Autismus

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Krankheitsbild

Definition, Ursachen und Symptome von Autismus

Unter Autismus versteht man die krankhafte Abkehr von der Umwelt. Eine unsichtbare Mauer trennt Menschen, die unter Autismus leiden, von ihrer Umwelt. Einfache Verständigungen - Gesten, Augenkontakt, ein Händedruck - sind vielen unmöglich. Sie nehmen kaum Anteil an Interessen und Gefühlen anderer und ziehen sich in ihre eigene Welt zurück. Für Eltern ist es eine große Belastung, vom eigenen Kind wie Fremde behandelt zu werden. Doch es gibt Auswege aus der Isolation. Autisten lernen mit der Zeit, wichtige soziale Fähigkeiten aufzubauen oder zu verbessern, auch wenn ihre Krankheit sie weiterhin begleitet. Das Leiden ist angeboren und kann durch andere Umstände - zum Beispiel Sauerstoffmangel bei der Geburt - begünstigt werden. Die Erziehung ist nicht verantwortlich. Manche Patienten müssen auch als Erwachsene betreut werden, andere führen ein selbstständiges Leben. Außergewöhnlich: Die Erkrankung kann mit geistiger Behinderung ebenso wie mit besonders hoher Intelligenz einhergehen. Die Kranken reagieren kaum auf andere Menschen. Die Sprachentwicklung ist gestört und Unterhaltungen fallen schwer. Ganz typisch: Autisten kapseln sich ab, neigen zu Ritualen und wiederkehrenden Handlungen. Werden sie beim Ausüben ihrer Gewohnheiten gestört, kann dies Aggressionen auslösen, die sich oft gegen die eigene Person richten. Häufig werden Zusammenhänge nicht nachvollzogen, die für Gesunde selbstverständlich sind. Dafür entwickeln Autisten auf speziellen Gebieten große Fähigkeiten und vor allem ein enorm gutes Gedächtnis.

Behandlung von Autismus

Autismus ist nicht heilbar. Medikamente, psychologische Betreuung und Verhaltenstherapien können aber helfen, mit der Krankheit umzugehen.

Vorbeugen und Selbsthilfe von Autismus

Da Autismus angeboren ist, kann man dem Leiden nicht vorbeugen. Der Austausch in Betroffenengruppen kann aber sehr hilfreich sein.

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