Beauty-Zauberprodukte im Redaktionstest

beauty zauberprodukte im redaktionstest
Beauty-Zauberprodukte im Redaktionstest
Foto: Thinkstock

Im Test: Beauty-Zauberprodukte

Eine neue Haarfarbe im Handumdrehen, schöne Bräune in Sekunden oder glatte Haare für drei Tage – wir haben die Versprechen von Beauty-Produkten auf Herz und Nieren geprüft. Fauler Zauber oder zauberhaft?

Wer von uns ist nicht ständig auf der Suche nach Dingen, die uns das Leben noch einfacher und uns selbst noch schöner machen? Wir haben neue Beauty -Produkte unter die JOY-Lupe genommen, die uns genau das versprechen: zauberhafte Ergebnisse mit vergleichsweise geringem Aufwand.

Kann man mit Hilfe eines Parfums wirklich abnehmen? Oder sich innerhalb von fünf Minuten tolle Strähnchen ins Haar färben? Lässt sich natürliche Sommerbräune einfach aufsprühen und glänzender Lippenstift matt zaubern? Lesen Sie auf den folgenden Seiten die Ergebnisse unseres Redaktionstests und erfahren Sie welches Zauberprodukt seinen Namen auch wirklich verdient hat.

Mit Katy-Perry-Kunstwimpern zu Lady Gaga

Ohne Wimperntusche gehe ich kaum aus dem Haus. Klar, dass ich schon mit den verschiedensten Kunstwimpern experimentiert habe. Jetzt wird meine Sammlung um ein Stück reicher, denn ich teste die handgefertigten „Katy Perry Lashes by eylure“ aus Kunstfasern, die mich eine Geburtstagsparty lang durch die Nacht begleiten werden.

Die Katy-Perry-Lashes gibt es in vier verschiedenen Sorten. Ich entscheide mich für „Oh, Honey!“, die zwar lang sind, aber sonst recht natürlich aussehen. Latex-Kleber sowie einen süßen „Oh Honey!“-Sticker gibt es dazu. Apropos Sticker: Jetzt geht es ans Kleben! Vorsichtig ziehe ich ein Wimpernband aus der Form und halte es an mein Lid, damit ich weiß, an welcher Stelle ich es ankleben muss. Nun bringe ich den Lashfix-Kleber an. Laut Katy Perrys Top-Tipps für den perfekten Sitz, die sich in der Gebrauchsanweisung finden, muss ich den Kleber 20 bis 30 Sekunden antrocknen lassen.

Katzenaugen mit Katy-Perry-Kunstwimpern

Es folgt der komplizierteste Moment: Ich muss die Kunstwimper möglichst nahe an den eigenen Wimpern platzieren. Das klappt erstaunlich gut! An den Enden muss ich dann aber nochmal etwas Kleber auftragen, damit sie nicht abstehen. Anschließend mit einem Wattestäbchen ans Lid drücken, kurz warten, fertig! Das zweite Wimpernband sitzt genau so schnell. Jetzt noch Eyeliner drüber, um die Ansätze zu verstecken. Let’s get the party started!

Wie Katy Perry sehe ich allerdings nicht aus. Meine Mutter kommentiert meinen Look mit „Lady Gaga“. Naja, das liegt bestimmt an meinem blonden Pony. „Deine Wimpern sind so lang, sind die gewachsen?“ fragt meine Freundin, was für den natürlichen Effekt spricht. Eine andere meint, ich sähe jetzt aus wie eine Katze und möchte die Wimpern unbedingt auch haben. Nicht schlecht!

Doch Schönheit hat wie immer ihren Preis. Das Blinzeln fällt mir mitunter etwas schwer, denn obwohl die beiden Kunstwimpernbändchen Fliegengewichte sind, ist die Belastung für meine Lider anscheinend so anstrengend wie für mich der „Pump“-Kurs im Fitness-Studio. Mit der Zeit verfliegt das Gefühl. Trotzdem bin ich froh, als ich nach überstandenem Feier-Wahnsinn meine Fake-Wimpern einfach und schmerzlos wieder abziehen kann.

Fazit: Die „Katy Perry Lashes by eylure“ sind perfekt für eine besondere Partynacht. Die Wimpernkollektion ist seit April 2012 erhältlich, ein Paar kostet um 8 Euro. Bei guter Pflege kann man die Wimpern immer und immer wieder verwenden. Spaß hat man damit auf jeden Fall, bewundernde Blicke und Komplimente gibt’s kostenlos dazu und damit meine Kaufempfehlung!

