Arzt weint rührend um Patient

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Arzt weint rührend um Patient
Foto: Reddit

San Diego, an der Mauer eines Krankenhaus – Parkplatzes.

Ein Arzt hat gerade einen Patienten verloren. Draußen auf dem Parkplatz des Krankenhauses wird er von seinen Emotionen überwältigt.

Er geht in die Knie, um sich mit einer Hand an der Mauer festzuhalten. Es ist kein Gesicht zu erkennen, nur der weiße Kittel leuchtet im Licht der Laterne.

„Es war einer dieser Momente, die dich einfach überrollen.“

Der Hintergrund: Der Arzt hatte zuvor um das Leben eines 19-Jährigen gekämpft. Leider vergeblich. Draußen auf dem Parkplatz lässt er seinen Emotionen freien Lauf. Was der Mann nicht weiß: Ein Kollege hält diesen intimen Moment mit seinem Handy fest und stellt diesen auf dem Social-News-Portal „Reddit“ online. Dazu schreibt er: „Obwohl es in unserem Beruf ein normaler Vorfall ist, verlieren wir meistens Patienten, die sehr alt oder sehr krank sind – oder beides.“ Besonders bemerkenswert ist, dass der Arzt ein paar Minuten nach dem Betrauern des jungen Patienten wieder zurück zu seinem Arbeitsplatz geht. „Nach ein paar Minuten trat er seinen Dienst wieder an. Er hatte den Kopf oben“, berichtete der Kollege.

Bild des trauernden Arztes berührt die Welt

Schnell wird das Bild des trauernden Arztes in den sozialen Netzwerken tausendfach geteilt und kommentiert. Viele User teilen ihre Arbeitserfahrungen als Ärzte und berichten von dem Schmerz, Patienten zu verlieren. So erzählt der User „livinbandit“ von der Arbeit seines Vaters, der selbst Arzt ist: „Es passierte sehr selten, aber manchmal kam er nach Hause und weinte in den Armen meiner Mutter. Obwohl er alles versucht hatte, konnte er den Patienten nicht retten. Ich hatte niemals mehr Respekt als in solchen Momenten. Er weinte, weil er dachte, er hätte mehr tun können. “Das Bild führt vor Augen, welchen Belastungen viele Ärzte jeden Tag weltweit ausgesetzt sind. Und viele bekommen nicht die Anerkennung, die sie verdienen."

Vielleicht bringt dieses Bild das Bewusstsein zurück wieder mehr Wertschätzung zu empfinden für die, die jeden Tag für das Leben anderer kämpfen.

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