Trend" zur steigenden Akzeptanz von Körperbehaarung scheint echt. Berühmte Gesichter setzen sich für mehr Selbstbestimmung ein, was bedeutet, dass Bilder wie die unten uns zukünftig häufiger begegnen werden. Die Gesellschaft wird sich einfach dran gewöhnen müssen. Buschige ungezupfte Augenbrauen waren Anfang 2000 schließlich auch undenkbar, heute sind sie normal. Geht es dem Achselhaar also ähnlich? Wer weiß, was aber sicher ist: Es wird hunderte Meinungen zum Thema geben. Aus beiden Lagern.

Warum rasieren wir uns überhaupt die Achseln?

Zuerst einmal ganz klar: aus ästhetischen Gründen. Außerdem ein Thema: die Hygiene. Denn Achselhaare bieten Bakterien ideale Lebensbedingungen, weil sich der Schweiß darauf gut verteilt. Das Entfernen der Achselhaare hilft daher, Schweißgeruch zu verringern. Sind die Achselhaare weg, haben viele den Eindruck, sie schwitzen stärker als vorher. Das täuscht aber. Die Schweißmenge bleibt gleich, man spürt nur den Schweiflfluss stärker auf der Haut. Direkt nach der Haarentfernung sollte man ein reizarmes Deo auftragen, weil die Hautoberfläche durch die Rasur aufgeraut ist.

Ein von Madonna (@madonna) gepostetes Foto am

Wie schnell wachsen Achselhaare?

Achselhaare wachsen ca. 2,1 mm pro Woche, also im Monat etwa 0,84 cm, während Kopfhaare 2,5 mm wachsen, also ca. 1,0 cm pro Monat. Achselhaare wachsen also sogar etwas langsamer. Das kann um ein paar Millimeter hin oder her schwanken. Dass es einem oft schneller vorkommt, liegt auch daran, dass man Haare dort nicht haben will, auf dem Kopf hingegen können Haare gar nicht schnell genug wachsen.

Und warum hören Achselhaare auf zu wachsen?

Unser Kopfhaar wächst und wächst, Achselhaare hingegen werden nicht lang. Der Grund: Bei ihnen ist genetisch festgelegt, dass sie schnell ausfallen. Wie auch Wimpern leben Achselhaare nur wenige Monate. Ein Kopfhaar wird ca. 7 Monate alt und kann dabei ganz schön lang werden: bei Männern 50 Zentimeter, bei Frauen sogar 80 Zentimeter.

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