Miriam Müller, Redakteurin JOY Online

Zauber-Strähnchen im Handumdrehen

Das Do-it-yourself-Haarefärben habe ich schon vor längerer Zeit aufgegeben. Die Prozedur war mir irgendwann einfach zu aufwändig. Doch dem Farb-Mousse „One-Night Highlights Sweet Caramel“ von Alterna will ich eine Chance geben, denn es verspricht mir, innerhalb von wenigen Minuten einen tollen Strähnchen-Effekt zu zaubern.

Es handelt sich dabei sozusagen um Make-up für die Haare. Die Haarfarbe auf Mineralbasis soll ich mit Hilfe des mitgelieferten Bürsten-Applikators auftragen, etwas trocknen lassen und dann die Reste ausbürsten. Bei Nichtgefallen kann ich die Farbe auch sofort wieder auswaschen – na denn, an die Farbe, fertig, los!

Strähnchen zum Aufbürsten

Ich öffne die Verpackung, setze den Applikator auf die Flasche, schüttle und drücke einmal kräftig auf den Auslöseknopf. Schon beginnt sich die Bürste mit fluffigem, goldfarbenem Schaum zu füllen – und läuft gleich über. Oh, wohl zu stark gedrückt. Ich setze die Bürste am Haaransatz an, verteile den Schaum erst mal am Scheitel entlang und bürste dann kräftig von oben nach unten und vorne nach hinten durch meine Haare. Das Auftragen gelingt dank der Bürste kinderleicht und schon bald hat sich der Schaum aufgelöst und als schimmernde Goldsträhnchen auf meine Haare gelegt.

Für meine mittellange Bob -Frisur benötige ich drei mit Schaum gefüllte Bürsten. Vermutlich hätten auch zwei gereicht, denn als ich nach der vorgeschriebenen Wartezeit von zehn Minuten (mit Fönwärme geht es auch schneller) die Haare mit einer Haarbürste nachbearbeite, glitzern die Borsten danach genauso wie meine Haare. Das lässt sich aber problemlos unter Wasser auswaschen – ebenso wie der obligatorische Fleck auf dem Badregal.

Beim Blick in den Spiegel entdecke ich auf meinem Kopf goldfarbene Strähnchen. Wenn man ganz genau hinsieht, so kann man zwar erkennen, dass feiner Puder auf den Haaren liegt, doch wenn ich mir durchs Haar streiche, bleibt praktisch nichts an meinen Fingern kleben. Wie versprochen lässt sich die Farbe mit einmal Waschen wieder entfernen.

Fazit: Das Ergebnis überzeugt auf voller Linie. Begeistert bin ich auch vom vanilligen Duft des Produkts und davon, dass die „One-Night Highlights Sweet Caramel“ ohne Ammoniak und Peroxide auskommt, weil es eben nicht in die Haarstruktur eindringen soll. Eine Flasche kostet um 35 Euro und reicht laut Packungsangabe für 20 Anwendungen. Macht für eine Anwendung dann 1,75 Euro – für den Einmalgebrauch schon ein relativ hoher Betrag. Aber für den besonderen Moment auf jeden Fall sein Geld wert.

Martha Singbartl, Redakteurin JOY Online

Aus gewellt mach glatt

Von Natur aus habe ich ziemlich dicke, lockige Haare. Ich habe zwar schon hin und wieder mit dem Glätteisen herumexperimentiert, meist ist mir das aber besonders morgens nach dem Haarewaschen einfach zu umständlich. Das neue Styling-Spray „Frizz Ease 3 Tage Glatt“ von John Frieda will mir jetzt die Arbeit erleichtern. Das Spray enthält eine durch Hitze aktivierte Formulierung, die gegen Kräuseln wirken und die Haare bis zu drei Tage lang glatt halten soll.

Das Produkt wird direkt nach der Wäsche auf die nassen oder handtuchtrockenen Haare aufgetragen. Ich sprühe es ins Haar und bürste es danach noch einmal gut durch, damit es sich gleichmäßig verteilen kann. Dann föhne ich die Haare ganz normal trocken. Schon dabei merke ich, dass sie sich nicht ganz so kräftig locken wie sonst. Das ist doch schon mal ein interessantes Ergebnis!

