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Wunderweib

"Wie trägt man die Maxi-Länge?"

Wunderweib,

Marlene probiert's an

Neuer Look – alte Fragen. Steht mir das? Wie trag ich das? Autorin Marlene Sørensen wagt jeden Monat einen modischen Selbstversuch. Ihr aktueller Fall: die Maxi-Länge

Vor Kurzem bekam ich eine Mail von meiner Freundin Louisa: „Überall auf den Modeblogs seh’ ich bodenlange Kleider. Braucht man jetzt eins? Ist das nicht unpraktisch?“

Um diese Fragen zu beantworten: Seit ich heute Morgen angefangen habe, über diesen Text nachzudenken, hat sich mein bodenlanges Kleid dreimal im Schreibtischstuhl verfangen, ich bin einmal darüber gestolpert und habe ein Dutzend Flüche losgelassen, als dabei meine Kaffeetasse auf dem Boden zerschepperte. Ich hätte den Fleck mit dem Saum aufwischen können. Aber wenn die Zweitfunktion als Feudel ein Argument für ein Kleidungsstück wäre, könnte man sich gleich in ein aussortiertes Bettlaken hüllen. Am besten trägt man so ein Kleid gar nicht, wenn man irgendwas erledigen muss. Oder wenn auf der Straße zehn Zentimeter hoch der Schneematsch liegt (welcher Depp hat sich ausgedacht , dass man am besten im Januar für den Sommer einkauft?). Die Designer hatten für lange Kleider und Röcke sicher eine Frau im Kopf, die den lieben langen Tag auf einer Sonnenliege am Pool verplempert , dabei Margaritas trinkt und das Personal herumkommandiert. Das ist schön, aber ungeeignet für ein Leben ohne Pool.

Andererseits: Warum sollte man für jemanden gehalten werden wollen, der seine Kleidung nur danach aussucht, ob sie praktisch ist? In Jeans und Turnschuhen kommt man vielleicht den tausend Dingen hinterher, die man jeden Tag schaffen muss. Dafür sieht man auch so aus, als wäre man ständig auf dem Sprung. Ein Kleid, in dem man seine eigenen Füße nicht sieht, zwingt zum Schlendern. Man kann auch keine vollgestopfte Handtasche dabeihaben, denn eine Hand braucht man, um notfalls den Saum zu heben, die andere, um die Balance in den hohen Sandalen zu halten, die zu so einem Kleid gehören. Statt sich auf dem Fahrrad abzustrampeln, merkt man beim Gehen, wie der Stoff um die nackten Beine schwingt – ein Gefühl von Sommer, das einem kein Minirock schenkt . Bis es so weit ist, kann man das Kleid auch im Winter tragen: als Decke für die Beine, wenn man auf dem Sofa Modeblogs liest. Wie praktisch.

Styling-Tipps:

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