Wohnen bei AldiALDI-Süd vermietet Wohnungen in Tübingen

Aldi vermietet Wohnungen
ALDI Süd macht in Immobilien und vermietet Wohnungen
Foto: iStock

ALDI-Süd vermietet jetzt 43 Wohnungen in Tübingen (Derendingen) - Baden-Württembergs Universitätsstadt schlechthin.

Das vierstöckige Gebäude liegt selbstverständlich direkt neben einer ALDI-Filiale. So "züchtet" sich der Discounter seine eigene Kundschaft. Und diese mag es gerne günstig: es sind nämlich allesamt Studenten!

Das Wohnprojekt mit dem Namen Tü3 richtet sich in erster Linie an junge Erwachsene - so ist für alles gesorgt: Hausmeisterservice, zwei Dachterrassen, Waschraum mit Waschmaschine und Trockner, Aufzug - und die Appartements sind allesamt möbliert! Den Fotos der Appartements nach zu urteilen, beweist Aldi sogar Inneneinrichtungs-Stil: Arbeits-, Schreib- und Esstische, Betten (Taschenfederkernmatratze) mit Nachtschränken, Kleiderschränke, Schalen- und Schaukelstühle, Pendelleuchten, Spiegel und Dekoschals. Dass WLAN und Kabel-Anschluss ebenfalls im Mietpreis inbegriffen sind, erklärt sich schon fast von selbst. Nur den Fernseher muss dann doch jeder Student selbst mitbringen.

Aldi vermietet Woh nungen an Studenten
Aldi vermietet Wohnungen an Studenten: "ALDI-Filiale auf dem Gelände"
Foto: tue3.de

Der Preis: zwischen 500 Euro (kleinstes Einzelappartement) und 900 Euro (Doppelappartement) Warmmiete.

Wer glaubt, dass es für Studenten zu teuer ist, der irrt: "Derzeit sind alle Appartements komplett vermietet", lautet es auf der eigens dafür erstellten Homepage.

ALDI-Appartement Typ 3
So lässt es sich doch (Studenten-)leben: im geräumigen "Typ 3" findet alles seinen Platz
Foto: tue3.de

Die 7 verschiedenen Appartement-Typen sind zwischen 27 und 53 Quadratmeter groß - inklusive Küchenzeile und Bad.

Küchenzeile im ALDI-Appartement
Küchenzeile im ALDI-Appartement: klein, aber fein - und mit allem, was man braucht
Foto: tue3.de

Doch warum vermietet ALDI überhaupt Appartements an Studenten? Und seit wann investiert ALDI in Immobilien?

Was kaum einer weiß: Die Unternehmensgruppe ALDI mischt schon länger in der Immobilienbranche mit, kauft und verkauft Gebäude! Speziell das Wohnprojekt Tü3 hat der Konzern schon 2011 bei der Stadt Tübingen angemeldet. Damals wollte ALDI allerdings keine Wohnungen bauen, sondern nur eine übliche ALDI-Filiale. Doch die Stadtverwaltung stellte sich quer. „Wir fanden den Standort einfach zu schade, um dort eingeschossig zu bauen“, sagte Baubürgermeister Cord Soehlke dem Schwäbischen Tagblatt.

Also schlug ALDI vor, ein paar Wohnungen zu bauen - und die ALDI-Filiale eben daneben. Das klang für die Studentenstadt wohl sinnvoller. Sie genehmigte das Projekt.

Ob ALDI noch weitere Appartments in Deutschland errichten will, bleibt abzuwarten.

Übrigens: Auch Konkurrent LIDL vermietet (Gewerbe-)Immobilien - und zwar online.

(ww7)

 

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