Amy Winehouse: Ein letztes Mal, ganz privat

amy winehouse doku trailer
Amy Winehouse wusste, dass sie sterben würde, prognostizierte schon früh, dass sie ihr Leben nicht aushalten könnte.
Foto: Getty Images

Die Stimme aus dem Off: Amy-Winehouse-Doku startet im Kino

Große Stimmen wie ihre sind nicht aus Sonnenschein gemacht. Sondern aus Schmerz und Rausch. Amy Winehouse kostete ihr Lebensstil letztendlich das selbige. Jetzt zeigt die Kino-Doku "Amy" die Musiklegende von einer anderen Seite.

Ihr Look: unverwechselbar. Ihr Leben: kompromisslos. Ihre Stimme: brillant. Wenn man Amy Winehouse beschreiben will, braucht man große Worte. Keine konnte schöner von Herzschmerz singen. Und an eben diesem - und ihrer Schwäche für Exzesse - ist die zierliche Londonerin schließlich zerbrochen. In Erinnerung bleibt sie trotzdem: Am 16. Juli kommt "ihre" Dokumentation "Amy" ins Kino.

Oft schien sie dem Tod näher als dem Leben. Trotzdem war es ein Schock, als Sängerin Amy Winehouse am 23. Juli 2011 tot in ihrer Londoner Wohnung gefunden wurde - mit 4,16 Promille im Blut, wie sich später herausstellte. Nachdem posthum bereits ein paar unveröffentlichte Songs auftauchten und zusammen mit Coverversionen unter im Album "Lioness: Hidden Treasures" veröffentlicht wurden, kommt jetzt der Film in die Kinos, der das kurze Leben der Sängerin und Amy Winehouse ganz privat zeigt: voller Lebensfreude, charismatisch und humorvoll.

Amy Winehouse selbst hätte die erneute Aufmerksamkeit wahrscheinlich nicht gewollt. In einem Interviewausschnitt von 2003 sagt sie: "Ich glaube nicht, dass ich berühmt werde. Ich glaube auch nicht, dass ich damit umgehen könnte. Wahrscheinlich würde ich verrückt werden." Der Film wurde bereits einige Monate nach ihrem Tod von David Joseph, der Chef ihrer Plattenfirma Universal, in Auftrag gegeben.

Bleibt zu hoffen, dass es Amy nicht wie Tupac Shakur ergeht. Der Rapper musste nach seinem Tod noch für sechs weitere Alben mit immer wieder "letztem Material" herhalten. So erschien auch Kurt Cobains Lebens-Doku "Cobain – Montage of Heck" 2015, 20 Jahre nach seinem Tod, ebenso wurde sein privates Tagebuch posthum veröffentlicht. Und auch Michael Jackson verdient weiter ein Vermögen mit "neuen Songs". Von wegen "rest in peace" ...

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