Auch Mücken übertragen Borreliose

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Mücken können zahlreiche Krankheiten übertragen - darunter auch Borreliose
Foto: iStock

Nicht nur Zecken sind Überträger

Wer Borreliose hört, denkt in erster Linie an Zecken. Sie gelten als Überträger Nummer eins. Was viele nicht wissen: Auch Mücken und Bremsen können Borreliose auf Mensch und Haustier übertragen.

Parasitologen vom Biodiversität und Klima Forschungszentrum der Goethe Universität Frankfurt haben jetzt erstmals bestätigt, was viele Forscher schon längst vermutet haben: Auch Stechmücken können den gefürchteten Erreger in sich tragen. Dabei handelt es sich um Erreger von der Lyme-Borreliose - der häufigsten vektorübertragenden Krankheit.

In der Studie haben die Forscher von April bis Oktober 2013 deutschlandweit an 42 Orten Stechmücken eingefangen. Zehn Mückenarten wiesen dabei Borrelien - die Bakterien, welche Borreliose auslösen können - nach. Insgesamt trugen bis zu 8,3 Prozent der 3.600 gefangenen Mücken die Erreger in sich.

Mücken sind als ohnehin als Überträger schwerer Krankheiten bekannt. Neben Malaria (weltweit sterben jährlich über eine halbe Million Menschen daran) infizieren Mücken zur Zeit die Menschen mit dem Zika-Virus in Latein-Amerika.

Schätzungen zufolge erkranken jährlich zwischen 40.000 und 214.000 Menschen in Deutschland an Borreliose. Da eine Meldepflicht nur in den neuen Bundesländern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Bayern und Berlin besteht, gibt es keine genaueren Angaben.

Neben Zecken und Mücken können auch Bremsen, Flöhe und Kriebelmücken Borrelien in sich tragen. Allerdings gilt immer noch: In den meisten Fällen sind es doch die Zecken, die Borreliose auf den Menschen übertragen. Bis zu 35 Prozent aller deutschen Zecken tragen Borrelien in sich, wie das Robert-Koch-Institut berichtet.

 

Fakten zur Lyme- Borreliose:

 

- Borreliose wird durch bestimmte Bakterien ("Borrelien") ausgelöst, die einige Insektenarten in sich tragen.

- Lyme-Borreliose ist auf der Nordhalbkugel die häufigste Krankheit, welche von Zecken übertragen wird.

- Bei der DNA-Analyse der Gletschermumie Ötzi (lebte vor 5300 Jahren!) wurden Spuren von Borrelien nachgewiesen.

- Als Hochrisikogebiet gilt für Deutschland Bayern. Hier sind über 30 Prozent der Zecken mit Borrelien unterwegs.

- Nach einer Infektion kann der menschliche Körper Antikörper gegen Borrelien bilden. In diesem Fall bekämpft das Immunsystem die Bakterien.

- Allerdings: Wer einmal unter Borreliose litt, ist nicht automatisch immun dagegen!

- Je nach Stadium, lässt sich Borreliose in 66 - 95 Prozent der Fälle mit Antibiotika heilen.

- Eine Impfung gegen Borreliose gibt es für Menschen zur Zeit nicht.

(ww7)

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