Achtung, Augengrippe! Das müssen Sie wissen

augengrippe
Desinfektion ist die beste und stärkste Maßnahme, um sich vor der Augengrippe zu schützen.
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Wie tückisch Viren die Augen angreifen

Die Augen brennen, jucken und werden rot und dick. Betroffene haben das Gefühl, sie hätten einen Fremdkörper im Auge. Schwellen dann noch die Lymphknoten am Hals an und reagieren empfindlich auf Druck, ist die Diagnose klar: Augengrippe. Immer mehr Menschen in Deutschland stecken sich mit der tückischen Krankheit an.

 

Was ist eine Augengrippe?

 

Anders als bei normalen Bindehautentzündungen lösen Viren diese hochansteckende Krankheit aus. Sie stammen aus der Familie der Adenoviren, die auch Bronchitis und Erkältungen hervorrufen.

Wie steckt man sich an?

Übertragungsweg Nummer eins ist die Schmierinfektion. Wer mit den Viren in Kontakt kommt und sich dann unbewusst ins Auge fasst, schafft den idealen Nährboden. Unzählige Adenoviren sitzen nun in der Tränenflüssigkeit - alles, womit wir in Kontakt kommen, wird zum Überträger. Oft reicht ein Händeschütteln oder das Benutzen einer fremden Tastatur.

Besonders tückisch: Zwischen dem Erstkontakt mit dem Erreger und dem Ausbruch der Augengrippe vergehen bis zu zwölf Tage. Während dieser Zeit verbreiten sich die Viren ohne das Wissen der Betroffenen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Effektiv antiviral wirkende Medikamente gibt es bisher ebenso wenig wie einen Impfstoff. Wer an der Augengrippe erkrankt ist, sollte den Kontakt zu anderen Menschen meiden, bis der Organismus Antikörper gebildet hat und die Krankheit ausgeheilt ist.

Das kann bis zu vier Wochen dauern. Kühlende Auflagen können die Beschwerden lindern, auch künstliche Tränenflüssigkeit hilft oft. Naturmediziner setzen Tropfen mit Essenzen von Augentrost (Euphrasia) ein, die auch bei gewöhnlichen Bindehautentzündungen helfen.

Wie kann ich mich vor der Augengrippe schützen?

Desinfektion ist die stärkste und beste Maßnahme, um Viren abzutöten. Im Alltag reicht es aber aus, sich regelmäßig die Hände zu waschen. Am besten mit Flüssigseife: etwa 30 Sekunden in den Händen verreiben, dabei Daumen, Fingerkuppen und Zwischenräume nicht vergessen. Dann gut abspülen und trocken reiben. Unterwegs kann man auf Reinigungstücher zurückgreifen.

Wo lauern Fallen im Alltag?

Überall dort, wo viele Personen sind, ist es gefährlich. Die Viren lauern auf Türklinken, Knöpfen und Griffen. In geschlossenen Räumen droht dazu die Tröpfchen-Übertragung aus Nase und Mund. Einziger Schutz vor der Augengrippe: darauf achten, sich nicht ins Gesicht zu fassen, immer zuerst Hände waschen.

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