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Sex and the City 2: So ist der Film

Wunderweib,

"Ansehen - aber lass bloß Deinen Freund zu Hause!"

Sogar als hardcore "Sex and the City"-Fan muss ich sagen: Männer müssen draußen bleiben! Es wäre eine Qual für sie. Deshalb: Freundin schnappen, eine Flasche Prosecco trinken und ab ins Kino!

Meine Erwartungen an „Sex and the City 2“ waren hoch – zu hoch? Ich erwartete mehr Hochzeiten, mehr Babys, noch tollere Schuhe. Nach eineinhalb Stunden bin ich ernüchtert, sehe auf die Uhr: Noch 50 Minuten und ich habe noch kein einziges Tränchen verdrückt – und ich habe mich wirklich bemüht.

SatC 2 startet grandios. Ich bin entzückt, gerührt und in der Tat überrascht: Ich liebe es – das habe ich allerdings auch erwartet. Nach diesem Highlight – und leider, leider, leider wurde es schon am Anfang verbraten, passieren nur noch Dinge, die vorausschaubar oder schon im Trailer zu sehen waren. Carrie, Charlotte, Miranda und Samantha zweifeln an der Liebe, haben Sex, führen Frauengespräche und verreisen. Damit ist alles gesagt. Zum Schluss ist alles wieder in Butter. Wie in jeder Liebeskomödie. Was dazwischen passiert, ist teilweise absurd inszeniert.

Wer sich noch überraschen lassen will, darf jetzt nicht weiterlesen!

Alles beginnt mit einer der tollsten Hochzeiten, die ich je gesehen habe: Stanford, der beste schwule Freund von Carrie und Antony, der beste schwule Freund von Charlotte heiraten – ach, was heißt heiraten. Sie zelebrieren die Eheschließung mit Pauken und Trompeten, Schwänen und Liza Minnelli als Standesbeamtin. Kitsch as Kitsch can! Superb! Als Liza Minnelli dann auch noch Beyoncés „Single Ladies“ performt, bin ich hin und weg – nur aus Höflichkeit habe ich nicht laut mitgesungen.

Es folgt das dröge Einerlei von Carries Eheleben mit Big, Samanthas Wechseljahrsbeschwerden und Charlottes Probleme mit der verzogenen Rose und dem überscharfen, irischen Kindermädchen. Miranda wurde in Teil zwei verschont von großen Krisen. Sie ist dennoch anwesend, spielt die unwichtigste, aber realistischste und sympatischste Rolle.

Um allen hausgemachten Problemen davon zu laufen, lässt sich Samantha mit ihren drei Freundinnen nach Abu Dhabi einladen. Bei der Location, die eigentlich in Marokko ist, war ich vor allem eins – furchtbar neidisch! Unter sich sind die vier Freundinnen wieder witzig und unverkrampft. In Samanthas Fall aber teilweise viel zu überspitzt frech.

Unter der orientalischen Sonne kommt es dann wie es kommen muss: Carrie trifft Aidan, Carrie küsst Aidan, Carrie erzählt Big, dass sie Aidan geküsst hat. Ein Drama, was kein Drama ist – vollkommen unnötig. Genau hier endet die Geschichte, der Film läuft aber noch eine Stunde weiter!

Bevor ein falscher Eindruck aufkommt: Es ist ein wirklich guter Film – für Frauen. Ich werde ihn mir heute noch einmal anschauen – in Deutsch und mir garantiert die DVD kaufen! Versprochen! Ich bin nur enttäuscht über fehlende Schwangerschaften und überzeichnete Klischees, wie muslimische Frauen, die unter ihrer Burka Haute Couture tragen oder Samantha, die in einer Gruppe gläubiger Muslime mit einer Familienpackung Kondome wedelt und den Stinkefinger zeigt. Ich bin aber begeistert über unheimlich schöne Locations, noch schönere Klamotten und ganz viel Frauenfreundschaft.

Fazit: Unbedingt anschauen, aber nicht mehr erwarten als gute Unterhaltung.

Hier geht's zum großen SatC-2-Special

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