Das Stylingspray zähmt Locken

Nun glätte ich mein Haar noch einmal strähnenweise mit dem Glätteisen. Ich habe das schon recht lange nicht mehr gemacht. Mit dem Styling-Spray kommt mir die Prozedur aber heute besonders schnell und einfach vor. Das Endergebnis sieht wirklich gut aus! Die Locken sind verschwunden und das Haar hat einen schönen Glanz. Das Styling -Spray hat meine Haare außerdem überhaupt nicht klebrig gemacht, wie das bei vielen anderen Produkten oft der Fall ist.

Auch nach einer Nacht sitzt die Frisur noch ziemlich perfekt. Unten an den Spitzen beginnen sich die Haare am nächsten Morgen ein wenig zu kräuseln – was aber wohl auch daran liegt, dass sie beim Duschen etwas feucht geworden sind. Merke: Das nächste Mal besser eine Duschhaube aufsetzen!

Fazit: Ich bin mit der Wirkung des „Frizz Ease 3 Tage Glatt“-Sprays sehr zufrieden. Ein echtes „Zauberprodukt“ ist es nicht, schließlich muss ich auch noch mal mit dem Glätteisen Hand anlegen, damit sich meine Haare nicht mehr kräuseln. Dafür macht es das Glätten deutlich einfacher. Außerdem bietet es noch einen Hitzeschutz und die Haare fühlen sich nach der Behandlung schön weich und geschmeidig an. Ich finde daher, dass es den Preis von rund 16 Euro wert ist. Die Haare werde ich mir damit ab jetzt bestimmt öfter glätten!

Christine Butler, Volontärin JOY Online

Der Matt-Effekt für den Lippenstift

Lippen sind zum Küssen da! Und weil das nicht nur für mich ein ungeschriebenes Gesetz sein sollte, kann ich gut und gerne auf überflüssigen Schimmer und Glanz auf dem Mund verzichten. Mein Lippenbekenntnis: Ich mag’s matt!

Weil die meisten Lippenstifte allerdings kaum ohne Gloss, Glitzer und Gedöns auskommen, soll der „Mattify your lips! Top coat“ von p2 jetzt für völlige „Ermattung“ sorgen. Sein Versprechen: Glanz des Lippenstifts verschwinden lassen, Farbe versiegeln und dabei sogar deren Haltbarkeit erhöhen. Auf die Lippen , fertig, los!

Matt-Überzug für Glanz-Lippenstifte

Das Prinzip ist einfach. Mit einem kleinen Pinsel wird die klare Flüssigkeit möglichst gleichmäßig auf die bereits geschminkten Lippen aufgetragen. Wichtig ist allerdings, dass dieselben vor der Anwendung mit Feuchtigkeit versorgt sind – denn der Top Coat beinhaltet Alkohol. Kein Problem, denke ich, und pinsle mir den kleinen Helfer (Achtung, leichte Tropfgefahr!) nach einer Portion Pflege über.

Und siehe da: Der Glanz verschwindet! Nach ein paar Anwendungen werde ich mutiger und verwende das Finish auch mal ohne vorherige Pflege. Bei ohnehin gesunden Lippen kein Problem, beinhaltet der kleine Zauberer laut Produktinfo doch feuchtigkeitsspendendes Panthenol. Und das wirkt!

Fazit: Ein kleines Manko ist, dass der „Mattify your lips! Top coat“ von p2 nicht mit jedem Lippenstift perfekt kompatibel ist – denn manche beginnen mit ihm zu bröckeln. Weniger tragisch, bedenkt man, dass der Stift mit drei Millilitern nur knapp drei Euro kostet. Vor allem für die Wiederbelebung meiner sonst viel zu glanzvollen Lippenstifte ein fairer Deal!

Katrin Jahns, Volontärin COSMOPOLITAN Online

Sommerbräune zum Aufsprühen

Endlich wieder Röcke und Shorts ohne Strumpfhosen tragen – ich freue mich schon riesig auf die ersten warmen Tage. Doch leider habe ich wie jedes Jahr ein optisches Problem: Meine Beine sind nach dem langen Winter sehr käsig. Der klassische Selbstbräuner ist für mich allerdings keine Lösung, denn das Ergebnis sieht bei mir meist fleckig und unnatürlich aus. Der „Spray on Leg Foundation“ in der Nuance „Desert Sun“ von Artdeco gebe ich aber eine Chance.

Das Spray ist im Grunde eine Foundation, die sogar kleine Unebenheiten kaschiert und sich abends einfach mithilfe von Wasser und Seife wieder abwaschen lässt. Perfekt für besondere Auftritte also! Trotzdem soll es einen langen Tag oder auch einen Regenschauer problemlos überstehen. Ich bin gespannt!

