Beauty-OP vs. Pflegeprodukte: Einmal schöne Augen, bitte!

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Beauty-OP oder selbst etwas tun: So gut sind die Methoden
Foto: Istock

Nirgendwo zeigen sich die Spuren des Lebens und der Zeit deutlicher als an den Augen. Aber mit kleinen Tricks, guter Pflege und der Unterstützung von Dermatologe und Kosmetikerin kann man verhindern, dass man Ihnen Ihr Alter an den Augen ansieht.

"Ich bin meine hängenden Schlupflider jetzt wirklich leid"

Wie sie entstehen: Guckten wir früher noch mit großen Augen in die weite Welt, schiebt sich heute das weiche Oberlid darüber und macht die Augen schmal und klein. Das ist eine Folge der natürlichen Hautalterung. Was uns nicht allzu sehr tröstet, denn wir sehen müde und abgekämpft aus.

Das kann ich selbst tun: Die kleinen unsichtbaren Silikon-Streifen von MagicStripes (64 St. 20 Euro, z. B. bei Douglas) schaffen das, was sonst nur eine Operation kann: Sie liften das Oberlid - zumindest für einen Tag. Sie werden einfach auf das gereinigte Oberlid geklebt und verschwinden in der Lidfalte.

So hilft mir der Beauty-Profi: Die Kosmetikerin kann leider gar nichts tun. Der Dermatologe behandelt Schlupflider operativ mittels Skalpell. Dabei werden überschüssige Haut, Fett und ein Teil der Muskulatur entfernt - und alles anschließend mit einem feinen Faden vernäht. Noch genauer kann man mit moderner CO2-Lasertechnik arbeiten. Mittels eines hauchfeinen Laserstrahls wird das Gewebe berührungsfrei durchtrennt und die kleinen Blutgefäße beim Schneiden gleich verschweißt.

Die Methode wird ambulant im Dämmerschlaf durchgeführt, dauert etwa eine Stunde und kostet für beide Oberlider etwa 2100 Euro. Der Effekt ist nach spätestens einer Woche sichtbar und hält circa 15 Jahre an. Sichtbare Narben bleiben in der Regel nicht zurück. Zur Arbeit kann man nach einer Woche gehen und zum Sport nach etwa zehn Tagen.

"Diese Tränensäcke machen mich so alt"

Wie sie entstehen: Dicke Augen hat ja jede Frau mal, aber mit den Jahren bilden sich bei einigen Tränensäcke. Sie entstehen durch die Erschlaffung der Unterlidhaut und dadurch, dass die sogenannten Fat Pads, das sind drei kleine Fettsäckchen auf jeder Seite der Unterlider, stärker hervortreten.

Das kann ich selbst tun: Wer Tränensäcke zum Heulen findet, sollte sich bei Alkohol und salzigem Essen zurückhalten, die halten das Wasser im Körper fest. Und auch nicht so früh ins Bett gehen, denn durch langes Liegen verteilt sich die Flüssigkeit im Körper um. Als Pflege sind Augengels mit Ginkgo, Koffein oder Arnika prima, sie kühlen und helfen, zu viel Flüssigkeit abzutransportieren. Applikatoren mit Metall-Massagekugeln verstärken den Effekt (z. B. von Biotherm, Nivea, Vichy, Clinique). Auch eine Lymphdrainage hilft. Dazu alle Finger flach auf die Augenpartie legen und mehrmals mit sanftem Druck in einer wellenartigen Bewegung von innen nach außen bewegen.

So hilft mir der Beauty-Profi: Bei der Kosmetikerin ist die Profi-Lymphdrainage natürlich besonders effektiv (45 Minuten ca. 40 Euro). Wer gleich eine ganze Lifting-Gesichtsbehandlung bucht, kommt automatisch in den Genuss dieser Massage (75 Minuten ca. 80 Euro). Wem das Resultat nicht genügt, kann sich an einen Arzt wenden: Er entfernt die Fat Pads mittels Laser von innen durch die Unterlid-Bindehaut - schnell und ohne Narben. Allerdings muss man mit gut vier Tagen Ausfallzeit rechnen (30 bis 40 Minuten unter örtlicher Betäubung ca. 1000 Euro).

Bei stärkerem Lidhautüberschuss kann der Doc die Unterlidhaut mit dem Laser glätten. Blutergüsse sind dabei nicht zu erwarten, nur eine Schwellung (1 Stunde im Dämmerschlaf ca. 2100 Euro). Bei viel Hautüberschuss rät man zur OP. Die Gefahr der Hämatombildung ist größer, aber nach einer Woche sieht man schon okay aus, und das Ergebnis hält zehn Jahre. Narben bleiben keine (bei örtlicher Betäubung, im Dämmerschlaf, Unterlid-OP 2100 Euro, Ober-und Unterlider 3500 Euro)

"Weg mit den Krähenfüßen"

Wie sie entstehen: Die ersten Lachfältchen finden wir ja noch nett, aber bitte keine Runzeln. Sie entstehen, wenn die Haut schlapp wird und sich dem Zug des Augen-Ringmuskels nicht mehr widersetzen kann.

Das kann ich selbst tun: Diese Partie ist nicht besonders gut geschützt, da sie kaum Talg- und Schweißdrüsen hat. Gegen Trockenheitsfältchen braucht sie viel Feuchtigkeit und Wirkstoffe, die die KollagenundElastinbildung anregen und die Zellen schützen. Ab 30 ist also eine Augencreme angesagt mit Peptiden, Enzymen, Q10, Antioxidantien, Vitaminen, Spurenelementen. Da gibt es ja inzwischen von jeder Pflegeserie in allen möglichen Preisklassen ein Produkt. Z. B. "Liftactiv Serum 10 Augen & Wimpern"-Creme von Vichy, 15 ml ca. 25 Euro, oder "EyeCream" von Dermasence, 15 ml ca. 14 Euro.

So hilft der Beauty-Profi: Kosmetikerinnen bieten Augenspecials an - mit Reinigung, Wimpern- und Brauenfärben, sanfter Massage und glättender Augenmaske (30 Minuten ca. 30 Euro). Oder gleich eine Anti-Aging-Behandlung fürs ganze Gesicht (75 Minuten ca. 80 Euro). Der Arzt behandelt zwei Faktoren: den Muskelzug und die Hautschlaffheit. Der Muskelzug wird mittels Einspritzung von Botox verringert, der Effekt hält 4-6 Monate (250 bis 300 Euro).

Hautglättung ist mit diesen drei Verfahren möglich: 1. Chemisches Peeling: Feine Falten werden gemindert, Pigmentunregelmäßigkeiten ausgeglichen und die Poren verfeinert. Hält 2 Jahre. 2. MicroNeedling: sehr feine Nadeln piksen in die Haut, die Hauterneuerung wird angeregt. Keine Ausfallzeit. 3. CO2-Laser: Obere Hautschicht wird abgetragen, das sorgt für einen schnellen Reparaturprozess (örtliche Betäubung, Ausfallzeit 1 Woche, keine Narben, hält 1-2 Jahre). Alle Anwendungen kosten 400-500 Euro.

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