ScheidungsgrundArbeitslosigkeit des Mannes erhöht das Scheidungsrisiko um über 30 Prozent

Ist der Mann arbeitslos, steigt das Scheidungsrisiko um bis zu 30 Prozent
Sein Beitrag zu den Finanzen kann entscheidend dafür sein, ob eine Ehe hält oder nicht.
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Laut einer aktuellen Harvard-Studie kann sich das Scheidungsrisiko um mehr als 30 Prozent erhöhen, wenn der Mann arbeitslos ist und nichts zu den Finanzen beiträgt.

Die Gründe für eine Scheidung können ganz unterschiedlich sein, ebenso wie die Paare selbst. Desinteresse, mangelnde Kommunikation, Respektlosigkeit oder eine Affäre - all diese Dinge können über kurz oder lang der Grund für eine Trennung sein.

Eine aktuelle Untersuchung aus Amerika offenbart jedoch einen weiteren Faktor, der eine wichtige Rolle dabei spielt, ob sich ein Ehepaar scheiden lässt oder nicht.

Die Überprüfung der Daten von 6.300 Ehepaaren ergab, dass das Risiko für eine Scheidung um 32 Prozent ansteigt, wenn der Ehemann keinen Vollzeitjob hat und somit nichts zu den finanziellen Mitteln der Familie beiträgt. Die Paare wurden zwischen 1968 und 2013 interviewt.

Eine wichtige Rolle spielt allerdings auch der Zeitpunkt der Eheschließung. Paare, die nach 1975 heirateten, sahen die Arbeitslosigkeit des Mannes als ein größeres Problem. Wurde die Ehe vor 1975 geschlossen, war es eher ein Problem, wenn die Frau weniger im Haushalt half.

Warum? Vor 1975 gab es weniger berufstätige Frauen. Daher erwarteten ihre Ehemänner von ihnen, dass sie den größten Teil der Hausarbeit übernahmen. Seit Mitte der 70er hat sich das jedoch sehr verändert. Es ist nun ganz normal, dass Frauen auch berufstätig sind.

Professor Alexandra Killewald äußert die Vermutung, dass Männer, wenn sie ohne Arbeit sind, depressiv werden könnten und/oder Schwierigkeiten haben könnten, sich zu identifizieren. Dies könnte ein Grund dafür sein, dass letztendlich die Beziehung leidet.

 

 

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