Amarant

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Lebensmittel der Woche

Die kleinen Körner sehen unheimlich appetitlich aus, der Name klingt außergewöhnlich, aber was ist eigentlich Amarant? Gesehen hat das Pseudo-Getreide wohl jeder schon - in Müslis oder auch Körnerriegeln. Die kleinen Kugeln entwickeln sich nämlich gerade zum Trendprodukt. Ein altes Korn wird neu entdeckt. Genau genommen sogar ein uraltes Korn: Amarant wird gerne als das älteste, von Menschenhand angebaute Getreide vorgestellt. Doch wir wissen es besser: Das ist alles Etikettenschwindel.

Zwar stimmt es, dass schon die Inkas und Azteken den Amarant als Hauptnahrungsmittel kannten und angebaut haben. Ein Getreide ist das Lebensmittel aber deswegen noch lange nicht, sondern eine Körnerfrucht. Das, was in unserem Müsli landet, ist bei Licht besehen nur der Samen der Körner einer Amarantpflanze.

Wie dem auch sei. Korn oder Samen, die kleinen Pops oder Flocken haben es in sich. Mit einem sagenhaften Gehalt an Zink, Eisen, Magnesium, Kalzium und Omega-3-Fettsäuren sollten sie eigentlich zur Pflichtnahrung für jeden Vegetarier, Sportler, Büroarbeiter und Kreativen gehören. Dummerweise klingt Pflicht immer ein wenig nach einem ekligen Löffel Lebertran. Damit haben die nussigen Körner nun gar nichts gemeinsam. Im Gegenteil, der Geschmack und die Konsistenz sind schwer zu beschreiben aber eines ist sicher: Sie peppen wirklich jedes Morgenmüsli geschmacklich auf. Vor allem die Pops entwickeln unter Müslifans Suchtpotenzial. Und weil das Frühstück die wichtigste Mahlzeit am Tag sein soll, darf es hier ruhig ein kleines Extra sein.