Mama-TippsBabynahrung: Diese Mutter ernährt ihr Kind ohne Fleisch

Welche Babynahrung soll mein Kind kriegen? Diese Entscheidung fällt vielen Müttern gar nicht so leicht.
Welche Babynahrung soll mein Kind kriegen? Diese Entscheidung fällt vielen Müttern gar nicht so leicht.
Foto: Timea Sternkopf
Inhalt
  1. Trinken und Essen - lasst euch nicht stressen!
  2. Mein Kind ernähre ich pescetarisch
  3. Veggie-Baby: Buch-Empfehlung für ratlose Mamis

Mama-Bloggerin Timea aus München schreibt für Wunderweib.de über ihr neues Leben als Mama einer 1-jährigen Tochter. Jede Woche lernt sie etwas Neues, sie wundert sich, lacht und weint. Diese Woche schreibt sie über Essen und Besserwissen.

Trinken und Essen - lasst euch nicht stressen!

"Stillen, Abstillen, Fläschchen, Pre-Nahrung, Folgemilch, Beikost, der richtige Zeitpunkt, der richtige Brei, die richtige Menge - Neu-Mamas lassen sich von allen Seiten stressen und beeinflussen. Ich war auch so eine Mama. Baby’s Ernährung ist ein allseits beliebtes Streitthema.

Das zeigen uns viele ausgiebige Diskussionen zum Thema Baby- und Kindernahrung auf Instagram, Facebook, Mütterforen und Blogs. Jeder hat eine Meinung, manche vertreten sie vehementer als andere.

Das Internet bietet eine Plattform zum wahnsinnig werden, wie die vielen Kommantare zu diesem Babybrei-Post auf Instagram zeigen:

Mittlerweile isst meine Tochter Léla mit ihren anderthalb Jahren selbstverständlich alles bei uns am Tisch mit. Ich versuche natürlich ein bisschen weniger zu salzen und die Chillischoten reserviere ich für uns Erwachsene. Ansonsten liebt sie Knoblauch, Käse, Eier, Nudeln, Falafel, Gurken und was ich ihr sonst noch alles auf den Teller zaubere.

Die Zeiten, als Milch und Brei unseren Alltag bestimmten, scheinen mir wie eine andere Epoche aus einem anderen Universum. Dabei ist das alles noch nicht so lange her. Doch irgendwie scheint jede neue Phase bei meiner Tochter, die vorherige vergessen lassen.

Was habe ich mir den Kopf zerbrochen, wann ich die Beikost einführen soll, welche Zutaten in den Brei gehören, wie oft ich nebenher noch stillen soll. Jetzt erscheint mir das alles so banal, denn das Ergebnis bleibt immer gleich: früher oder später sitzen alle unsere Kinder mit am Tisch und essen von unseren Spaghettis.

 

Mein Kind ernähre ich pescetarisch

In der heutigen Zeit herrscht eine mediale Reizüberflutung. Das Internet ersetzte nach und nach Muttis Rat. Das eigene Bauchgefühl wird von Google überschattet.

Dabei sollte doch jede Mami selber wissen, ob ihr Baby mit 4 Monaten oder 6 Monaten Brei essen möchte. Jede Mami sollte selber wissen, ob in den Brei Karotte, Fenchel oder Pastinake kommt. Jede Mami sollte selber wissen, ob sie die Milchmahlzeiten im Schneckentempo ersetzt oder zügig abstillt und ihrem Baby anderweitig Nahrung bietet.

Ich habe mit der Einführung der Beikost nach vorheriger gründlicher Recherche und ärztlicher Abstimmung beschlossen Léla pescetarisch zu ernähren. Pesce - was? Ich mag keine Labels, aber man nennt es nun mal so. Es ist die Art, wie auch ich mich seit nun schon 18 Jahren ernähre: vegetarisch mit Fisch.

Wie zu erwarten, stieß ich teilweise auf Unverständnis und Vorwürfe, wieso ich meinem Kind Fleisch vorenthalte. Darauf muss ich antworten: Genauso wie eine andere Mutter, die ungefragt bestimmt, dass ihr Kind Fleisch bekommt (schließlich geht es nicht selber auf die Jagd), habe ich bestimmt, dass Léla kein Fleisch bekommt. Mir war eine gesunde Ernährung für mein Kind von Anfang an wichtig, ich kann ihr doch nicht das anbieten, was ich selber ablehne.

Veggie-Baby: Buch-Empfehlung für ratlose Mamis

Es gibt eine interessante Studie eines Forscherteams der kalifornischen Linda University aus dem Jahr 2013, die zu dem Ergebnis kam, dass Pescetarier am längsten leben. Ein gesundes, langes Leben - das wünsche ich meiner Tochter. Seit sie in die Krippe geht, isst sie auch Fleisch. Ich konnte mich anfangs nicht so recht damit anfreunden, dass in der Krippe keine Rücksicht auf eine vegetarische Lebensweise genommen wird. Mittlerweile habe ich Verständnis, denn was ich noch weniger möchte, ist dass sich meine Tochter unwohl fühlt, weil sie aus ihr unverständlichen Gründen kein Fleisch, so wie alle anderen, essen sollte. Zuhause gibt es weiterhin das, was ich für richtig erachte.  

Da wir wohl alle nicht frei vom “Besserwisser-Gen” sind, möchte ich an dieser Stelle auch eine Empfehlung abgeben für ratlose Mamis mit Baby. Das Buch von Bettina Snowden “Veggie-Baby: Vegetarisch kochen für Babys und Kleinkinder” enthält tolle Rezepte und alles was man wissen sollte über die Einführung der Beikost und eine ausgewogene Ernährung mit ausreichender Eisenzufuhr. Ich hätte mir viele Stunden im World Wide Web erspart, hätte mir jemand dieses Buch von anfang an empfohlen. Und wenn ihr was anderes lesen wollt, ist es völlig in Ordnung.

Macht einfach wie Ihr es für richtig hält und glaubt mir: Euer Kind wird groß!"

Eure Timea

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50 gute Gründe, ein Baby zu bekommen

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