Amaranth - Das können die kleinen Wunderkörner

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Inhalt
  1. Klein aber kräftig
  2. Amaranth - was ist das?
  3. Was enthält Amaranth?
  4. Was kann das Powerkorn?
  5. Amaranth kochen - so geht's

Klein aber kräftig

Schon seit Tausenden von Jahren ist Amaranth als Nutzpflanze sehr beliebt. Doch was kann können die kleinen Körnchen eigentlich genau? Warum sind sie so gesund?

Bereits die Inkas wussten die vielen Vorteile der Amaranth-Pflanze zu schätzen. Die Blätter und Samenkörner der Nutzpflanze standen regelmäßig auf ihrem Speiseplan. Bei den Azteken galt die Amaranthpflanze sogar als heilig. Leider geriet Amaranth für eine ganze Weile in Vergessenheit. Inzwischen hat sich die Pflanze ihren Platz aber zurück erobert.

Amaranth - was ist das?

Ähnlich wie Quinoa wird Amaranth häufig zu den Getreidesorten gezählt. Das stimmt aber nicht. Tatsächlich handelt es sich in diesen zwei Fällen um sogenanntes "Pseudogetreide". Dieser Begriff wird einmal verwendet, weil Amaranth so aussieht wie echte Getreide und zweitens, weil die Körner genauso zubereitet werden. Die Amaranthkörner, die wir aus Reformhaus oder dem Bio-Supermarkt kennen, sind in Wahrheit aber die Samenkörner eines Fuchsschwanzgewächses. Allein eine einzige Pflanze kann bis zu 50.000 Samenkörner enthalten. Die kleinen Körnchen, die noch nicht einmal die Größe eines Senfkorns haben, wiegen selbst in großen Mengen so gut wie nichts. 1.500 Samenkörner bringen es zusammen gerade einmal auf ein einziges Gramm.

Was die Kalorien angeht, sind Amaranthkörner mit den üblichen Getreidesorten vergleichbar. 100 Gramm schlagen mit 371 kcal zu Buche. Damit enthalten die Körnchen sogar mehr Kalorien als Weizen (339 kcal pro 100 Gramm). Allerdings überzeugen die Wunderkörner mit vielen anderen Vorteilen.

Was enthält Amaranth?

Mit einem Eiweißanteil von 18 Prozent in jedem einzelnen Körnchen liefert Amaranth mehr Proteine als jedes echte Getreide. Ein kleiner Vergleich: 100 Gramm enthalten bis zu 16 Gramm Eiweiß. 100 Gramm Reis kommen gerade einmal auf 7,6 Gramm Proteine.

Doch nicht nur das. Zusätzlich enthalten die Samenkörner sowohl Magnesium , Kalzium, Vitamin E und jede Menge Eisen. Mit nur 100 Gramm Amaranth können wir bereits 90 Prozent unseres täglichen Eisenbedarfs abdecken. Die Samen enthalten außerdem Öl, welches bis zu 80 Prozent aus ungesättigten Fettsäuren besteht, die dem Cholesterinspiegel guttun. Und weil das alles ja nun noch nicht reicht, kann Amaranth auch noch mit einem hohen Lysingehalt aufwarten. Diese Aminosäure wiederum ist uns deswegen so sympathisch, weil sie die Fettverbrennung und den Stoffwechsel antreibt.

Extra-Hinweis: Amaranth ist glutenfrei und eignet sich somit auch für all diejenigen, die aufgrund einer Unverträglichkeit auf viele Getreidesorten verzichten müssen.

Was kann das Powerkorn?

Dank vieler Ballaststoffe , die bei der Verdauung helfen, und dem hohen Lysingehalt kann Amaranth gut dabei unterstützen, ein bisschen abzunehmen. Wer regelmäßig von dem Scheingetreide ist, kann möglicherweise aber auch Kopfschmerzen und Migräneattacken lindern. Außerdem soll Amaranth die Atemwege stärken und bei Schlafstörungen helfen. Gegen Bauchschmerzen sollen die kleinen Körnchen ebenfalls ein wirksames Mittel sein.

Amaranth kochen - so geht's

Die Samenkörner lassen sich ähnlich wie Reis zubereiten. Vor dem Kochen müssen die Körnchen einmal abgespült werden. Dann füllst du sie in dem Verhältnis 1:2 zusammen mit Wasser in einen Kochtopf. Auf 1 Tasse Amaranth kommen dabei zwei Tassen ungesalzenes Wasser. Bei Bedarf kannst du später noch eine dritte Tasse hinzufügen. Die Mischung kurz aufkochen und dann den Amaranth etwa 30 Minuten kochen und dabei aufquellen lassen. Danach können die Körner 10 Minuten auf der ausgeschaltenen Herdplatte nachquellen. Amaranth kann sowohl mit süßen wie auch mit salzigen Speisen kombiniert werden. Der leicht nussige Geschmack der Körner sorgt in jedem Fall für eine interessante Note.

 

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