Augen auf beim Gänsekauf: Darauf solltet ihr bei der Weihnachtsgans achten

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Inhalt
  1. Wo kauft man die Gans am besten?
  2. Worauf sollte ich bei Tiefkühlware achten?
  3. Wie erkenne ich gute Qualität?
  4. Sollte es eine deutsche Gans sein?

Gänsebraten gibt es in vielen deutschen Haushalten traditionell an Weihnachten, worauf ihr beim Kauf achten müsst und was es mit den berüchtigten Hafermastgänsen auf sich hat, haben wir für euch zusammengefasst.

Wo kauft man die Gans am besten?

Bei Gänsefleisch ist es wie bei eigentlich jedem Stück Fleisch, wenn man die Möglichkeit hat, sollte man es beim Bauern, beim Schlachter des Vertrauens oder an einer Fleischertheke kaufen. Da kann man nämlich ganz in Ruhe nachfragen, woher die Gänse kommen und ob es sich um Bio-Fleisch handelt. Dabei ist der Preis zwar ein wenig höher, dafür könnt ihr das Fleisch auch mit gutem Gewissen verzehren.

Worauf sollte ich bei Tiefkühlware achten?

Nicht jeder hat das Geld übrig oder lebt in einer Stadt, wo es noch den Metzger um die Ecke gibt. Dann solltet ihr auf jeden Fall auf die folgenden Kennzeichnungen achten. „Extensive Bodenhaltung“, „Freilandhaltung“, „Bäuerliche Freilandhaltung“, „Bäuerliche Freilandhaltung – unbegrenzter Auslauf“. Dabei handelt es sich um EU-Kennzeichnungsvorschriften, die bestimmte artgerechte Haltungsbedingungen vorschreiben. Und natürlich ist die Kennzeichnung „Bio“ auch bei Tiefkühlprodukten immer ein guter Indikator.

Wie erkenne ich gute Qualität?

Eine Gans sollte nicht älter als 9 Monate, aber auch nicht zu jung sein. Hinweise auf das Alter geben z.B. die Sehnen an den Keulen: Je kräftiger sie ausgebildet sind, desto länger hat das Tier gelebt. Auch die Haut sollte Rosa schimmern und nicht zu dunkel sein. Sehr junge Tiere sind vergleichsweise fett, dies kann man durch Druck auf die Haut testen. Und auch der Geruch kann einiges verraten: Eine gute Gans duftet intensiv, sollte aber nicht streng riechen.

Sollte es eine deutsche Gans sein?

Regionale Produkte von regionalen Erzeugern haben ganz sicher den kürzesten Weg und man kann sich leichter über die Herkunft informieren. Ältere Gänse haben einen intensiveren Geschmack, wer eher zartes Fleisch möchte kann auf so genannte Hafermastgänse zurückgreifen. Diese kommen in der Regel aus Polen und werden im Schnellverfahren gemästet, was für die Tiere nicht die schönste Variante ist. Binnen 9 Wochen kommen sie so auf ihr Schlachtgewicht von 4,5-5,5 Kilogramm, ohne dass sie wie andere junge Tiere sehr fett sind. Preislich sind Hafergänse weit unter Bio- oder regionalem Fleisch anzusiedeln. Ob man diese Art von Tierhaltung unterstützen möchte, sollte jeder für sich entscheiden. Ansonsten gibt es ja auch noch die Variante eine neue Tradition einzuführen – Raclette zum Beispiel.

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