Aldi & Co: Erste Erfolge der Detox-Kampagne von Greenpeace

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Auch Aldi hat sich vorbildlich der Detox-Kampagne von Greenpeace angeschlossen.
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Anti Schadstoffe: Immer mehr Händler schließen sich Detox-Kampagne an

Gute Nachrichten von den Discountern: Aldi, Lidl & Co haben sich getraut und produzieren Textilien zukünftig schadstofffrei. Die Detox-Kampagne von Greenpeace verzeichnet erste Erfolge.

Supermärkte und Discounter haben mittlerweile so gut wie alles im Angebot. Neben Lebensmitteln stapeln sich heutzutage auch Kleidungsartikel in den Regalen. Kann das gut sein? Viele Kunden schrecken noch immer davor zurück, Textilien beim Discounter zu kaufen. Die Angst vor Giftstoffen in den verdächtig günstigen Produkten ist groß. Genau darauf reagieren immer mehr Händler.

Aldi, Lidl , Rewe, Penny und Kaufland haben sich bereits seit längerem der Detox-Kampagne von Greenpeace angeschlossen und die Herausforderung angenommen, Textilien und Schuhe in Zukunft schadstofffrei zu produzieren. Jetzt werden die ersten Erfolge der Kampagne in einem Zwischenbericht von Greenpeace verzeichnet.

Insbesondere die Händler Aldi, Lidl, Penny, Tchibo und Coop stechen hervor. Sie haben bereits die gefährlichsten Schadstoffe aus der Textilproduktion entfernt und präsentieren vorbildlich erste Fortschrittsberichte und Abwasserdaten. Kirsten Brodde, Textil-Expertin bei Greenpeace, lobt zudem die Entwicklung von Recycling-Programmen der Händler.

Die Detox-Kampagne

„Entgiftet unsere Kleidung“ lautet seit 2011 die Forderung von Greenpeace an Textilhändler weltweit. Bisher wurden nicht nur umwelt-, sondern auch gesundheitsgefährdende Chemikalien in der Herstellung von Kleidung und Schuhen eingesetzt. Damit soll zukünftig Schluss sein: In der Bekleidungsindustrie sollen bis 2020 sämtliche Schadstoffe aus der Produktion entfernt werden. Das fordert Greenpeace in seiner Detox-Kampagne. Bereits 33 internationale Marken haben sich der Herausforderung angenommen und stellen innerhalb der nächsten fünf Jahre auf eine schadstofffreie Produktion um.

Wer noch in der Greenpeace-Runde fehlt, ist der Edeka-Verbund. Auch Norma, Metro und Real haben sich der Detox-Kampagne bisher noch nicht angeschlossen. Laut Aussagen des Edeka-Verbundes sei der Händler allerdings bereits mit Greenpeace im Gespräch.

(ww4)

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