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Fußpilz: Wo die Ansteckungsgefahr lauert

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Die Ansteckung mit Fußpilz wirkt sich nicht nur auf die Schönheit unserer Füße aus.
Foto: Lamisil®

Aufklärung

Gerade im Frühling und Sommer, wenn unsere Füße im Mittelpunkt stehen, ist es besonders ärgerlich, wenn sich ein Pilz zwischen den Zehen einnistet. Dabei kann eine Infektion leicht vermieden werden, wenn man einige grundlegende Dinge über Fußpilz weiß.

Fußpilz ist eine der häufigsten Infektionserkrankungen der Haut. Etwa ein Drittel der erwachsenen Deutschen ist betroffen. Wird er nicht vollständig behandelt, kann der Pilz sehr „anhänglich“ werden: So juckt es etwa die Hälfte aller Betroffenen ganzjährig an den Füßen und 70 Prozent leiden seit fünf Jahren immer wieder unter der Erkrankung.

Fußpilz lauert auf Schritt und Tritt

Fußpilz ist eine ansteckende Hautkrankheit, die vor allem die Zehenzwischenräume befällt. Hier ist es angenehm warm und feucht – das ideale Klima für die Erreger. Sie befinden sich auf winzigen Hornhaut-Schuppen, die der erkrankte Fuß bei jedem Schritt verliert.

Vor allem an Orten, wo sich viele Menschen barfuß bewegen, können diese von gesunden Füßen aufgenommen werden. Ist die Haut an den Füßen durch kleinere Verletzungen geschädigt oder die natürliche Hautbarriere geschwächt, hat der Pilz besonders leichtes Spiel.

Das Risiko einer Ansteckung hängt aber auch von anderen Faktoren ab. So steigt das Infektionsrisiko beispielsweise mit zunehmendem Alter, Männer sind häufiger betroffen als Frauen und auch Erkrankungen wie Diabetes oder Durchblutungsstörungen spielen eine wichtige Rolle. Menschen, die besonders häufig geschlossenes, nicht atmungsaktives Schuhwerk wie Turnschuhe oder Stiefel tragen, erkranken ebenfalls häufiger an Fußpilz.

Fußpilz hat immer Saison

Besonders im Sommer, wenn wir es den Erregern durch häufiges Barfußlaufen in Schwimmbädern oder Hotelzimmern leicht machen, hat der Fußpilz Hochsaison.

Doch auch im Winter ist eine Ansteckung nicht ausgeschlossen. Die Fußpilzerreger können zum Beispiel in den warmen Winterschuhen überleben. Wenn diese im nächsten Jahr ohne vorheriges Desinfizieren wieder zum Einsatz kommen, bieten sie ideale Bedingungen für eine erneute Fußpilz-Infektion.

Wenn es zwischen den Zehen juckt und brennt: Symptome von Fußpilz

Hat es sich der Pilz im feucht-warmen Milieu der Zehenzwischenräume bequem gemacht, zeigt er sich den Betroffenen besonders durch die Symptome, die Sie in der Grafik links sehen.

Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und treten nicht immer gleichzeitig auf: Betroffene klagen häufig über Brennen und Juckreiz – Fußpilz kann aber auch ein kosmetisches Problem sein und sich durch Rötungen, Schuppungen oder sogar Bläschenbildung in den Zehenzwischenräumen äußern.

Den Fußpilz nicht sich selbst überlassen

Fußpilz zwischen den Zehen sollte nicht nur wegen seiner unangenehmen Symptome behandelt werden. Eine nicht oder unvollständig behandelte Infektion kann viel Schaden anrichten, nicht nur am Fuß.

Wird dem eigentlich harmlosen und gut behandelbaren Pilz kein Einhalt geboten, kann er sich auf den gesamten Fuß oder andere Körperteile (z.B. Fußnägel) ausbreiten und chronisch werden. Ein unbehandelter Fußpilz öffnet zudem neuen Krankheitserregern Tür und Tor, was zu ernsthaften Neuinfektionen wie z.B. einer Wundrose führen kann.

Neben den Risiken für die eigenen Füße besteht natürlich auch die Gefahr, die Infektion auf andere Personen, zum Beispiel Familienmitglieder, zu übertragen.

Fußpilzerreger sind überall dort zu finden, wo viele Menschen barfuß laufen.

Im Sommer ist daher das Schwimmbad der Ansteckungsort schlechthin. Hier lauern die Erreger nicht nur am Beckenrand und in den Umkleiden. Auch der Bereich rund um die Desinfektionsduschen – die eigentlich vor einer Infektion schützen sollen – ist ein Hauptansteckungsort. Denn hier bewegen sich besonders viele Menschen barfuß.

Erreger bevölkern aber nicht nur das heimische Schwimmbad. Auch vor Urlauberfüßen machen sie nicht Halt. Am Pool, im Wellnessbereich und selbst im Hotelzimmer ist Vorsicht geboten. Denn auf den Böden können die Erreger wochenlang überleben.

Auch wer für die perfekte Strandfigur ein paar Pfunde abtrainieren möchte, ist für Fußpilzerreger ein willkommenes „Opfer“. Denn die Pilze tummeln sich gerne in Umkleiden und Gemeinschaftsduschen der Fitnessstudios. Sogar die eigenen Sportschuhe können zum wahren Paradies für die Erreger werden: Das feucht-warme Klima im Schuh bietet ihnen optimale Vermehrungsbedingungen. Schon kleine Verletzungen an den Füßen erleichtern es den Erregern, in die Haut einzudringen.

Nicht zuletzt ist auch in den eigenen vier Wänden Vorsicht geboten. Ist ein Familienmitglied erkrankt, verliert es bei jedem Schritt infizierte Hautschüppchen, die gerade im gemeinsam genutzten Bad leicht von Eltern-, Kinder- oder Geschwister-Füßen aufgenommen werden können.

Grundsätzlich gilt also: Fußpilz kann (fast) überall lauern und jeden treffen. Wer aber ein paar Tipps beherzigt, dem kann eine Ansteckung erspart bleiben.

Starke Tipps zum Schutz gegen Fußpilz

1. Am besten Sie tragen immer Bade- oder Hausschuhe – ob im Schwimmbad, im Fitnessstudio oder zuhause, eine Ansteckung lässt sich so am besten vermeiden.

2. Sie sollten Ihre Füße nach dem Baden gründlich abtrocknen – vor allem die Zehenzwischenräume!

3. Wechseln Sie regelmäßig die Handtücher.

4. Tragen Sie Funktions- oder Baumwollsocken und wechseln Sie diese täglich.

5. Nutzen Sie pH-neutrale Seifen und Kosmetika, die den Säureschutzmantel der Haut schonen.

6. Waschen Sie Socken und Handtücher immer bei 60° Grad, um Erreger abzutöten.

7. Desinfizieren Sie Flipflops und Schuhe nach einer Erkrankung.

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