Baby kommt in zwei Minuten auf die Welt

blitz geburt
Blitz-Geburten sind sehr selten. Normale Geburten können über 24 Stunden dauern.
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Blitz-Geburt

Da konnte es jemand wohl kaum noch erwarten, das Licht der Welt zu erblicken: In nur 120 Sekunden kam der kleine Brody zur Welt – und stellte damit einen Rekord auf!

Mit ihrem fünften Kind stellt die 35-jährige Australierin Mary Gorgens ihren persönlichen Rekord auf: In nur zwei Minuten kam der kleine Brody zur Welt, 3,9 Kilo schwer, 52 Zentimeter groß. Von so einer Blitz-Geburt können viele Mütter nur träumen - denn Geburten dauern im Durchschnitt zwischen 13 (Erstgeburt) und acht (Folgegeburten) Stunden.

Doch an diese Statistik hat sich bisher keins von Gorgens Kindern je gehalten. Max, Ava, Sienna, Mila und Brody hatten es alle eilig: Die längste Geburt dauerte gerade mal 90 Minuten! Es folgten 50, zwölf, zehn und nun eben zwei Minuten – ein Marathon der Blitz-Geburten! Kein Wunder also, dass nur eins der Gorgens-Kinder im Krankenhaus geboren wurde – der Rest erblickte das Licht der Welt im Auto oder Schlafzimmer.

Zu wenig Zeit für Schmerzen

„Ich hatte keine Vorahnung, spürte keinen Schmerz. Brody kam zwei Tage zu früh – ich habe ihn in dieser Nacht nicht erwartet!“, sagte Mary Gorgens der Daily Mail Australia. „Es tat nicht weh und es gab keine Komplikationen - weil dafür überhaupt keine Zeit blieb!“, sagt Gorgens. Doch wie kann das sein?

Die Geburtsdauer beginnt, wenn die Eröffnungswehen einsetzen, und endet mit der Geburt des Babys. Wehen dienen dazu, den Muttermund zu öffnen. Sie kommen im Abstand von 10 bis 15 Minuten, wobei es nach den Grundregeln von Hebammen heißt: Die Schwangere braucht für jeden Zentimeter, den sich der Muttermund öffnet, etwa eine Stunde. Bei zehn Zentimetern ist der Muttermund komplett geöffnet.

90-mal schneller als übliche Sturzgeburt

Bei den sogenannten Sturzgeburten dehnt sich der Muttermund viel schneller aus, ein Wehenansturm beginnt. Hat eine Frau schon mehrere Geburten hinter sich, ist ihr Gewebe und der Geburtskanal schon entsprechend vorgedehnt – der Körper ist quasi daran ‚gewöhnt‘, zu gebären. Liegt das Baby auch noch optimal im Geburtskanal, kann die Geburt umso schneller gehen. Manche Frauen haben ein geringes Schmerzempfinden, sodass sie die Wehen kaum wahrnehmen.

Allerdings sind solche Sturzgeburten sehr selten: Nur etwa zwei Prozent aller natürlichen Entbindungen fallen unter den Begriff ‚Sturzgeburt‘ – wobei darunter jede Geburt fällt, die weniger als drei Stunden braucht. Also immer noch das 90-fache von der Zeit, die Mary Gorgens benötigte, um Brody auf die Welt zu bringen! Doch ganz gleich, ob die Geburt nun mehrere Stunden oder nur 120 Sekunden dauert: Die Liebe zwischen Mutter und Kind lässt sich durch nichts aufwiegen.

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