Albtraum Spliss: Hilft da nur Abschneiden?

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Foto: Istock

Spliss ist der Graus für lange Haare – fast 40 Prozent aller 17-34-jährigen Frauen leiden an Spliss. Das ungeliebte Haarphänomen kommt vom englischen Wort to split, was in Deutsch spalten bedeutet. Und genau das passiert auch: Haarspitzen, die besonders stark strapaziert sind, werden trocken und zerfasern beziehungsweise spalten sich.

Wie entsteht Spliss?

Haarexperte Sacha Schütte von Pantene Pro V erklärt: „Neben der genetischen Veranlagung für Spliss sind es vor allem mechanische Belastungen, die splissiges Haar verursachen. Dies geschieht z. B., wenn die Haare ständig auf der Schulter aufliegen, durch Reibung an der Kleidung oder dem Kopfkissen, durch Haarbänder oder zu starkes Ziehen beim Kämmen und Bürsten. Aber auch chemische Beanspruchung, wie zu heißes Föhnen oder Blondieren, können zum Spliss beitragen.“

Welche Pflege hilft?

Das Wichtigste, um Spliss zu vermeiden, ist die Haare vorm Austrockenen zu bewahren. Dazu sollten sie immer nur mit lauwarmen anstatt heißem Wasser gewaschen werden. Außerdem gilt: Je mehr ein Shampoo schäumt, desto mehr Tenside sind enthalten. Diese schäumen zwar schön, aber trocknen das Haar auch aus. Auch Lufttrocknen hilft die Haare vor Austrocknung und Spliss zu bewahren. „Damit Spliss gar nicht erst entsteht, sollte man verstärkt auf Prophylaxe setzen, denn die richtige Pflege kann vorbeugend vor diesen „haarsträubenden“ Umständen wirken. Dabei sollten die Haare immer mit einer Systempflege bestehend aus Shampoo, Pflegespülung und einmal in der Woche einer Intensivkur anstatt eines Conditioners gepflegt werden“, empfiehlt der Experte.

Was geht, wenn gar nichts mehr geht?

Abschneiden – so traurig es auch manchmal ist: Sind die Haare erst mal vom Spliss geschädigt, hilft in den meisten Fällen nur das radikale Abschneiden der geschädigten Haare. Regelmäßiges Spitzen-Schneiden in einem Abstand von etwa vier Wochen ist eine gute Möglichkeit, Spliss gar nicht erst entstehen zu lassen. Eine heiße Angelegenheit ist wortwörtlich die Behandlung mit der heißen Schere: Im Gegensatz zum herkömmlichen Haarschnitt soll die Hitze die Haarspitzen versiegeln. Der Effekt dieser Methode ist jedoch umstritten: So gehen nebst den Haarspitzen selbst auch hier die Meinungen auseinander.

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