Barbara Salesch: Eine kluge Kreative über ihren Neuanfang

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Barbara Salesch liebt das Neue und kann Altes gut loslassen: "Sobald ich den Eindruck habe, zu vieles wiederholt sich, denke ich an Veränderungen."
Foto: Getty Images

Richterin, TV-Star und Künstlerin

Als Richterin Barbara Salesch im Fernsehen war sie ein Star. Da konnte sie ganz schön streng, forsch, ja, auch manchmal laut sein. Das faszinierte uns – eine Frau, die sich kein X für ein U vormachen ließ und dabei immer eine Frau wie wir blieb. Aber die temperamentvolle Juristin Barbara Salesch, 63, kann noch so viel mehr. Sie schreibt wunderbar; ihr neues Buch hat den Titel „Ich liebe die Anfänge. Das tut sie tatsächlich. Als sie mit dem TV Schluss machte, startete sie eine neue Karriere als Malerin.

Woher kommt ihre Lust auf Veränderungen?

Es gibt viel, was mich interessiert und was ich noch kennenlernen möchte.

Wie schaffen Sie es, sich von Bisherigem zu verabschieden und sich auf Neues einzulassen?

Neues braucht vor allem zu Beginn viel Zeit. Die nehme ich mir, auch wenn es oft nicht leicht ist, dafür Bewährtes und Gewohntes nach hinten zu schieben. Schwerer ist es, wenn ein Ortswechsel ansteht, denn das bedeutet zwangsweise, den bisherigen alltäglichen Kontakt zu verlieren. Aber man baut neuen auf.

Sind Neuanfänge mit 50 schwieriger als mit 20?

Nein. Vielleicht sind sie langsamer. Aber dafür entschiedener. Man hat schon vieles ausprobiert und weiß inzwischen, was einem liegt – und vor allem, was einem nicht liegt.

Sie schreiben in ihrem Buch: „Ich gehe ungern große finanzielle Verpflichtungen ein, weil sie Neuanfänge behindern.“ Gibt es dafür ein Beispiel?

Ich habe bis vor zwei Jahren immer zur Miete gewohnt, und das keineswegs in Luxusappartements. Damit hatte ich mehr Geld übrig, um meinen Alltag frei zu gestalten, was immer gerade anlag.

Haben Sie einen Neuanfang je bereut? Etwa die Entscheidung, als Richterin ins TV zu gehen?

Nein. Die schon gar nicht. War doch eine super Nummer, als Fachfrau ins Fernsehen zu gehen und den Nachmittag zu prägen. Und das mit 49 und Übergewicht. Bis dahin waren Richter dort generell altherrenhaft und ziemlich umständlich besetzt. Und generell: Wenn etwas nicht ganz so gut anlief, konnte ich immer die Richtung ändern.

Entscheiden Sie aus dem bauch heraus oder wägen Sie Argumente genau ab?

„Nur Kopf“ ist genauso risikobehaftet wie „nur Bauch“. Zu einer sicheren Entscheidung gehört beides. Bei mir gehen Bauch und Kopf eine gute Ehe ein.

Wovon träumt Barbara Salesch?

Meine Büroarbeiten wären erledigt.

Glauben Sie an Zufälle?

Ich verlasse mich auf sie. Es kommt immer alles rechtzeitig. Wie viele Zufälle es in meinem Leben tatsächlich gab, habe ich erst beim Schreiben gemerkt. Spannend zu lesen.

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