Andrea Berg spricht ganz privat über ihre Familie

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In Fußballmanager und Hotelier Uli Ferber fand Andrea Berg ihre große Liebe: „Unsere Begegnung war Schicksal“, sagt sie.
Foto: SonyBMG/Sascha Kramer

Das ehrliche Interview

Bei ihren Konzerten füllt Schlagerkönigin Andrea Berg (44) riesige Hallen – doch privat mag sie es beschaulicher, verriet sie NEUE POST im ehrlichen Interview. Seit ihrer Hochzeit mit Uli Ferber lebt sie in Aspach in der Nähe von Stuttgart, hilft im familieneigenen Hotel „Sonnenhof“ und genießt jeden Tag in der Großfamilie, die aus vier Generationen besteht!

Neue Post: So große Familien sind selten geworden. Wie klappt es, dass es keinen Streit gibt, wenn man so eng zusammenwohnt? Andrea Berg: Jeder braucht natürlich seine eigenen Freiräume und Rückzugsmöglichkeiten. So wunderbar es auch ist, sich auf die Familie verlassen zu können, man muss auch mal für sich sein.Ihre Mutter ist von Krefeld zu Ihnen ins Schwäbische gezogen – war das eine Umstellung?Andrea Berg: Meine Mama sagt mir jeden Tag: „Mädchen, wir sind im Paradies! Alles, was wir uns gewünscht haben, ist eingetroffen!“ Und das kann ich nur unterschreiben. Eine Familie zu haben, auf die man sich verlassen kann, ist die allerbeste Lebensversicherung.Sie leben jetzt auf dem Land – mit über 50 Tieren. Hat Sie das verändert?Andrea Berg: Der ganze Weg, den ich gegangen bin, hat mich und meine Betrachtungsweise vom Leben geändert . Mit Mitte 20 ist man jung und wild. Heute ruhe ich ganz anders in mir, was mir unwahrscheinliche Kraft gibt. Das liegt auch an dem Rückhalt meiner Familie. Aber dadurch sehe ich auch die Liebe anders. Wenn ich heute auf die Bühne geh’, kann ich sagen: Die Liebe ist etwas ganz anderes, als ich es die ganze Zeit über gesehen habe. Das ist viel mehr! Und wenn ich noch so oft betrogen und belogen wurde, meine Liebe ist immer intensiver geworden, und heute kann ich sagen: Mir geht’s gut, und ich genieße den Augenblick. Niemand kann sagen, wie lange der bleibt, aber ich versuche heute, glücklich zu sein. Denn das Glück kommt aus uns selbst heraus und nicht durch die Menschen um uns herum!Heißt das, Sie schreiben jetzt nur noch Lieder übers Glück, um etwas davon mitzuteilen?Andrea Berg: Die besten Songs schreibt man im Schmerz. Wenn ich jetzt singe: „Der Himmel hängt voller Geigen“, dann ist das so, aber die Liebe geht doch viel tiefer. Und durch die Erfahrungen, die ich gemacht habe, kann ich mich an Schmerz durchaus erinnern. Selbst wenn man im Paradies lebt, hat man immer auch Angst, dass irgendwas passiert. Denn es gibt für nichts eine Garantie. Wobei: Negative Gedanken nehmen einem Lebenszeit weg. Und das will ich nicht zulassen.Wie schaffen Sie das?Andrea Berg: Wenn ich in ein Parkhaus fahre und denke: Ich kriege keinen Parkplatz, klappt das auch nicht. Fahre ich rein und sage: Gleich gehe ich schön shoppen, dann wird ein Schuh draus. Und da muss man sich auch selbst in den Hintern treten, um nicht in alte, negative Gedankenmuster zu rutschen, sondern sich sagen: Ich bin glücklich und dankbar. Und dann geht man raus und genießt den Tag.Sozusagen: Gedanken als Wunscherfüller…Andrea Berg: Das klappt wirklich! Früher, als ich noch 293 Mark als Arzthelferin verdient habe, träumte ich immer davon, dass ich ein schönes Haus haben werde, einenwunderbaren Mann, zwei Kinder – und vor der Tür stehen vier Paar grüne Gummistiefel. Genauso sieht das heute bei uns aus! Nur, dass ich drei Kinder habe, weil mein Mann zwei Söhne mit in die Ehe gebracht hat. Ich glaube ans Schicksal. Dass ich meinen Mann getroffen habe, war eine schicksalhafte Begegnung – und jetzt ist mein Traum wahr!

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