Bauchschmerzen und Sodbrennen - was tun?

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Die erste Hilfe bei Sodbrennen: ein Verdauungsspaziergang. Wenn nichts mehr gegen Sodbrennen hilft, unbedingt einen Arzt aufsuchen.
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Bauchschmerzen

Eine üppige Mahlzeit - das muss einfach manchmal sein. Haben wir aber zu viel geschlemmt, schließt der Muskel am Mageneingang oft nicht richtig. Die Folge: Magensäure steigt die Speiseröhre empor - und wir spüren ein unangenehmes Sodbrennen. Jeder fünfte Deutsche leidet sogar an chronischen Beschwerden. Wir zeigen Ihnen, was Bei Bauchschmerzen und Sodbrennen zu tun ist.

Sieben Tipps gegen Bauchschmerzen und Sodbrennen

1. Flohsamen als Schutzschicht

Umkleiden Sie Ihre Schleimhaut in Magen und Speiseröhre mit einer natürlichen Schutzschicht. Dazu 1 TL Floh- oder Leinsamen (Apotheke) in 100 ml Wasser quellen lassen. Trinken Sie 1 Glas 1 Stunde vor dem Mittagessen.

2. Erdiger Säurebinder

Sogenanntes Trinkmoor oder ultrafeine Heilerde (Apotheke) bindet überschüssige Säure und beruhigt die Schleimhäute. 1 TL Heilerde in 250 ml Wasser auflösen. Am besten morgens auf nüchternem Magen trinken.

3. Verdauungs-Spaziergang machen

Bei akuten Schmerzen ist es besonders wichtig, zu wissen, was Sie gegen Sodbrennen tun können. Sie sollten sich auf keinen Fall flachen hinlegen - das kann die Symptome noch verstärken. Da Sodbrennen auch zeigt, dass der Magen massige Speisen schwer vorverdaut, empfiehlt sich statt Hinlegen ein 30-minütiger Spaziergang. Essen Sie außerdem einige Tage leichte Kost, damit sich der Magen erholen kann.

4. Besänftigende Heilkräuter

Ein Tipp von weisen Kräuterfrauen: Mixen Sie sich einen Tee aus 20 g Süßholzwurzel, 40 g Kamille, 10 g Pfefferminze und 20 g Melisse (alles aus der Apotheke). Lassen Sie 1 TL pro Tasse 5 Min. köcheln und trinken Sie täglich 2-3 Tassen.

5. Der klassische Magenschutz

Bei einsetzenden Beschwerden hilft eine medikamentöse Therapie mit Säurehemmern, wie sogenannten Protonen-Pumpen-Hemmern. Sie können die Säurebildung im Magen kontrolliert drosseln und sind in der Apotheke erhältlich.

6. Säure neutralisieren

Auch Lösungen (z. B. mit dem Wirkstoff Magnesiumhydroxid) können Magensäure binden und die Schleimhaut der Speiseröhre mit einer Schutzschicht überziehen. Allerdings eignen sie sich nur zur akuten Behandlung. Treten die Beschwerden regelmäßig auf, sollten Sie beim Arzt eine Magenspiegelung durchführen lassen.

7. Wie kann eine OP helfen?

Wenn nichts hilft und Sie nicht mehr wissen, was Sie gegen Sodbrennen tun können, bietet eine OP sehr gute Heilungschancen. Die am häufigsten angewendete Methode ist die sogenannte Manschetten-Technik. Dabei wird das Magengewebe um die Speiseröhre herum gestrafft, dadurch der Schließmuskel der Speiseröhre gestärkt und das Aufsteigen der Säure verhindert. Jährlich werden etwa 7000 dieser Operationen in Deutschland durchgeführt, 90 Prozent der Patienten sind danach beschwerdefrei.

Video: 7 Tipps gegen Bauchschmerzen >>>

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