Before & After 2: Priscilla Wilson lässt sich in 25 Ländern photoshoppen

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Priscilla Wilson
Foto: Priscilla Wilson

Vorher-Nachher-Retusche

Wow! Die Journalistin Priscilla Wilson hat ihr Foto von Grafikern auf der ganzen Welt verschönern lassen. Die Ergebnisse über Schönheit und verschiedene Ideale rund um den Globus sind erstaunlich.

Große Hintern, helle Haut, Schlupflider, volle Lippen: Schönheitsideale prägen nicht nur den individuellen Alltag, sondern auch die Kultur, in der wir leben. Dass dabei weltweit nicht alle gleich sind und die Ideale auch nur ein paar Kilometer weiter – jenseits der nächsten Staatsgrenze – ganz anders ein können, bewies ein Selbstversuch.

Unter dem Titel "Before & After" startete die Journalistin Esther Honig das Photoshop-Projekt. Zu Beginn des Jahres 2014 hatte sie ein Bild von sich an 25 Grafiker weltweit versendet. Mit dem Auftrag: „Mach mich schön!“ Sie bekam erstaunliche Ergebnisse zurück. Einige machten ihre Haut heller, andere veränderten ihre Proportionen und auch Make-up wurde ihrem Gesicht mit dem virtuellen Pinsel hinzugefügt.

So kam Priscillas Bild aus den USA zurück.

Das Experiment hat nun die us-amerikanische Journalistin Priscilla Yuki Wilson über die Freelancer-Plattform „Fiverr“ wiederholt. Sie fand im September 2014 heraus, dass ihre gemischte Herkunft (japanische und afroamerikanische Wurzeln) die Grafiker vor eine schwierige Herausforderung stellte. Die angefragten Bildbearbeiter benutzten ihr Gesicht nicht wie bei Esther Honig zuvor als Leinwand, auf die ein Schönheitsideal des jeweiligen Landes projiziert werden konnte.

Wenn der Radiergummi am Computer mal wieder zu kräftig retuschiert. Die Pannen-Bilder der Stars!

„Als Mischlingskind gibt es offenbar keinen Standard für Schönheit oder keine vorgefertigte Form, in die mein Gesicht ganz einfach eingefügt werden kann, “ sagt Wilson nachdem sie die Ergebnisse zugeschickt bekam. Ihre japanische Mutter habe ihr schon als Kind immer geraten, Sonnencreme zu benutzen und darauf zu achten, dass die Haut nicht zu dunkel würde. Eine paradoxe Reaktion, denn Priscilla Wilsons Vater ist dunkelhäutig und sie hat deshalb von Natur aus eine dunklere Hautfarbe. Mit dem Experiment konnte sie ihr Gefühl optisch nicht ein vorgefertigtes Rollenbild zu passen, bestätigen.

Dennoch zeigen die Bilder, welche unterschiedlichen Anforderungen verschiedene Kulturen an Schönheit stellen, und wie schwierig es für den Einzelnen ist, diese zu erfüllen. Ein paar gruselige Fotos sind auch entstanden:

Vietnam
Sri Lanka
Brasilien
Mexiko
Montenegro

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