Anti-Aging-Wirkstoffe unter der Lupe: Was können Sie wirklich?

anti aging wirkstoffe
Was gibt's Neues gegen Falten?
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Der Markt für Anti-Aging-Pflege wächst immer weiter. Und ständig wird an neuen Wirkstoffen geforscht. Heute ist noch Hyaluron das beste gegen Falten, morgen kann schon wieder etwas anderes die ultimative Wunderwaffe gegen Hautalterung. Wir haben die aktuellen Bestseller im Anti-Aging-Bereich unter die Lupe genommen.

Kollagene

Kollagene sind Proteine, die Struktur geben. Mit zunehmendem Alter wird das Bindegewebe schlaffer. das passiert, weil weniger Kollagen und Elastin in den Zellen gebildet wird. Kollagen kann bis zum 15-fachen seiner Masse an Wasser aufnehmen und weist damit ein beachtliches Wasserbindungsvermögen auf. Als multimoleküles Protein dringt es zwar nicht tief in die Haut ein, bildet aber einen Film auf ihrer Oberfläche, der sie vor dem Austrocknen bewahrt.

Viele Hersteller arbeiten daran, dass das Kollagen tiefer in die Haut eindringt. Sie binden es zum Beispiel an Hyaluronsäure, die in die tieferen Schichten der Haut eindringt. Kollagen wird häufig aus Tiergewebe hergestellt.

Hyaluronsäure

Hyaluron steckt zu über 50 Prozent in den Zellzwischenwänden der Hautzellen. Hyaluronsäure kann große Mengen Flüssigkeit binden. Doch im Alter baut sich der Säureanteil immer weiter ab: Bereits mit 40 Jahren enthält die Haut nur noch ungefähr 60 % ihrer ursprünglichen Menge an Hyaluronsäure. Das Anti-Aging-Mittel wird biochemisch oder aus Tiergewebe - wie zum Beispiel Hahnenkämmen - hergestellt. Hyaluronsäure ist der ultimative Feuchtigkeits-Boost für alternde Haut und dringt tief in die Haut ein.

Retinol

Die reine Form von Retinol ist Vitamin A. Es hat eine wichtige Funktion für den Wachstum einer Zelle. Retinol schützt die oberste Hautschicht und regt außerdem die Bildung von Kollagen an. Über Retinol-Pflegeprodukte kann die Haut das notwendige Vitamin A auch von außen aufnehmen. Es regeneriert die Oberschicht der Haut, reduziert die Faltentiefe nachweislich und kann auch Sonnenschäden beheben. Retinol reagiert jedoch sehr empfindlich auf Licht, Wärme und Sauerstoff und sollte deshalb licht- und luftdicht aufbewahrt werden.

Peptide

Peptide sind aus Aminosäuren aufgebaut. An der Hautoberfläche entfalten sie eine straffende Wirkung. Zudem binden auch sie sehr gut Wasser, ähnlich wie Aminosäuren und Hyaluronsäure. Die Haut wird glatt und mit Feuchtigkeit versorgt. Liposomal verkapselte Signalpeptide dringen sogar tief in die Hautschichten ein und wirken unter der Haut: Sie stimulieren die Kollagensynthese, fördern die Regeneration und Zellbildung der Haut.

Betaglucan

Der Mehrfachzucker wird aus Austernpilzen gewonnen. Betaglucan wird schon seit Längerem in der Nahrungsergänzung eingesetzt. Aber auch als hochwirksamer Anti-Aging-Wirkstoff, da es Zellschäden reparieren kann, die Haut beruhigt und einen positiven Effekt auf den Feuchtigkeitshaushalt hat.

Phytohormone

Die Pflanzenstoffe sind ein vielversprechender Trend in der Anti-Aging-Pflege. Sie haben beim Menschen eine ähnliche Wirkung wie körpereigene Hormone, wirken stimulierend und belebend, regen die Eigenproduktion von Kollagen an und steigern die Hautelastizität. Beispielsweise regt das Phytohormon im Rotklee das Zellwachstum an und bewahrt die Haut von UV-bedingter Alterung.

Viele dieser Wirkstoffe sind durchaus vielversprechend. Dennoch: Kosmetische Pflege ist nur ein Punkt des Anti-Agings. Ernährung, Bewegung und ein stressfreier Lebensstil tragen ebenfalls dazu bei lange jugendlich auszusehen.

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