Facebook-Post voller ReueAls seine Frau bei der Geburt ihres Sohnes fast stirbt, öffnet ihm das die Augen

Frau stirbt fast bei Geburt, Mann bereut jeden Streit
Seine Mutter hätte Gabriels Geburt fast nicht überlebt
Foto: Facebook / Dawson Willford

Oft merken wir es erst, wenn es zu spät ist. Als seine Frau bei der Geburt ihres Sohnes Gabriel beinahe stirbt, wird Dawson Willford einiges klar. Er muss es sich sofort von der Seele schreiben.

Stell dir vor, du weißt, dass ein Mensch, den du liebst, bald für immer geht - was würdest du ihm sagen? Und nun stell dir vor, du hättest keine Chance mehr, es ihm zu sagen...

Dawson Wilford und seine Frau Jacqueline haben da nie drüber nachgedacht. Und plötzlich fanden sie sich komplett unerwartet in dieser Situation wieder.

Bei der Geburt ihres Sohnes Gabriel ging alles schief. Bei Jacqueline musste ein Notkaiserschnitt durchgeführt werden, sie erlitt ein komplettes Kreislaufversagen. Und plötzlich fiel Dawson, der mit im Raum war, alles ein, was er bereute...

Um anderen Menschen bewusst zu machen, was sie an ihren Lieben haben, und auch um es selbst von der Seele zu haben, schrieb Dawson diesen bewegenden Post auf Facebook:

"Ich werde nicht viel über meinen Sohn schreiben. Jacqueline Wilford wird es tun, wenn es ihr besser geht.

Am 7. Juli 2016 um 12:13 Uhr ist meine Frau gestorben. Sie hatte einen Notkaiserschnitt und erlitt einen kompletten Kreislaufzusammenbruch. Ich stand neben ihrem Kopf, während sie verblutete, und musste an jeden Streit denken, den wir je hatten und an die Dinge, die ich nie für sie getan habe. Ich konnte ihr nicht sagen, wie viel Angst ich habe. Ich stand vor meiner Frau und verabschiedete mich für immer von ihr! Was sagst du zu jemandem, wenn du weißt, dass es das letzte Mal ist, dass du mit ihm sprichst? Ich habe alles getan, um zu versuchen, dass es ihr einigermaßen gut geht und um ihr das Gefühl zu geben, dass alles gut wird. Ich versuchte zu lächeln und so zu tun, als würde alles, was da gerade geschieht, ganz normal zur Operation gehören. Sie riefen einen "Code Blau" aus und Menschen kamen in den Raum gestürzt. Sie zitterte so sehr!!! Ich küsste sie und betete zu Gott "Bitte nimm sie nicht zu dir!" Ich dachte an all die Sonntage in meinem Leben, an denen ich nicht zur Kirche gegangen bin. Ich dachte daran, wie ich meiner Familie die schlechten Nachrichten erzähle. So vieles ging mir durch den Kopf, dass ich mich gar nicht über die Geburt meines Sohnes freuen konnte.

Ich musste für meine Familie stark sein. Ich musste diese Last auf meine Schultern nehmen und damit durchs Leben gehen, dass meine Frau im Operationssaal gestorben ist. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Ich wollte nicht beten, weil ich dachte, Gott würde mich dafür bestrafen, dass ich so ein schlechter Christ war. Es tat mir so Leid und ich fragte Gott, ob er nicht irgendwie nur dieses eine Gebet erhören könnte.

Ich wurde in einen anderen Raum gebracht und wartete etwa 10 Minuten. Jackie wurde endlich herausgebracht und mein Herz war so so so schwer. Ich wollte sie am liebsten hoch nehmen und aus dem Krankenhaus tragen, als wäre alles gut. Ich wollte gehen, so dass dieser Albtraum ein Ende hätte!

Ich stand etwa 3 Minuten bei ihr und dann passierte das Schlimmste: Sie verlor etwa einen Liter Blut in nur wenigen Sekunden. Ich sagte nichts, ich hatte solche Angst. Ich sah nur auf meine Frau und konnte kein Wort hervorbringen. Ich wollte ihr sagen, dass ich sie liebe und dass alles gut wird. Ich wollte ihr helfen. Ich wollte alles anhalten und von vorne anfangen. Ich wusste, sie stirbt direkt vor meinen Augen.

Sie riefen wieder einen "Code Blau"! Mein Herz zerbrach. Ich dachte, warum habe ich nicht jeden Abend gebetet!? Warum habe ich sie nicht so geliebt, so wie Gott mich liebt? Ich starb in diesem Raum. Ich starb wirklich. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Ich sah hilflos zu, wie sie versuchten meine Frau zu retten. Menschen rannten und stießen mich von ihr weg. Plötzlich stieß sie ein Wort hervor und es war, als würde der Raum verstummen. Sie fragte nach Wasser und ich wusste, sie würde unsere Welt verlassen. Sie brachten mich und meinen neugeborenen Sohn in einen anderen Raum. Als wir gingen sah ich meine Mutter und meine Familie. Ich wollte so dringend jemanden, der mich hält. Ich wollte jemanden, der mich wie ein Kind trägt und mir sagt, dass alles gut wird. Ich wollte kein Mann mehr sein. Ich wollte weinen! Ich wollte zu Gott schreien und ihn fragen, warum. Ich stand etwa 2 Minuten bei meiner Familie, sah alle an und hielt meine Gefühle zurück. Meine Mutter fragte mich "Wie geht es Jackie?". Ich verlor fast die Beherrschung und weinte beinahe wie ein Baby. Doch ich zuckte einfach mit den Achseln und sagte, dass ich es bisher noch nicht wüsste. Ich log, ich wusste, dass sie in einem wirklich schlechten Zustand war. 

Ich wollte zurück in den Raum rennen und sie halten, aber ich musste mich um meinen neugeborenen Sohn kümmern. Er musste Antibiotika bekommen, um eine Infektion zu verhindern. Nach etwa 5 Minuten fragte ich die Krankenpflegerinnen ob ich meine Frau sehen könne und sie sagten nur widerwillig ja. Der Gang zum Zimmer meiner Frau war etwa 40 Meter lang. Ich ging 5 Meter und begann zu weinen. Ich konnte den Schein nicht mehr länger wahren. Ich hatte Angst, zu ihr zu gehen und die schlechte Nachricht zu bekommen. Ich wollte, dass mein Vater mich tröstet. Ich bin noch immer sein kleiner Junge. Ich hatte noch etwa 30 Meter zu laufen. Aber da dachte ich an meinen Sohn und lief die letzten Meter mit so viel Liebe im Herzen.

Meiner Frau und meinem Sohn geht es inzwischen viel besser. Sie werden Sonntag aus dem Krankehaus entlassen."

 

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