Selbstbräuner mit sommerlichem Duft

Laut Anleitung muss ich die Dose kräftig schütteln und dann das Spray aus 20 bis 30 Zentimeter Entfernung auf die Beine sprühen. Ich wage dieses Experiment lieber in der Badewanne, denn vor Farbflecken wird ausdrücklich gewarnt. Sofort strömt mir der intensive, aber sommerliche Duft in die Nase. Er erinnert etwas an Sonnencreme. Huch, meine Beine gefallen mir allerdings weniger gut, denn die Bräune wirkt wahnsinnig dunkel! Schnell verteile ich die Farbe auf meinem kompletten Bein und merke, dass es super einfach geht. Die Farbe lässt sich wie eine Bodylotion einmassieren und hinterlässt – man will es kaum glauben – keine Flecken. Danach lasse ich meine Beine noch einige Minuten trocknen.

Der Check verrät: Im Vergleich zu meinem käsigen Vergleichsbein sieht mein besprühtes Bein leicht und vor allem sehr natürlich gebräunt aus. Toll ist auch, dass die Sprüh-Foundation nicht abfärbt. Doch es kommt noch besser: Meine Haut wirkt ebenmäßig und fühlt sich schön zart an. Vitamin E und der Extrakt aus Grünem Tee sorgen nämlich für einen tollen Pflege-Effekt. Ich bin begeistert!

Fazit: Mit 20 Euro für 100 ml ist die „Spray on Leg Foundation“ nicht gerade günstig. Für besondere Gelegenheiten lohnt sich aber der Kauf. Schade nur, dass die Bräune nicht länger als einen Tag hält. Doch dafür funktioniert das Bräunen schnell, einfach und ganz ohne vorheriges Peeling. Ich bin mit dem Ergebnis absolut zufrieden und freue mich darauf, schon jetzt meine gebräunten Beine zu zeigen.

Monika Fojcik, Volontärin SHAPE Online

Ein ganz duftes Abnehmprogramm?

Na, wenn das nicht absolut vielversprechend klingt: lieblich duften und dabei auch noch im Handumdrehen abnehmen. Wer kann da schon widerstehen? Daher freute ich mich sehr, das Abnehm- Parfum „Prends Moi“ von Veld’s testen zu dürfen. Schließlich liest man ja immer wieder, wie Gerüche das Verhalten beeinflussen können!

Der besondere Effekt dieses Parfums soll durch den Zusatz von sogenannten Betaphrolinen zustandekommen. Diese bewirken die Freisetzung von Glückshormonen, den Endorphinen. Das soll mich so glücklich und ausgeglichen machen, dass ich erst gar keinen Heißhunger bekomme. Soweit so gut, bei Sport werden immerhin auch Glücksbotenstoffe freigesetzt. Klingt also logisch.

Ich sprühe morgens eine normale Menge auf meine Handgelenke. Der Duft ist sehr intensiv und fast schon benebelnd. Unter „leuchtend fruchtig-floral“ erwarte ich eigentlich etwas Leichteres. Der überwältigende Duft ist zu viel des Guten und riecht für mich eindeutig zu „erwachsen“. Aber – möglicherweise der alt bekannte Placebo-Effekt – ich fühle mich kurzzeitig satt und energiegeladen. Eine Duftnote ist besonders durchdringend, ob das der „Abnehm-Duft“ ist?

Der Duft des Abnehm-Parfums soll glücklich und satt machen

Tja, zu früh gefreut. Das Sättigungs-Gefühl verfliegt genauso schnell wie es kommt. Auch eine Woche nachdem ich das Parfum für Silhouette (und Nase) fleißig aufgesprüht habe, hatte ich nicht weniger Hunger. Ob ich tatsächlich ein bis zwei Bissen weniger gegessen habe, wer weiß? Aber so etwas ist immerhin auch tagesabhängig. Die Lust auf Schokolade hat mir das Parfum jedenfalls nicht genommen. Und ganz normal weiter gegessen habe ich auch, inklusive Nachmittags-Snack. Mehr Lust auf Sport? Nicht im geringsten.

Fazit: Die Bikinifigur ohne viel Aufwand beschert das Parfum nicht. Wie immer kommt, wer abnehmen will nicht um Sport und gesunde Ernährung drum herum. Für den Preis um 59 Euro überzeugt mich auch der Duft nicht besonders. Er ist mir zu schwer. An meiner Mission Bikinifigur arbeite ich aber trotzdem weiter. Frau gibt schließlich nicht auf.

Christine Resch, Praktikantin JOY Online

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