Benetton macht mit Kampagne auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam

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Blüten statt Steine - Benetton prangert Gewaltbereitschaft gegen Frauen an
Foto: Benetton

Modekonzern will Frauenrechte gemeinsam mit UN stärken

Dass Gewalt gegen Frauen in vielen Ländern der Welt noch immer auf der Tagesordnung steht, ist eine traurige Wahrheit. Modemarke Benetton thematisiert das Problem in einer schockierenden Kampagne.

Mitten in der Wüste hockt eine Frau, ihr Blick ist auf den Boden gerichtet. Sechs Männer unterschiedlichster Nationalitäten stehen in einem bedrohlichen Kreis um sie herum. Die Situation scheint zu eskalieren, als die Männer die Steine in ihrer Hand mit voller Wucht in die Mitte werfen. Doch dann passiert etwas Unerwartetes:

Dass sich die Steine wie im Video in Blütenblätter verwandeln, ist für viele Frauen in der Realität wohl eher ein Wunschgedanke. Noch heute gibt es Steinigungen oder Säureangriffe auf Frauen, die sich nicht an religiöse oder gesellschaftliche Regeln halten. Auf diese zu verachtende Gewalt will Modemarke Benetton mit dem bildgewaltigen Video aufmerksam machen.

Bereits am 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, startete die Aktion "End Violence Against Women Now", mit der Benetton die Organisation UN Women unterstützt. Dass dieses Thema uns alle angeht, erklärte UN Women-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka in einem Interview: "Die Gewalt gegen Frauen zu beenden ist nichts, was irgendjemand tun kann. Dies ist eine Aufgabe für uns alle: Männer, Frauen, Jungen und Mädchen. Wenn weltweit eine von drei Frauen in ihrem Leben schon einmal körperlicher oder sexueller Gewalt ausgesetzt war, können Sie sicher sein, dass Sie jemanden kennen, der betroffen ist."

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