Augenzucken: Kleines Zucken, großer Nervfaktor

augenzucken aufmacher
Augenzucken: Zumeist harmlos, aber unglaublich nervig!
Foto: iStock

Was ist das und was kannst Du dagegen tun?

Wir alle kennen es und empfinden es als äußerst lästig: Augenzucken. Woher die unangenehme kleine Bewegung kommt und was Du dagegen tun kannst, haben wir mal genau unter die Lupe genommen.

Augenzucken ist ein Phänomen, das jeden von uns gelegentlich heimsucht und den einen oder anderen schon einmal an den Rand der Verzweiflung getrieben hat. Im Normalfall ist mit einem gelegentlichen Zucken keine gesundheitliche Gefahr verbunden. Meistens sind Stress, eine hohe Belastung im Job, langes Starren auf Bildschirme und in diesem Zusammenhang eine Übermüdung des Auges oder aber Magnesiummangel für das unabsichtlich schnelle Zusammenpressen und Öffnen der Augenlider verantwortlich. In der Regel tritt das Zucken vorübergehend auf und verschwindet nach kurzer Zeit von selbst. Oft ist es hilfreich eine Entspannungsphase einzulegen oder einmal richtig auszuschlafen, um sich Abhilfe zu verschaffen. Auch der Verzicht auf Nikotin – gilt natürlich nur für Raucher – kann bewirken, dass sich die Situation normalisiert.

Was hilft gegen nervös bedingtes Augenzucken?

Wenn Stress der Auslöser ist kann es hilfreich sein eine Phase der Entspannung einzulegen oder geanuer gesagt: Einen Gang runterschalten! Entspannungsübungen, Musik hören in ruhiger Atmosphäre auf der Couch oder eine gemütlicher Abend mit Freunden können bereits für Besserung sorgen. Auch gut: eine Massage. Dafür einfach das Auge schließen und mit den Fingern sanft das Lid massieren. Aber Achtung, bitte nicht zu viel Druck ausüben! Ist eine Überanstrengung des Auges der Grund allen Übels kann es hilfreich sein, nach der Arbeit auf Fernseher, Computer und Smartphone zu verzichten. Stattdessen kann Sport eine gute Alternative sein, weil dabei sehr effektiv Stress abgebaut werden kann. Ein anschließendes Schaumbad sorgt dafür, dass sich die Muskeln entspannen und der Körper zur Ruhe kommt.

Magnesiumhaushalt ausgleichen, wenn ein Mangel besteht

Magnesium ist im Körper an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt und für die Kommunikation zwischen Muskeln und Nerven verantwortlich. Liegt ein Mangel vor kann es zu Muskelkrämpfen und Muskelzucken kommen, wodurch auch das Augenzucken entsteht. Eine Mangelerscheinung tritt auf, wenn zu wenig Magnesium durch die Nahrung aufgenommen wird oder die Ernährung aufgrund einer Diät zu einseitig ist. Auch Sportler neigen häufig zu Magnesiummangel, weil sie durch ihre erhöhte Aktivität vermehrt etwas von dem Mineralstoff abgeben. Mit Lebensmitteln wie Kernen, Nüssen, Haferflocken, Bohnen oder Spinat kann ein Mangel behoben werden. Nahrungsergänzungsmittel erfüllen diesen Zweck ebenfalls und können unkompliziert auch unterwegs eingenommen werde.

Wann ist der Gang zum Arzt notwendig?

Für den Fall, dass sich das Zucken über mehrere Wochen hinzieht oder sogar schlimmer wird, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Es besteht die Möglichkeit, dass das Lidzucken auf eine neurologische Erkrankung, Augeninfektion oder aber einen Hirntumor zurückzuführen ist. Ursachen dieser Art sind allerdings sehr selten und somit eher die Ausnahme. Trotzdem sollten die Symptome unbedingt vom Arzt des Vertrauens abgeklärt werden und auf keinen Fall ignoriert werden!

Kategorien: