Bandscheibenvorfall: natürliche Regeneration statt Operation

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Foto: Pro Health Institut

Das Kreuz mit dem Kreuz ist rund 15 Millionen Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern ein Begriff. Nach Angaben der Deutschen Schmerzliga zählen Rückenbeschwerden zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Die Volkskrankheit führt nicht nur zu hohen Behandlungskosten, sondern, bedingt durch Arbeitsausfälle, auch zu hohen volkswirtschaftlichen Kosten. Oftmals lautet die Diagnose für die beißenden Schmerzen Bandscheibenvorfall – denn die Puffer der Wirbelsäule leiden aufgrund unserer heutigen Lebensweise am meisten. "Langes Sitzen, Bewegungsmangel und einseitige Belastung wirken sich negativ auf die Muskulatur aus, die für die Wirbelsäule eine wichtige Korsettfunktion übernimmt", so Günther Grasse. Der Diplom-Physiotherapeut, Chirotherapeut und Heilpraktiker leitet in München das Pro Health Institut (phi), ein ganzheitliches Gesundheitszentrum mit besonderer Kompetenz im Bereich Prävention und Behandlung von Rückenleiden. Jeder zweite seiner Patienten sucht sein Institut wegen Schmerzen im Kreuz auf. "Die bislang gängigen Maßnahmen bei Bandscheibenvorfällen basieren vor allem auf medikamentösen Therapien und Injektionen. Sie haben meist keinen lang anhaltenden Effekt, da sie nicht an der Ursache der Schmerzen, nämlich der Quetschung der Nerven durch die defekte Bandscheibe, ansetzen", erklärt Günther Grasse. "Wenn sich kein Erfolg abzeichnet, ist der nächste Schritt meist ein chirurgischer Eingriff. Doch auch das Operationsergebnis ist nicht immer zufriedenstellend", so der Rückenexperte.

Dabei gibt es heutzutage alternative Behandlungsmethoden, die schonend und nebenwirkungsfrei von Schmerzen befreien und sogar eine Operation vermeiden können. Hierzu zählt die so genannte spinale Dekompression. Dieses rein mechanische Verfahren wird bereits seit einigen Jahren sehr erfolgreich in den USA angewendet. Günther Grasse führte es 2008 als erster in Deutschland ein. Das Ziel der spinalen Dekompression ist, durch Entlastung der Bandscheiben die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren – ganz ohne Skalpell.

Beschädigte Bandscheiben können sich aufgrund der ständigen Kompression (Druckbelastung) nur sehr schlecht regenerieren. Das Gewebe wird nicht ausreichend mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt. Das Zauberwort lautet dementsprechend Dekompression. Die Behandlung geschieht auf einem speziellen Tisch, dem SpineMED Table. Hier wird der Patient so fixiert, dass die betroffenen Zwischenwirbelräume mittels Computersteuerung gezielt sanft und schmerzlos gedehnt werden. Durch die erreichte Druckabnahme erholt sich das strapazierte Gewebe und ist wieder zur Nährstoff- und Flüssigkeitsaufnahme bereit. Die Bandscheibe kann sich repositionieren, der Nerv wird befreit. Nach nur zwölf bis zwanzig Behandlungen von dreißig Minuten Dauer tritt eine deutliche bis vollständige Schmerzlinderung ein. "Die Erfahrungen zeigen, dass dank der spinalen Dekompression in vielen Fällen auf eine Operation verzichtet werden kann", so Günther Grasse. Nach Abschluss der Therapie auf dem SpineMED Table empfiehlt sich ein individuelles Krafttraining für den Rücken, damit der Erfolg bleibt und weiteren Schädigungen vorgebeugt wird.

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