Ausrenkung

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Krankheitsbild

Definition, Ursachen und Symptome einer Ausrenkung

Bei einer Ausrenkung verliert ein Gelenk seinen Halt, zum Beispiel das Schultergelenk. Sie halten uns buchstäblich zusammen: Die Gelenke verbinden alle Knochen des Körpers und sorgen für deren Beweglichkeit. Man kann kaum glauben, welchen enormen Kräften und Gewichtsbelastungen sie dabei gewachsen sind. Zu viel ist jedoch zu viel: Rohe Gewalt kann dazu führen, dass ein Gelenk seinen Halt verliert und der "Kopf" aus der "Pfanne" springt. Die Ausrenkung von großen Gelenken, zum Beispiel an der Schulter, ist meist die Folge von Unfällen und schweren Stürzen. Fingergelenke können schon durch weit geringere Einwirkungen aus ihrer "Fassung" geraten. Manche Menschen sind in der Lage, ihre Gelenke willentlich aus- und wieder einrenken. Doch dabei besteht die Gefahr, dass das Gewebe und auch die Nerven geschädigt werden. Oft treten große Schmerzen nach einer Ausrenkung auf. Die Beweglichkeit ist gestört. Es können sich außerdem starke Schwellungen entwickeln.

Behandlung einer Ausrenkung

Oft kommt es neben der Ausrenkung zu Verletzungen von Bändern, Knorpeln und Haut. Auch Knochen, Muskeln und Nerven können betroffen sein. In leichteren Fällen reicht eine Einrenkung und zeitweise Ruhigstellung. In anderen ist eine Operation nötig, die oft endoskopisch ("Schlüsselloch-Chirurgie") vorgenommen wird.

Vorbeugen und Selbsthilfe bei einer Ausrenkung

Um eine Ausrenkung zu vermeiden, ist es wichtig, dass man sich so oft wie möglich bewegt, da die Gelenke so insgesamt belastbarer werden. Überlastungen sollten aber unbedingt vermieden werden. Auch eine gerade Haltung ist wichtig. Bei Schmerzen sind weite, ausufernde Bewegungen tabu (zum Beispiel Fensterputzen). Hier sollte man Hilfsgeräte benutzen. Sportarten wie Schwimmen, Walking oder Radfahren sind positiv für die Gelenke und beugen einer Ausrenkung vor. Wenn man ein Gefühl von mangelnder Stabilität in einem Körperteil hat, sollte man in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.

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