Bernd das Brot gibt ein lustiges Interview

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Bernd das Brot
Foto: © KI.KA/Bernd Lammel

Mürrische Antworten

„Das Neue Blatt“/Lara Kurrer: Sie haben sich geweigert, uns persönlich zu treffen. Haben Sie immer solche Star-Allüren?

Bernd das Brot: Star-Allüren - beginnen Sie jedes Interview mit einer Beleidigung? Und würden Sie wildfremde Menschen in Ihre Wohnung lassen?

Sie machen ein ziemliches Geheimnis um ihr Alter. Hand aufs Herz: Wie alt sind Sie wirklich?

Bernd das Brot: Zu alt für diese Fragerei. Das ist mir zu persönlich.

Sie wirken oft traurig, regelrecht depressiv. Warum?

Bernd das Brot: Depressiv ? Sie übertreiben. Aber wie würden Sie sich denn fühlen, wenn Sie mit einem irren Schaf und einem verrückten Busch zusammen wohnen müssten, die laut sind und ständig Chaos in Ihr Leben bringen? Mist.

Wollten Sie sich schon einmal das Leben nehmen?

Bernd das Brot: Wollen Sie jetzt hören, dass ich mich unter eine Brotschneidemaschine gelegt oder in einen Toaster gestürzt habe? N I E M A L S. Sie übertreiben, maßlos.

Über was oder wen können Sie sich freuen?

Bernd das Brot: Über meine Testbildsammlung, eine DVD mit den langweiligsten Bahnstrecken Deutschlands und über ein Gläschen Mehlsuppe mit Schirmchen und einem Hauch Ingwer. Nicht zu vergessen die Südwand in meinem Zimmer. Angenehm monoton und langweilig. Hm. Schön.

Was macht die Liebe? Gibt es ein Brötchen/Törtchen etc. in Ihrem Leben?

Bernd das Brot: Und jetzt wollen sie die Geschichte von einem Baguette aus Paris hören? Das ist mir zu privat. Nächste Frage.

Essen Sie Brot? Welches am liebsten?

Bernd das Brot: Herzlichen Glückwunsch. Sie haben sieben Fragen gebraucht bis zu ihrem ersten Brotwitz.

Warum schimmeln Sie nicht?

Bernd das Brot: Hurra. Fünf Euro für die Brotwitzkasse.

Sind Sie gläubig?

Bernd das Brot: Ich glaube an das Schicksal. Und das hat gehörig einen an der Waffel. Mist.

Wie halten Sie es mit der Hygiene? Duschen können Sie ja nicht, dann werden Sie ja weich und sterben!

Bernd das Brot: Und wie oft waschen Sie sich? Das einzige, was mich „weich“ macht, sind Ihre unfassbaren Fragen.

Sie wurden im Januar 2009 entführt. Die Täter hielten Sie tagelang gefangen. Welche Erinnerungen haben Sie an diese Zeit?

Bernd das Brot: Die haben ein Denkmal geklaut, das eine gewisse Ähnlichkeit mit mir hat. Dass es plötzlich weg war, war schlecht. Denn so lange dieses Dings da steht, fotografieren sie wenigstens das und lassen mich in Ruhe.

Wie wurden Sie behandelt? Hat man Sie mit dem Toaster gequält und Sie bei Wasser und Brot fast verhungern lassen?

Bernd das Brot: Sie haben das Rudel hungriger Enten vergessen, das man auf mich gehetzt hat, und die Kindertagesstätte, die mit Fingerfarben meine graue Südwand bunt bemalt hat. – Sie übertreiben wieder. Maßlos. An welchem Artikel schreiben Sie noch mal? „Die besten Brot-Unglücke aller Zeiten“?

Haben Sie eine heimliche Leidenschaft? Sind Sie z.B. Fan von Florian Silbereisen und seiner Volksmusik?

Bernd das Brot: Blues. Ich mag Blues. Der ist so angenehm ruhig.

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